La Vall de Laguar / Vall de Laguart

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La Vall de Laguar / Vall de Laguart

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La Vall de Laguar / Vall de Laguart (Marina Alta)
Vall de Laguar.jpg
Vall de Laguar.jpg (37.57 KiB) 1820 mal betrachtet
PLZ: E – 03791
Einwohner: 801 Ew. lt. NE 2016, 826 lt. INE 2015
Einwohner: Laguartiano, a / vallero, a
Ausländeranteil: 10,86 % (= 87 Ew., darunter 12 Deutsche lt. INE 2016; 100 Ew. lt. INE 2015)
Sprachdominanz: Valenciano


Flughafenentfernung
Alicante – 104 km
Valencia – 126 km


Ortsbeschreibung
Die Gemeinde "La Vall de Laguar" (Vall de Laguart) wird durch die Orte Benimaurell (Pueblo Alto, Poble Dalt), Campell (Pueblo Bajo, Poble Baix), Fleix (Pueblo de Enmedio, Poble d´Enmig, Aussprache = Fläïtsch - Rathaussitz) und Fontilles gebildet.
Das Gebiet liegt 500 m ü. M. Auf der einen Seite des Tals liegt der Barranco del Infierno, ein Naturgebiet, das durch den Río Girona gebildet wurde und zu dessen Ufern sich auf der einen Seite die Sierra de la Carrasca (oder de Ebo) bis auf 1.000 m ü.M. erhebt und auf der anderen Seite die Sierra del Migdia. Das ganze Tal stößt auf de Embalse de Isbert. Auf der anderen Seite des Tals erhebt sich, gleich einem schlafendem Pferd, die Sierra del Cavall Verd (oder Sierra del Penyó / 800 m ü.M.) mit zahlreichen Quellen.
La Vall de Laguar - im Vordergrund das Dorf Benimaurell
La Vall de Laguar - im Vordergrund das Dorf Benimaurell
Geschichte
Die Bezeichnung Vall de Laguar kommt aus dem Arabischen "Al-Agwar" und wird mit "die Höhlen" übersetzt.
Die Geschichtsschreibung des Vall de Laguar beginnt zu Anfang des 13. Jahrhunderts mit der Herrschaft des legendären Al-Azraq.
Der maurische Heerführer setzte sich gegen die Krone von Aragón mit einem Aufstand zur Wehr, der den erfolgreichen Eroberungsfeldzügen König Jaime I. von Aragón hinderlich war. Beim Eintreffen der königlichen Truppen vor seinem Herrschaftsgebiet unterzeichnete Al-Azraq ein Waffenstillstandsabkommen für die Dauer von drei Jahren und akzeptierte die Lehnsherrschaft des Königs von Aragón.
Im Oktober 1247 brach Al-Azraq den Waffenstillstand, weil die christlichen Truppen Druck auf die Gebiete seines Herrschers ausübten, nach diesem Aufstand ging er 10 Jahre ins Exil.
1276 entwickelte sich von neuem eine große Rebellion, doch sie wurde Ende April 1276 niedergekämpft. Im Juli desselben Jahres verstarb Jaime I., sein Sohn Alfonso beendete die Rebellion zwischen 1277 und 1278.
Nach der Befriedung der Berge der Marina wurde der Kreis zwischen militärischen und christlichen Getreuen aufgeteilt, die den Sieger während der Reconquista unterstützt haben. Nach einigen weiteren Jahren rebellierten die Mauren erneut und fanden Unterstützung bei anderen "fügsameren" Mauren und schändeten die Pfarrkirche von Santa Ana. Wegen all dieser Unruhen erließ der Eroberer Carlos I. einen Erlass, wonach alle Mauren sich taufen lassen mussten. Viele von ihnen sahen keinen anderen Ausweg, um weder Grund und Boden noch ihre Habe zu verlieren.
Diese Tatsache führte Felipe II. zu der vorbeugenden Maßnahme, alle Mauren in allen Orten des Königreichs Valencia zu entwaffnen. Sein Sohn, Felipe III., hörte auf die Stimmen der Christen, die Mauren zu hintergehen und Gotteslästerung und indiszipliniertes Verhalten der Mauren mit der berüchtigten Vertreibung zu ahnden. Damit wurde die letzte Revolte der valencianischen Mauren niedergeschlagen. Im November 1609 wurden sie endgültig nach Nordafrika vertrieben.
Im Juni 1611 wurde das Vall de Laguar mittels Erlass durch Landwirte, die von der Insel Mallorca kamen, neu besiedelt.


Sehenswürdigkeiten
La Vall de Laguar ist ein Wanderparadies. Natursteinmauern aus maurischer Zeit bilden den Reiz dieser Landschaft mit ihren vielen Mandel- und Kirschbäumen. Ausflugsziele sind der Barranc de l'Infern oder auf einem Wanderpfad, der über 1.000 maurischen Stufen durch die Berge führt. Informationen darüber kommen zu einem späteren Zeitpunkt.

Die wichtigsten Fiestas
17. Januar Traditionelle "Porquería" zu Ehren des Heiligen Antonius
Sendirismo: Escalones moriscos
Sendirismo: Escalones moriscos

Märkte:
4. Sonntag im Monat, ab 10 Uhr, jeweils in einem der Dörfer des Vall de Laguar.


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