Stromversorgung

von den Iberern bis zur Neuzeit
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Matonkikí
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Stromversorgung

Beitrag von Matonkikí »

Wetterbedingte Stromausfälle gibt es natürlich immer und überall...

Die Ausführungen der vergangenen Tage hier, über die Stromausfälle der vergangenen Unwetter-Tage, haben es wieder in Erinnerung gerufen: als ich und meine Familie im Spanien der 50er-Jahre gelebt haben, waren Stromausfälle unser tägliches Brot... Niemand hat sich darüber aufgeregt. Da aber damals noch mit Holz gefeuert wurde um das Mittagessen auf den Tisch zu bekommen und der Kühlschrank mit Eis-Kloben bestückt wurde um die Sachen haltbarer zu machen, usw. traf uns das halt nicht ganz so hart, wenn es hiess, "ab 10 h kein Strom": es gab "handbetriebene" Mixer, bügeln konnte man zwar elektrisch, aber dann wurde das halt auf den frühen Morgen oder den späteren Nachmittag verlegt... Dumm war nur dass das Radio und/oder der Plattenspieler dann auch nicht gingen... was anderes zur Unterhaltung gab es ja nicht... Das erste Batterie-betriebene Kofferradio bekam ich 1963... Klima-Anlagen???: morgens alles aufmachen und wenn die Sonne kam alles wieder verrammeln... bis zum Abend, dann wieder aufmachen und die Mücken reinlassen... :mrgreen:

Besonders die Sommermonate waren von den damals genannten "Restricciones" geprägt, weil im damaligen Spanien einfach nicht ausreichend Strom produziert werden konnte, die im Bau befindlichen "Pantanos" waren noch nicht aktiv... 8-) Grüsse aus der Vergangenheit, Oma-Madeleine :* :d

Gast5
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Gast5 »

Da heute alle vom Strom abhängen, sollte man sich da ein kleines Notstromaggegat zulegen, mit dem man solche Unterbrechungen überbrücken kann.
Das wäre noch eine Marktlücke an der Costa Brava. ;-)

An der Algarve hat diese ein Deutscher längst erkannt und dort einen florierenden Betrieb mit Notstromaggregaten aufgebaut.

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Oliva B.
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Oliva B. »

Pedro hat geschrieben:Da heute alle vom Strom abhängen, sollte man sich da ein kleines Notstromaggegat zulegen, mit dem man solche Unterbrechungen überbrücken kann.
Das wäre noch eine Marktlücke an der Costa Brava. ;-)
Vielleicht nicht nur dort, sondern auch hier bei uns, an der Costa Blanca ;-) :?:

Pedro hat geschrieben:An der Algarve hat diese ein Deutscher längst erkannt und dort einen florierenden Betrieb mit Notstromaggregaten aufgebaut.
Hier gibt es zum Beispiel Deutsche, die haben sich einen florierenden Betrieb aufgebaut, damit ihre Kunden die Sonnenenergie nutzen können :mrgreen: und glaube mir, die leiden nicht unter ausgefallenem Strom, denn zu diesen Anlagen gehört ein Notstromaggregat (wahlweise gas- oder benzinbetrieben).

