Schlangen an der Costa Blanca

Artenreiche Tier- und Unterwasserwelt; hier könnt ihr Tiere vorstellen, die an der Costa Blanca heimisch sind.
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Oliva B.
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Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Oliva B. » So 23. Aug 2009, 16:31

Es ist war im November vor 1 3/4 Jahren, als wir in der große Natursteinmauer unterhalb unseres Hauses mitten in einem besiedelten Wohngebiet eine Entdeckung machten: Sprachlos bewunderten wir, was dort in einer Mauerritze lag:
Schlange von oben.JPG
Schlange von oben betrachtet
Schlange2.jpg
Nahaufnahme
Eine richtig dicke Schlange lag zwischen den Steinen und ließ sich die Sonne auf die schuppige Haut brennen. Ihr Körper hatte einen Umfang von ca. 3-4 cm, die Länge ließ in dieser zusammengerollten Form keinerlei Rückschlüsse zu.
Schlange1.jpg
Die aufmerksame Schlange wärmt sich vor ihrem Unterschlupf
Ich weiß, dass es keine für den Menschen bedrohlichen Schlangenarten an der Costa Blanca gibt, aber diese sah nicht nur schön, sondern auch ziemlich gefährlich aus.
Doch wozu gibt das Internet? Schnell hatte ich ein Vergleichsfoto gefunden...

DieWeißlippenkobra lebt zwar in Afrika, sie sah für mich genauso aus und ist unglaublich giftig. Doch wie kommt so eine gefährliche Schlange an unsere Küste? Gibt es nicht immer wieder Liebhaber exotischer Tier, denen ihr Haustier über den Kopf wächst? Hunde werden doch auch ausgesetzt, wieso also keine Schlangen?

Offen gesagt: Ich bekam es mit der Angst zu tun und vermutete schon, demnächst bei jedem Rascheln im Haus in Panik auszubrechen.

Ich habe also weiter im Internet nach einem Schlangenforum geforscht und eine Adresse gefunden. DHGT - Die Arbeitsgemeinschaft Schlangen war auf ihrer HP mit Emailadressen und Telefonnummern ihrer Mitarbeiter vertreten und sah mir kompetent aus.

Meine Angst ließ mich zum Telefonhörer greifen. Glücklicherweise hatte ich sofort eine Verbindung mit einem sympathisch klingenden jungen Mann, der mir jedoch mitteilte, dass sein Freund, dem auch die Emailadresse gehörte, nach Südamerika ausgewandert ist und er den Kontakt übernommen hatte. Er bot mir sofort an, dass ich ihm ein Bild schicken könne, er würde mir dann innerhalb kürzester Zeit Auskunft geben, denn auch er wäre Schlangenexperte.
Schlangenhaut.JPG
Schlangehaut
Tasche.JPG
ehrlich gesagt, mich erinnerte die Haut ein wenig an meinen Flohmarktschnapp...
Gesagt - getan. Ich schickte ihm ein Foto und hatte innerhalb von fünf Minuten seine Antwort:

Er sagte mir, dass wir stolz darauf sein dürfen, so ein seltenes Tier in unserer Mauer zu beherbergen. Es handele sich 100prozentig um keine Giftschlange, sondern um eine ungiftiges Exemplar, nach seinen Angaben handele es sich um eine

-Gelbgrüne Zornnatter (Coluber viridiflavus), die bis jetzt nur aus dem Pyrenäeneinzugsgebiet bekannt ist

ODER eine

-Hufeisennatter (Coluber hippocrepis), was wahrscheinlicher war. Obwohl diese Schlangenart normalerweise heller und stärker gezeichnet ist, kommt sie auch in dieser sehr dunklen Variante vor.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Frank Weinsheimer bedanken, der mein Herz wieder langsamer schlagen ließ!

Später konnte ich noch ein Foto der Schlange machen, als sie aus ihrem Winterquartier kam, um sich die warmen Sonnenstrahlen auf die glatte Natterhaut brennen zu lassen.

Hier könnt ihr erkennen, wo sie sich versteckt hält. Sie blickt recht keck aus ihrer Höhe herunter und ändert ihren Aufenthaltsort mit wanderndem Sonnenstand, manchmal schaut ihr Schwanz aus einer viel weiter entfernten Mauerritze heraus - oder ist sie etwa soooo lang? Nach Aussage des Schlangenexperten beträgt die Länge der ausgewachsenen Reptilien ca. 2 Meter!!!!

Inzwischen leben wir auf dem Campo. So eine große Schlange haben wir nie wieder gesehen, dafür aber kleine.
Schlange%20Campo1.jpg
Schlange Campo2.jpg
Manchmal liegen sie überfahren auf der Straße oder man findet Schlangenhäute, wenn die Schlangen sich gehäutet haben.

Könnt ihr auch mit Fotos dienen?

