Die CO2-Bilanz im Blick

Hier können politische Themen diskutiert werden, die von allgemeinem Interesse sind und nichts mit Spanien zu tun haben.
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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von villa » Sa 7. Sep 2019, 18:18

Wir werden hier keine Lösung finden, nicht weil wir uns nicht mögen sondern weil wir wie die ganze Welt respektive Menschheit ein grosses Problem haben. Verzicht ist keine unserer Stärken, streben nach mehr jedoch schon. Oder zumindest Erhalt unserer geliebten Gewohnheiten ( im Falle der meisten von uns hier im Forum... :mrgreen: fortgeschrittenes Alter)

Da helfen Steuern wenig. Genau so wie nur der Blick auf CO2.

Die Überheblichkeit unserer Rasse führt dazu dass wir denken wir finden eine Lösung für alles wenn es denn sein muss. Zu Schluss wird auch dieses Problem von der Natur gelöst werden.
Es ist klar dass wir auch nicht lernfähig sind in dieser Sache.

Kleines Beispiel: Osterinseln, die Bewohner haben Ihren Lebensstil gelebt bis es nicht mehr ging. Nur die haben bloss eine Insel für Menschen unbewohnbar gemacht, wir machen es mit dem ganzen Planeten. Da dürfen dann nur noch Wenige bleiben die vieleicht ausweichen können. >:) >:) >:)

Die Lösung zum überleben der grossen Masse könnte nur Verzicht sein.
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chupacabra
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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von chupacabra » So 8. Sep 2019, 10:36

so eine „erlaubte“ Pro-Kopf-Emission von zum Beispiel 2,7 t CO2 pro Jahr berechnet
Was mich vielmehr bei diesem Thema verunsichert, ist das zukünftige Pro-Kopf-Budget. Wenn dies auch nur annähernd stimmt, dann geht es auch nicht um eine kleine Lösung oder einen Verzicht auf nette Gewohnheiten. Da muss die gesamte Welt umgekrempelt werden und das in einer relativ kurzen Zeit. So ab bzw. bis 2035, das ist wirklich nicht mehr lang hin. Der aktuelle Durchschnittswert für Deutsche liegt etwa bei 8,9 t CO2 pro Jahr. Da werden viele Arbeitsplätze in allen Sektoren wegfallen bzw. sich die Realeinkommen deutlich reduzieren.

Quellen: wikipedia.
Saludos chupacabra

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Frambuesa
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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von Frambuesa » So 8. Sep 2019, 11:13

chupacabra hat geschrieben:
So 8. Sep 2019, 10:36
. . . Wenn dies auch nur annähernd stimmt, dann geht es auch nicht um eine kleine Lösung oder einen Verzicht auf nette Gewohnheiten. Da muss die gesamte Welt umgekrempelt werden und das in einer relativ kurzen Zeit...
Vermutlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass sich Homo Sapiens abschaffen muss :idea:

Ich entschuldige mich jetzt schon dafür, dass ich lebe, atme, esse, pup... und ...... :oops:
Wenn meine Eltern das schon alles geahnt hätten, wer weiß, ob sie nicht doch lieber verhütet hätten :roll:
Saludos Frambuesa
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Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können,
muss man vor allem ein Schaf sein. Bild

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chupacabra
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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von chupacabra » So 8. Sep 2019, 12:21

Vermutlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass sich Homo Sapiens abschaffen muss ...
... vielleicht auch nicht, eventuell nur den "homo germanicus". Man sollte sich vielleicht einmal fragen, warum Länder mit vergleichbarem Lebensstandard einen deutlich niedrigeren CO2-Verbrauch pro Kopf haben als die Deutschen:

DE: 8,9
vs.
FR: 4,4
CH: 4,5
ES: 5,1
IT: 5,4
UK: 5,7.

Liegt es daran, dass unser Wohlstand auf alten Industrien basiert? Oder dass die anderen Länder ihren Strom überwiegend aus Atomkraftwerken beziehen? Oder dass wir häufiger und weiter fliegen müssen, um unseren Platz an der Sonne und am Meer zu haben?

Verstehe inzwischen, warum dieses Thema in Spanien faktisch kein Thema ist und warum mir dort keine FfF-Bewegungen aufgefallen sind.

Hier die Quelle: Pro-Kopf-CO2-Emissionen nach ausgewählten Ländern weltweit
Saludos chupacabra

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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von Hessebub » So 8. Sep 2019, 12:55

Die bösen bösen deutschen aber auch :lol:
Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben :mrgreen:

LG Wolfgang

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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von camahewe » So 8. Sep 2019, 17:02

Sicher, wir müssen uns ändern. Wir kämpfen um jedes Milligramm schädlicher Abgase. Aber da müsste die ganze Welt mitmachen.

Hier zum Beispiel einige Bilder aus Indien.
Eine Frau fertig aus Kuhdung Brennmaterial her.
Eine Frau fertig aus Kuhdung Brennmaterial her.
Die Fladen werden getrocknet.
Die Fladen werden getrocknet.
Dann qualmt der Rauch aus den Ziegelbrennereien.
Dann qualmt der Rauch aus den Ziegelbrennereien.
Und es gibt über eine Milliarde Inder!