Wir standen auch einmal vor der Alternative, unseren Strom aus dem Netz oder über Fotovoltaik zu beziehen. Die Rechnung war einfach, Fotovoltaik war billiger. Und seitdem wir unseren Strom kostenlos und ohne Folgekosten von der Sonne beziehen, hatten wir nur einen Stromausfall, der war aber durch eigenes Verschulden verursacht. Vielleicht wäre das auch eine Überlegung für einige unter euch, wo wir doch jetzt DEN Experten der Costa Blanca in unserem Forum haben?
Matonkiki2 hat geschrieben:Wetterbedingte Stromausfälle gibt es natürlich immer und überall...
Wie bereits oben geschrieben, gehören Stromausfälle, der Fotovoltaik sei Dank, bei uns der Vergangenheit an.
Matonkiki2 hat geschrieben:Die Ausführungen der vergangenen Tage hier, über die Stromausfälle der vergangenen Unwetter-Tage, haben es wieder in Erinnerung gerufen: als ich und meine Familie im Spanien der 50er-Jahre gelebt haben, waren Stromausfälle unser tägliches Brot... Niemand hat sich darüber aufgeregt. Da aber damals noch mit Holz gefeuert wurde um das Mittagessen auf den Tisch zu bekommen und der Kühlschrank mit Eis-Kloben bestückt wurde um die Sachen haltbarer zu machen, usw. traf uns das halt nicht ganz so hart, wenn es hiess, "ab 10 h kein Strom": es gab "handbetriebene" Mixer, bügeln konnte man zwar elektrisch, aber dann wurde das halt auf den frühen Morgen oder den späteren Nachmittag verlegt... Dumm war nur dass das Radio und/oder der Plattenspieler dann auch nicht gingen... was anderes zur Unterhaltung gab es ja nicht... Das erste Batterie-betriebene Kofferradio bekam ich 1963... Klima-Anlagen???: morgens alles aufmachen und wenn die Sonne kam alles wieder verrammeln... bis zum Abend, dann wieder aufmachen und die Mücken reinlassen... :mrgreen:
"Tägliches Brot" sind Stromausfälle an der Costa Blanca sicher nicht mehr, aber sobald es regnet und gewittert, hat man gute Chancen, auf einmal im Dunkeln zu stehen.
Ein anderes Thema sind Stromausfälle, die selbst verursacht werden:
Viele (besonders ältere) Häuser sind nicht genügend abgesichert, um die heute üblichen Haushaltsgeräte auf einmal laufen zu lassen. Da brauchen nur mehrere elektrische Geräte auf einmal eingeschaltet werden, schon versagt die Elektrik :roll: (die Sicherung fliegt raus :roll: ).
Matonkiki2 hat geschrieben:Besonders die Sommermonate waren von den damals genannten "Restricciones" geprägt, weil im damaligen Spanien einfach nicht ausreichend Strom produziert werden konnte, die im Bau befindlichen "Pantanos" waren noch nicht aktiv... 8-) Grüsse aus der Vergangenheit, Oma-Madeleine :* :d
Was bitteschön, sind Pantanos :-o , Madeleine?

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Florecilla
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Florecilla »

Oliva B. hat geschrieben:Was bitteschön, sind Pantanos , Madeleine?
Gut, dass du fragst, Oliva. Ich hab' mich nämlich nicht getraut.
Hasta luego,
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Thorsten Massel
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Thorsten Massel »

Also, ich glaube mit " Pantanos" sind Stauseen gemeint. Eine Möglichkeit, in Zeiten des erhöhten Verbrauchs schnell Strom zu erzeugen, ist, Schleusen zu öffnen, der daraus resultierende Wasserstrom betreibt Turbienen, und diese wiederum erzeugen Strom.
Das grosse Problem des "Stroms" ist, das die Speicherung nur sehr schlecht möglich ist. Die Kunst der E-Werke besteht darin, jederzeit genügend bereitzuhalten, um den Bedarf zu decken. Beispiel: Fussballentspiel- Halbzeit- alles rennt zur Cafemaschiene.
Dies wird z.B. durch Stauseen ermöglicht. Auch wird oft in Zeiten von niedrigem Stromverbrauch Wasser nach oben gepumpt, um dann im Bedarfsfall durch Schwerkraft Turbienen zu betreiben.

Thorsten Massel
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Thorsten Massel »

Pedro hat geschrieben:Da heute alle vom Strom abhängen, sollte man sich da ein kleines Notstromaggegat zulegen, mit dem man solche Unterbrechungen überbrücken kann.
Das wäre noch eine Marktlücke an der Costa Brava. ;-)

An der Algarve hat diese ein Deutscher längst erkannt und dort einen florierenden Betrieb mit Notstromaggregaten aufgebaut.
Auch hier möchte ich gerne meinen Senf dazugeben:
Ein kleines Notstromgerät ist sicherlich keine schlechte Lösung. Man sollte aber bedenken, dass es im Falle eines Stromausfalls erst mal gefunden, - gestartet, - angeschlossen werden muss. Es muss oder sollte regelmässig gewartet werden, Sprit muss auch drin sein etc. Etwas aufwändig, vor allem wenn man sich mal vorstellt, dass der Strom ausfällt und das Ding nicht anspringen will. :(( . Und noch eine ganz wichtige Sache: Sollte der Iberdrola-Strom unverhoffter Dinge wieder funktionieren, während das Notstromgerät am Hausnetz hängt, fliegen alle Sicherungen und das Notstromgerät ist mit 99% Sicherheit im Eimer.
Für Computer und andere kleinere Geräte gibt es heutzutage die sogenannten "SAI´s". Unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie verhindern das "Abstürzen" des Computers. Nachteil: Relativ kurze Laufzeit, d.h. nach einer Stunde oder so, je nach Leistung, geben auch diese Geräte den Geist auf. Daher eignen sie sich gut zum Sichern der Dateien etc, bevor man dann abschaltet.