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von kala » So 23. Aug 2009, 20:26

Hallo,
nein mit Fotos kann ich nicht dienen, nur mit Erfahrungen. Von einer rot gestreiften Schlagen im Büro an der Gardinenstange, bis hin zu den beiden Varianten von Dir (die wir auf unseren Streifzügen häufiger gesehen haben als uns lieb war). Irgendwie erschrickt man ja immer bei den Schlagen, die sind auch irritiert und wenn dann noch der Hund hingeht und mal eben nachsehen will, warum dieser Stock sich bewegt, dann kommt so richtig Panik auf. Nun ja, passiert ist nicht. Das rote Monster ist auch Richtung Montgo getürmt - hat allen einen mächtigen Schrecken eingejagt. Sicher war sie irgendwo entwischt.
lg
kala

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Gast6 » Mo 24. Aug 2009, 09:26

Ja das leidige Thema mit den Schlangen.....
Es gibt sehr wohl an der Costa Blanca Schlangen die dem Menschen gefährlich werden können.
Die Vibora oder Sacre wie die Spanier sagen, das müsste dann eine Stülpnasenotter sein. Die ist in etwa so giftig wie eine Kreuzotter. Die ist klein und wird nicht länger als ca. 60 cm.
Nun Terrarien Besitzer gibts auch genug und ich bin sicher dass es auch genug Schlangen hier gibt die nicht hier her gehören!
Gott sei Dank können sich entlaufene oder ausgesetzte Tiere nicht vermehren da sie keinen Partner finden.
Ich teile in Punkto Schlangen die Einstellung der Spanier, rund ums Haus erstmal draufhauen, Punkt. Im Campo o.k., am Haus NICHT!
Das ist zwar nicht richtig aber auf Grund der mangelnden Erfahrung und da ich nicht weiss um welche Schlange es sich handelt ist das besser und sichere für mich und meine Tiere.
Auch der Biss einer ungiftigen Schlange macht genug Probleme und Stress. Das muss ich nicht haben.
Dateianhänge
schlange4.JPG
Culebra ca. 160 cm

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von flyinair » Mo 24. Aug 2009, 23:53

Das Thema Schlangen betrifft auch uns.
Da wir damit in D ja bisher überhaupt nicht damit konfrontiert wurden.
Letzte Woche hat eine Schlange unseren Hund in die Nase gezwickt (gebissen), aber nur ganz wenig.
Er ist sofort erschrocken und weggerannt.
Diesen Monat hat diese Schlange uns schon zwei mal einen Besuch abgestattet. Sie hat so ähnlich ausgesehen wie auf den Fotos im ersten Beitrag, ca 1,5m lang.
Wir haben das Haus direkt im Anschluss an einen Baranco, da bleibt dies wohl nicht aus.
Ende letzes Jahr war eine ca. 1m Schlange in der Küche und verschwand hinter den Einbauschränken. Ich habe sie nie gefunden.
Mit dem müssen wir halt leben und dem Hund hat es ja zum Glück nichts gemacht.

Gerd aus Calpe

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Citronella » Di 25. Aug 2009, 14:54

Ausgewachsene lebendige Exemplare habe ich hier noch nicht gesehen (nur plattgefahrene). Allerdings verzichte ich freiwillig auf die Begegnung der besonderen Art @-) . Kleine junge Schlangen auf dem Campo reichen mir.

Saludos
Citronella

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Giftige Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Oliva B. » Di 25. Aug 2009, 16:11

1) Hat schon jemand gehört, dass jemand wegen eines Schlangenbisses an der Costa Blanca getötet wurde? Ich auf jeden Fall noch nicht.

2) Es gibt keine zehn Schlangensorten an der Costa Blanca. Darunter sind drei, die giftig, aber nicht tödlich sind.

a)Malpolon monspessulanus (Eidechsennatter)

Diese scheue Schlange ist im ganzen Mittelmeerraum vertreten und zwischen 1,50 bis 2 Meter lang und sie ist streng geschützt :!: Erwachsene Tiere sind olivgrün dunkelbraun oder gräulich. Ihre Beute sind Kleintiere. Normalerweise fliehen Schlangen vor Menschen, sobald sie eine Vibration spüren. Sie beißen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen. Die Eidechsennatter hat kein starkes Gift, ihr Biss kann aber für Allergiker gefährlich werden.

b)Macroprotodon cucullatus (Kapuzennatter)

