Asylanten

Hier können politische Themen diskutiert werden, die von allgemeinem Interesse sind und nichts mit Spanien zu tun haben.
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Übergriffe in Ceuta

Beitrag von Cozumel » Mo 20. Feb 2017, 14:00

Was ist denn das für ein bizarres Verhalten der EU bzw. von Spanien, dass die Asylanwärter erst ihr Leben riskieren müssen, in dem sie über einen lebensgefährlichen Zaun klettern müssen.
Danach werden sie in Hospitälern versorgt und können Asyl beantragen????
Wie verrückt ist das?
Könnte man denn nicht in einer Zwischenstation (ähnlich wie die Hotspots) natürlich nicht auf europäischem Gebiet, die Papiere prüfen, Fingerabdrücke abnehmen und Flüchtlinge ohne Papiere und die die aus Ländern kommen die als sicher gelten, gleich wieder zurückweisen und andere einlassen.

Und wie verrückt ist es von den Flüchtlingen zu glauben, sie können mit Gewalt in ein Land oder eine Union einbrechen und das ist ihr gutes Recht?
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Re: Asylanten

Beitrag von balina » Mo 20. Feb 2017, 18:03

Zum einen gebe ich dir Recht, Cozumel. Die Flucht läßt sich nicht aufhalten, daher wäre eine geordnetere, kontrollierte Asyl gewährende angebracht. Die gibt es aber immer noch nicht.

Deswegen halte ich deinem letzten Satz auch entgegen, daß jemand, dessen Haus brennt, auch aus dem brennenden Haus springt. Auch wenn es aus dem 30. Stockwerk ist.

Die Aktion, dass die Flüchtlinge gerade jetzt über den 6 m hohen Zaun in solchen Massen klettern konnten, halte ich für ein gezieltes Politikum, mit dem gezeigt werden sollte, dass Menschen auch nicht von einer 6 m hohen Mauer/Zaun abgehalten werden können. Nur falls schon weltweit vergessen wurde, dass auch eine Mauer mit Mammutrollen oben drauf, Selbstschußanlagen und hungrigen Hunden davor sowie schußbereiten Soldaten auf Türmen daran entlang, Flüchtende nicht davon abhalten konnten, ihr Leben zu riskieren, um einem ungeliebten System zu entkommen. Eins, das vergleichsweise auch noch als total sicher gegolten hätte, läge man die heutigen Maßstäbe an.
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Re: Asylanten

Beitrag von Cozumel » Mo 20. Feb 2017, 18:37

Ich habe mich von der 1. Stunde an für die Aufnahme von Flüchtlingrn ausgesprochen. Häufig als einzige und gegen alle anderen.
Ich finde nur, so langsam müssten nun Wege gefunden werden das kontrollierter ablaufen zu lassen.

Und was die Flüchtlinge betrifft, schockt mich schon die Agressivität mit der sie die Grenzen anderer Länder durchbrechen und es als ihr Recht betrachten. Auch wenn sie ausgewiesen werden, sagen sie sofort, sie kommen so bald als möglich wieder.

Natürlich sind mir all die Gründe und Mühen bekannt unter denen diese Menschen bis nach Marokko kommen. Trotzdem können wir nicht alles so weiterlaufen lassen.

Das Problem, das ich bei afrikanischen Flüchtlingen sehe, ist, dass sie in keiner Weise qualifziert sind keine Fremdsprache sprechen und somit nicht auf den Arbeitsmärkten unterkommen können. Das bedeutet, das diese jungen Männen in der Mehrheit im Drogenmilieu landen. Die Frage ist, ob das für sie und uns besser ist, als in ihren Heimatländern zu bleiben.

Es muss eine kontrollierte Einwanderung geben. Eine legale.
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Re: Asylanten

Beitrag von balina » Mo 20. Feb 2017, 19:07

Sicher ist es für beide Seiten nicht einfach. Aber woher hast du die Kenntnis, dass die meisten im Drogenmilieu landen? Oder ist das deine gefühlte Wahrheit oder auf Neudeutsch ist es postfaktisch?

Ich habe andere Erfahrungen erlebt. Meine Tochter bekam vom Arbeitsamt die Anfrage, ob sie einen syrischen Flüchtling als Praktikanten für ein Vierteljahr beschäftigen würde. Er ist Familienvater und hat seine Familie in Ägypten zurückgelassen. Er ist Tierarzt, spezialisiert auf Vögel, also Falken u.ä. Der würde gern arbeiten gehen, hat aber während das Praktiums lief, nur eine Duldung bekommen. Fraglich ist auch, ob er seine Familie überhaupt nachholen könnte, die ja in einem total sicheren Land untergebracht ist.

Als das Praktikum begann, konnte er kaum ein deutsches Wort, besuchte aber einen Deutschkurs und beendete den mit einem Zertifikat. Nun spricht er recht gut Deutsch, ist ein spezialisierter Tierarzt, der in Syrien gemeinsam mit einem Bruder eine Praxis geführt hat und findet auch damit in D keine Stellung.