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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von Josefine » Mo 9. Sep 2019, 00:49

Alles nicht so einfach mit der Energiewende in Deutschland, vor allem mit der Windenergie. Sie soll ja die CO2-Bilanz senken.

Der Windenergiegipfel endet ergebnislos kann man heute lesen. Mit der Genehmigung neuer Windräder klappt es auch nicht wie gewünscht. Diese möchten viele Bewohner wohl auch nicht unbedingt in der Nähe haben. Die Dauer der Verfahren sei von durchschnittlich 300 Tagen im Jahr 2015 auf durchschnittlich 800 Tage im Jahr 2018 gestiegen. Klimaziele seien in Gefahr. :-o
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-09/ ... tsminister
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine (Jofina)

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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von benicalptea » Mo 9. Sep 2019, 08:25

chupacabra hat geschrieben:
Fr 6. Sep 2019, 17:47
Josefine hat geschrieben:
Fr 6. Sep 2019, 15:54

Ihr wisst aber schon, dass es außer Kreuzfahrtschiffen noch Containerschiffe, Öltanker, und Frachter gibt, die meist mit Schweröl laufen, welches die Umwelt belastet? ;-) Da muss halt die Politik ran. Kreuzfahrtschiffe machen übrigens nur einen ganz geringen Anteil dieser "Dreckschleudern" aus.
Du weisst aber schon, dass er zwischen den einen und den anderen Schiffen einen gewaltigen unterschied gibt? Das eine ist unnötig und das andere (vielleicht) nötig. Um bei einem Spanischen Beispiel zu bleiben: Einen Stier beim Stierkampf zu töten, ist doch auch etwas anderes, als einen Stier zur Nahrungsmittelproduktion zu töten? Das erstere kann man doch einfach und sofort abschalten.
Kreuzfahrtschiffe machen übrigens nur einen ganz geringen Anteil dieser "Dreckschleudern" aus.
... aber einen unnötigen Teil. Und daher muss man dort sofort ansetzen. Und jedes Element einzeln betrachtet, hat stets nur einen geringen Anteil.
Der weltweite Flugverkehr war 2014 für zwei Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen weltweit verantwortlich …
Das würde ich als wahnsinnig viel betrachten, wenn man dies als einzel Element sieht. Jetzt sind wir in 2019. Dann sind dies heute dann 5%?
Zum Vergleich: Die globale Zementproduktion trug im selben Jahr vier Prozent der Emissionen bei, die weitere Bauindustrie gar zehn Prozent. Wird man das eindämmen, natürlich nicht. Die Menschen, die immer mehr werden, brauchen schließlich Wohnraum.
Deswegen muss man ja um so härter an die Elemente ran, die unnötig sind.
Aber auch auf die (evtl.) nötigen Containerschiffe könnte man Katalysatoren bauen ;) Mein Auto habe ich auch nötig, damit muss ich zur Arbeit und Geld für meine Familie verdienen. Und ich muss einen Kat haben und zahle Steuern ohne Ende......
Gruß Sascha
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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von benicalptea » Mo 9. Sep 2019, 08:33

Frambuesa hat geschrieben:
Fr 6. Sep 2019, 19:15

Was mich an dieser Stelle ganz besonders wundert ist, dass ich noch nirgends z.B. die Formel-1,
Das ist eigentlich sehr schnell erklärt. Der komplette (also alle Autos und alle Rennen) Formel eins Zirkus bringt es pro Jahr gerade mal auf gute 5000km. Das fährt ein normaler Pendler bereits in 2 Monaten zur Arbeit. Des Weiteren sind die heutigen Formel 1 Wagen bereits Hybridfahrzeuge! Wenn dann ab 2021 der vollsynthetische Kraftstoff in der Formel eins benutzt wird, fahren die Fahrzeuge komplett CO² neutral.
Gruß Sascha
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Re: Die CO2-Bilanz im Blick

Beitrag von Eisbär » Mo 9. Sep 2019, 09:49

Katalysatoren für grosse Schiffe? Nein, wohl eher nicht, das Problem besteht im Schiffsantrieb mit dem billigen Schweröl, was nichts anderes ist, als der zähflüssige "Abfall", der in der Raffinerie vom Erdöl übrig bleibt. Das Zeug hat eine Konsistenz nahe an Teer und einen hohen Anteil an giftigen Bestandteilen. Da müsste ein Abgasfilter ran, was aber keiner bezahlen wird.

In der Zementindustrie (und anderen stark CO2-lastigen Industrieanlagen) bestehen durchaus Möglichkeiten, den CO2-Anteil im Abgas zu binden und endgültig durch verpressen in tiefen Gesteinsschichten zu lagern (CO2 ist unter Druck flüssig und löst sich im Wasser). Nur das muss eben auch bezahlt werden.
Wären Yin und Yang ein Paar, hätten dann ihre Kinder eine gleichmässig graue Haut?

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