Diese Schlange ist dämmerungs- und nachtaktiv. Ihr Verbreitungsgebiet ist groß, deshalb steht sie auch nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere, obwohl ihr Lebensraum (Geröll, trockene Gebiete) durch Besiedlung abnimmt. Sie hält sich tagsüber unter Steinen und in Erdspalten auf, aber auch in brüchigem Mauerwerk (Natursteinmauern/Ruinen). Sie ist hellgrau, graubraun oder rötlichbraun, mit Flecken auf dem Rücken und den Seiten. Im Nacken hat sie einen dunklen Fleck. Sie ernährt sich ebenfalls von Kleintieren und hält eine Winterruhe von 4-6 Monaten. Die Kapuzennatter hat ihre Giftzähne weit hinten, deshalb ist sie für den Menschen relativ ungefährlich. Sie wird max. 50 cm groß-

c)Stülpnasenotter (Vipera latastei oder Vipera latasti )

Sie hält sich an Geröllhängen, aber auch in Weinbergen und Olivenhainen auf. Man sollte nicht ins Dickicht greifen, sondern erst mit einem Stock nach dem Rechten sehen Schlangen flüchten in der Regel, wenn sie Schritte vernehmen. Ihr Gift ist ein wenig stärker als das eine Kreuzotter und wirkt gewebezerstörend, jedoch ist ihr Biss selten lebensbedrohend.


Was tun bei einem Schlangenbiss?
Ein Schlangenbiss kann zu Schwellungen, Ödembildung, Erbrechen, Durchfall, Schockzustand etc. führen. Ältere, Kranke und Kinder sind besonders gefährdet. Deshalb sollte man sich auf den Boden legen und Hilfe holen lassen (Arzt) oder sich zum Arzt fahren lassen. Auf jeden Fall sollte man Anstrengungen vermeiden. Ein Antiserum wird nur bei schweren Fällen verabreicht, da die Gefahr einer allergischen Reaktion oder eines Schocks besteht. Auf keinen Fall sollte man die alten Hausmittelchen (Abbinden, Ausschneiden, Kühlen etc.) ausprobieren, sie haben sich allesamt nicht als wirkungsvoll erwiesen.

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Gast6 » Mi 26. Aug 2009, 09:28

Das hast du ja toll recherchiert! Wie meinst du das?
Oliva B. hat geschrieben:1) Hat schon jemand gehört, dass jemand wegen eines Schlangenbisses an der Costa Blanca getötet wurde? Ich auf jeden Fall noch nicht.
Ohne ärztliche Behandlung nicht tötlich?
Oder mit ärztlicher Behandlung nicht tötlich?
Ich weiss das immer wieder versucht wird alles Negative, dem Tourismus abträgliche, einfach schöngeschrieben wird. Das machst nicht nur du, das ist auch ein Grundkonzept der CBN (ich weiss das aus Erfahrung)
Nur hier sollte man richtig informieren nicht verharmlosen!
Das ist keine Kritik, das ist nur gut gemeint, wenn mal einer gebissen wird!
http://www.goruma.de/Wissen/Giftschlang ... otter.html

ZITAT: Neben (Klein)Kindern sind vor allem ältere oder gesundheitlich vorgeschädigte Menschen von schwereren Formen einer Vergiftung betroffen.
Und da gehören die meisten von uns dazu!!!

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Oliva B. » Mi 26. Aug 2009, 14:00

gerardo hat geschrieben:Das hast du ja toll recherchiert! Wie meinst du das?
Oliva B. hat geschrieben:1) Hat schon jemand gehört, dass jemand wegen eines Schlangenbisses an der Costa Blanca getötet wurde? Ich auf jeden Fall noch nicht.
Danke. Ja, ich habe recherchiert.
gerardo hat geschrieben:Ohne ärztliche Behandlung nicht tötlich?
Oder mit ärztlicher Behandlung nicht tötlich?
Ich weiss das immer wieder versucht wird alles Negative, dem Tourismus abträgliche, einfach schöngeschrieben wird. Das machst nicht nur du, das ist auch ein Grundkonzept der CBN (ich weiss das aus Erfahrung)
Nur hier sollte man richtig informieren nicht verharmlosen!
Das ist keine Kritik, das ist nur gut gemeint, wenn mal einer gebissen wird!
http://www.goruma.de/Wissen/Giftschlang ... otter.html
Man sollte auf jeden Fall den Arzt aufsuchen (bei 10-15 % der Bisse kommt es zu schweren Vergiftungserscheinungen), und selbst wenn sich keine Sympthome zeigen (z.B. weil es keine Giftschlange war oder weil es ein Verteidigungsbiss einer Giftschlange war, bei dem nicht immer Gift abgegeben wird). Mit einem Besuch beim Arzt kann man Infektionen vorbeugen.
gerardo hat geschrieben:ZITAT: Neben (Klein)Kindern sind vor allem ältere oder gesundheitlich vorgeschädigte Menschen von schwereren Formen einer Vergiftung betroffen.
Und da gehören die meisten von uns dazu!!!
Da magst du Recht haben. Doch wenn ich weiß, dass ich zu dieser Risikogruppe gehöre, dann versuche ich mich zu schützen und kein Risiko einzugehen. Das heißt: vernünftiges Schuhwerk, nicht in Gelände gehen, wo ich nicht weiß, was sich unter meinen Füßen bewegt und vielleicht auch noch einen Stock mitnehmen.