Eine wirkliche Alternative ist eine Notstromversorgung mit einer unabhängigen Batterie, einem Wechselrichter, und einem Solarpanel, dass für die laufende Ladung der Batterie sorgt. Diese Anlagen können so installiert werden, dass sie bei Ausfall von Iberdrola automatisch den Dienst übernehmen, und bei der Rückkehr von Iberdrola sofort abschalten. Die Dimensionierung der Anlage- und damit die Kosten, richten sich nach den Wünschen des Hauseigentümers, d.h. welche Geräte sollen wie lange funktionieren. Ein Beispiel: Vor kurzen haben wir eine solche Anlage für ca € 1000.00 bei einem Kunden in Javea installiert. Die Vorgabe war, dass der Fernseher mit Sat-Schüssel und 2 Lampen funktionieren sollten. Resultat: Bei den letzten Regenfällen konnte der Krimi zuende gekuckt werden und das Haus war nicht im Dunkeln :-D .

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Matonkikí
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Matonkikí »

@ Oliva

"Pántano" bedeutet Stausee oder Staudamm. So weit ich weiss, wurde mit dem Bau solcher Anlagen erst in den 40er Jahren begonnen und zu der Zeit als wir in Spanien lebten, gab es sie längst nicht in allen Regionen... es waren mit Bestimmtheit einige weniger als heute...!

Dass Solar-Anlagen letztlich von den Strom-Ausfällen nicht betroffen sind, wusste ich gar nicht, habe einfach nicht darüber nachgedacht... Aber auch ohne dieses Wissen, hielt und halte ich Solar-Anlagen für eine gute Sache, zumal in Spanien...

:-D Madeleine

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Re: Stromversorgung

Beitrag von Florecilla »

Thorsten Massel hat geschrieben:Beispiel: Fussballentspiel- Halbzeit- alles rennt zur Cafemaschiene.

Kaffeemaschine ??? Ich dachte immer, dass es beim Fussball Bier gibt und der Weg in der Halbzeit zum Kühlschrank führt.
Es sei denn, das Spiel ist so langweilig, dass man den Kaffee braucht, um wach zu bleiben :-D
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Oliva B.
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Oliva B. »

matonkiki2 hat geschrieben: Da aber damals noch mit Holz gefeuert wurde um das Mittagessen auf den Tisch zu bekommen und der Kühlschrank mit Eis-Kloben bestückt wurde um die Sachen haltbarer zu machen, usw.
Wie oft habe ich mich schon gefragt, warum diese Herde so sehr in Vergessenheit geraten sind. In den Wohnräumen hingegen sind offene und geschlossene Kamine der Renner, denn sie verbreiten mit ihrem Feuer außer Wärme auch noch Gemütlichkeit.
Holzherd.jpg
Denselben Effekt kann man mit einem Holzherd in der Küche erzielen. Diese Herde eignen sich nicht nur zum Kochen und Backen, sondern auch zum Heizen. Auf der riesigen Herdplatte dieser holzbefeuerten Küchenöfen (die es heute als moderne oder nostalgische Nachbauten gibt) kann man mehrere Töpfe gleichzeitig unterbringen, ein Traumherd für jeden, der gern kocht. Allerdings muss man dann für den Sommer einen Gas- oder Elektroherd als Zweitgerät zur Verfügung haben, denn ich kann es mir nicht vorstellen, bei über 30 Grad auf einem Holzherd zu kochen.

@Madeleine
Wie habt ihr das früher im Sommer gemacht? Blieb da die Küche bei hochsommerlichen Temperaturen kalt?
Und woher habt ihr die Eiskloben für euren Kühlschrank bekommen und wo wurden sie untergebracht? Gab es dafür ein Fach, worauf die Lebensmittel gelagert wurden?
Matonkiki2 hat geschrieben:@ Oliva
"Pántano" bedeutet Stausee oder Staudamm. [...]
Da hat der Thorsten Massel uns also alles richtig erklärt :-D
Matonkiki2 hat geschrieben:Dass Solar-Anlagen letztlich von den Strom-Ausfällen nicht betroffen sind, wusste ich gar nicht, habe einfach nicht darüber nachgedacht... Aber auch ohne dieses Wissen, hielt und halte ich Solar-Anlagen für eine gute Sache, zumal in Spanien...
:-D Madeleine
Wenn die Akkus der Solaranlage einmal nicht mehr genügend "Saft" haben, wird der Generator angeschaltet, aber das geht heutzutage automatisch. Man braucht ihn eigentlich nur, wenn es mehrere Tage ohne Unterlass regnet, so wie in den vergangenen Tagen (heute haben wir wieder den schönsten Sonnenschein :-D ). Sogar bei bewölktem Himmel kann noch so viel Energie gespeichert werden, dass die Stromversorgung mit Solar gesichert ist. Das ist schon eine feine Sache 8-)