Mit Schönreden hat das nichts zu tun. Ich leben mitten auf dem Campo und wir arbeiten dort genauso wie unsere Nachbarn, ich weiß also wovon ich schreibe. Die Bauern würden wiederum lachen, wenn sie so eine Panikmache hören würden. Allerdings spaziert auch keiner von denen mit Sandalen oder barfuß wie die Touristen zwischen den Bäumen herum, hohe, derbe Wanderschuhe sind Voraussetzung, wenn man hier arbeitet.

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Gast6 » Mi 26. Aug 2009, 14:47

Ich weiss das, nur die Neulinge an der Costa Blanca die das Forum ja wohl anspricht, das sind genau die mit Shorts und Badeschlappen :d
Also sollten die auch wissen das es hier Schlangen und Skorpione gibt!
ausserdem nimms nicht persönlich, das war das einzige was mich gestört hat, schreib einfach beim 2. Satz den Arzthinweis dazu und gut...
Oliva B. hat geschrieben:1) Hat schon jemand gehört, dass jemand wegen eines Schlangenbisses an der Costa Blanca getötet wurde? Ich auf jeden Fall noch nicht.

2) Es gibt keine zehn Schlangensorten an der Costa Blanca. Darunter sind drei, die giftig, aber nicht tödlich sind.

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Re: Schlangen an der Costa Blanca

Beitrag von Oliva B. » Fr 27. Nov 2009, 19:11

Im letzten Monat begegnete uns bei einem Spaziergang durch unser Tal eine Treppennatter. Sie sonnte sich auf Steinen und wir konnten uns vorsichtig nähern und beobachten. Irgendwann schlängelte sie sich davon und ich konnte beobachten, wie sie über eine kleine Schlucht "sprang".
Schlange1.JPG
Treppennatter (Rhinechis scalaris, ehemals Elaphe scalaris)
Sc hlange2.JPG
Schlangenkopf -
Unmittelbar hinter den Augen erstreckt sich ein schwarzes Band, das schräg in den Nacken läuft.
Sc hlange2.JPG (115.27 KiB) 12973 mal betrachtet
Schlange3.JPG
Man erkennt sie an zwei dunklen Längsstreifen auf dem Rücken; die vom Hals bis zur Schwanzspitze gehen. Die Zeichnung der Jungtiere ist treppenartig, daher stammt die Bezeichnung.
Schlange4.JPG
Der Kopf ist leicht dreieckig mit zugespitzter Schnauze, die Pupillen sind rund. Vor den Augen liegen sieben bis neun große Schuppen, die Oberlippenschilder (Supralabialia), wobei das vierte und das fünfte an die Augen stoßen. Hinzu kommt ein Voraugenschild (Praeoculare).
hlange4.JPG[/attachment]
Schlange5.JPG
Sc hlange6.JPG
Treppennatter - fotografiert am 13.10.2009
Die Treppennatter ist in Portugal, Spanien und Südfrankreich heimisch; aber auch auf Menorca findet man sie, obwohl sie dort nicht so groß wird. Auf dem Festland wird sie bis 1,60 Meter lang.
Die Treppennatter ist sowohl tag- als auch dämmerungsaktiv und ernährt sich hauptsächlich von Kleinsäugern bis zur Größe von kleinen Kaninchen und Vögeln, die sie mit dem Maul ergreift und danach mit ihrem Körper erwürgt. Sie ist relativ aggressiv und attackiert potentielle Feinde mit heftigen Bissen, wobei sie allerdings kein Schlangengift besitzt. Sie lebt auf der Erde, kann jedoch auch an Pflanzen oder Mauerwerk klettern. Bei starker Sonneneinstrahlung und starkem Wind suchen die Tiere Schutz unter Steinplatten.
Schlange 7.JPG
Die Natter verschwand zwischen den Felsen, ich sah, wie sie später eine Felsspalte von ca. 2 m "springend" überwandt.
Die Nächte verbringen die Tiere in Wohnhöhlen im Erdboden, sehr häufig in leerstehenden Bauten von Kleinsäugern. Etwa ab Oktober bis November ziehen sich die Schlangen zurück und halten eine Winterruhe, die etwa vier bis fünf Monate andauert. Eine besondere Gefährdung dieser Art besteht nicht, da sie als ungiftige Schlange nicht übermäßig bejagt wird und auch keine besondere Bindung an spezifische Lebensräume hat.

Wie alle europäischen Schlangen steht sie allerdings unter Artenschutz und wird im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (WA II/Anhang B) gelistet. Diese Textauszüge stammen aus dem Wikipedia-Artikel über die Treppennatter.

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