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Matonkikí
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Matonkikí »

@Oliva

Zu Deiner Frage, wegen der Handhabung der Holz-gefeuerten Herde im Sommer: meine Oma war, so lange sie lebte, zuständig für die Mahlzeiten und das warme Mittagessen hat sie jahrein-jahraus auf dem Holzherd zubereitet, egal bei welchen Temperaturen... Im Sommer war halt das Fenster dabei offen, sofern nicht gerade die Sonne hereinschien... Da wir in meiner Kindheit in unterschiedlichen Häusern wohnten, war es aber auch nicht überall gleich. Ich kann mich erinnern, dass wir zeitweise in einer alten Villa wohnten, da war das Küchen-Fenster in nordöstlicher Richtung gelegen, hatte also bestenfalls am früheren Morgen Sonnenschein... Später, in einer anderen Wohnung, schien die Sonne erst ab Mittag in die Küche herein, da hat man sich halt mit einer "Persiana" beholfen (einer Art dunkelgrünen Rolladen aus dünnen Stäbchen ) mit einer Schnur zum hochziehen, ähnlich wie die heutigen Innen-Rollos von Ikea... Aber es wurden ja auch nicht nur die Mahlzeiten zubereitet auf dem Herd, es musste z.B. auch der totale Bedarf an heissem Wasser dort in grossen Kesseln erhitzt werden, egal ob für die Haarwäsche oder die morgendliche Toilette (die aber im Sommer auch kalt bewältigt werden konnte!) oder das Bad in der Wanne... Und es wurde natürlich auch viel gebacken, besonders zu den Feiertagen... Ich kann mich auch dunkel erinnern, dass zeitweise sogar mit einem in der Glut des Herdes erwärmten, gusseisernen Bügeleisen gebügelt wurde... Die Glut diente auch im Winter zum Füllen der "Braseros", einer Art Pfanne mit gelöchertem Deckel, die unten in ein Loch in einem runden Tisch eingepasst wurden und dort sass man abends drum herum, z.B. wenn man Besuch hatte, um es etwas gemütlich warm zu haben. Der Tisch war mit einer schweren, bis auf den Boden reichenden Tischdecke belegt, um die Wärme so lange wie möglich da drinnen halten zu können. In der Villa gab es sonst nur einen gusseisernen Ofen, bei dem aber die "Fenster" (aus einem mehrschichtigen Material, von dem ich nicht weiss was es war) immer wieder herausfielen... Im oberen Stock war noch in einem Schlafzimmer ein kleiner Kanonenofen, alle anderen Zimmer blieben unbeheizt...

Der Kühlschrank war eine Art Nachtkästchen aber höher, aus Holz, in dessen oberen Teil ein verzinkter Behälter eingelassen war, den man von oben her mit den Eiskloben bestücken konnte. Wie er innen aussah, kann ich nicht mehr sagen, (er hatte jedenfalls kein Innenlicht!), war wohl ca. 30 x 40 cm gross, mit einer Holztür mit einer Hebel-Klinke. Der Eis-Kloben sollte möglichst nicht zu gross sein, damit er in den Zink-Behälter hineinpasste und dafür kam jeden Tag jemand mit einem Eselskarren vorbei, der hatte eine Lederschürze, dicke Lederhandschuhe, einen Jute-Sack auf den Schultern und 2 grosse Metall-Haken und brachte den entsprechenden Kloben ("hielo para 2 Ptas.") geschultert sogar die Treppe hoch... Ob er im Winter auch kam, weiss ich leider nicht mehr, aber im Winter konnte man ja auch den "Mosquero" benutzen, ein mit ganz feinem Drahtgitter versehenen, in einem Teil des Fensters integrierten "Schrank", (entsprach wohl dem deutschen "Fliegen-Schrank") der dazu diente die Butter, Milch, usw. frisch zu halten. Strenger Frost war durch die Nähe des Hauses, der umliegenden Häuser und die nicht vorhandenen Extrem-Temperaturen wohl kaum zu befürchten... Aus dem Zinkbehälter wurde das Wasser (vom geschmolzenen Eis) dann jeweils ausgeschüttet, d.h. aufgefangen und dazu verwendet um das evtl. zu heisse Abwaschwasser abzukühlen...

Schade dass ich keine Fotos von damals habe, wir besassen zwar einen Fotoapparat, es wäre aber niemand auf die Idee gekommen das alles zu fotografieren... Alte spanische Spiel-Filme aus der Zeit würden vielleicht einen besseren Einblick verschaffen als ich ihn hier geben kann... :-? Matonkikí

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