Nebenbei... Auch deutsche Nachkommen benötigen 18 bis 24 Jahre bis sie deutsch sprechen und schreiben können und sich in einem Beruf qualifiziert haben. Ich kann mir vorstellen, dass dies mit Flüchtlingen schneller geht. >:)
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Re: Asylanten

Beitrag von Cozumel » Mo 20. Feb 2017, 22:01

balina,

da ist aber kunterbunt alles zusammngewürfelt.

Ich habe in keiner Weise von Syrern gesprochen. Menschen die aus einem Kriegsgebiet kommen in dem es akut Kämpfe gibt und keinerlei Ausweich im eigenen Land haben, sind aus all diesen Überlegungen ausgeschlossen. Sie haben unbegrenzt das Recht auf Schutz und bekommen das auch.

Ich spreche von Ländern in denen die Jugend auswandert, weil sie für sich keine Perspektiven sehen.
Da ich nicht hinter den Drogendealer stehe, wenn sie dealen (genausowenig wie du) kann ich meine Informationen nur aus den Medien oder Berichten der Polizei schöpfen.

http://www.focus.de/politik/videos/vors ... 35294.html

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ichts.html

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/k ... 71674.html


Die deutschen Kinder, die ebenfalls Jahre lernen müssen, bis sie in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können, sind aber in eine Familie integriert, die ihre Aufwendungen bezahlen und sie (hoffentlich) auf dem richtigen Weg halten können.
Die Jugendlichen aus dem Magreb oder anderen afrikanischen Staaten leben in den meisten Fällen in einem Vakuum und sind dadurch sehr gefährdet.

Die Flüchtlinge die 2015 kamen, waren häufig alleine und sollten als Vorhut schon mal alles klar machen und die Familie nachholen.
Das heisst, es wären nicht 1 Million Flüchtline, sondern 4-5 Millionen.
Ich hätte da absolut nichts dagegen, aber 90% der Deutschen würden es nicht akzeptieren.

Viele Flüchtlinge glauben, sie könnten, wie z.B. in der Türkei, in DE sofort schwarz arbeiten und Geld nach Hause schicken. Dass Schwarzarbeit in DE streng kontrolliert wird ahnten sie nicht.
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Re: Asylanten

Beitrag von Akinom » Do 6. Sep 2018, 15:45

;-) Eine Frage hierzu:
merkt man etwas davon, dass jetzt in Spanien vermehrt Flüchtlinge sind? Bezüglich Unterkünfte - nicht bewohnte Wohnungen/Häuser. Muss man vermehrt Sorge haben, dass das eigene Häuschen bei längerem Leerstand "belagert" wird.
Wie regelt das der spanische Staat?
;-)

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Re: Asylanten

Beitrag von Josefine » Do 6. Sep 2018, 16:17

Akinom hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 15:45
;-) Eine Frage hierzu:
merkt man etwas davon, dass jetzt in Spanien vermehrt Flüchtlinge sind? Bezüglich Unterkünfte - nicht bewohnte Wohnungen/Häuser. Muss man vermehrt Sorge haben, dass das eigene Häuschen bei längerem Leerstand "belagert" wird.
Wie regelt das der spanische Staat?
;-)
Man liest ja oft, dass immer Migranten/Flüchtlinge an Spaniens Küsten gerettet werden. Aber viele wollen ja weiter nach Frankreich und nach Deutschland. Ich denke, man wird sie auch nicht aufhalten. ;-) Mir ist hier in Orihuela Costa zumindest noch nicht aufgefallen, dass diese Zuwanderergruppe vermehrt hier ist.
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine

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Re: Asylanten

Beitrag von vitalista » Do 6. Sep 2018, 22:41

Ich bin davon überzeugt, dass die Asylanten - von denen ich übrigens noch nichts bemerkt habe - ganz sicher keine Hausbesetzer sind.
Die okupas das sind Kriminelle, die geschickt eine Gesetzeslücke ausgenützt haben. Vielleicht hat ja auch das bald ein Ende.
Ich denke, du brauchst dich wegen der Asylanten absolut nicht zu sorgen, Monika.
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Re: Asylanten

Beitrag von nurgis » Do 6. Sep 2018, 22:55

Hallo Akinom, auch hier hat man noch nichts von derartigen Besetzungen gehört. Klar auch ich hätte in Deiner Situation Bedenken, Aber Du hast besimmt jemanden der zu Deinem Haus sieht. Gefährdet sind (evtl) die Häuser abseits von Urbanisationen sind und jahrelang unbewohnt.
Jedes liebe Wort macht`s Leben länger. (Hg)

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Re: Asylanten

Beitrag von Miesepeter » Fr 7. Sep 2018, 07:25

Nach allem was ich ich hier im Laufe der Zeit miterlebt habe, handelt es sich bei den Besetzern überwiegend um gut organisierte Banden, die bestens mit dem Rechtswesen und der Arbeitsweise der Sicherheitskräfte vertraut sind und so ihr Unwesen unter den Augen der zur Untätigkeit verdammten Polizisten und Hilflosigkeit der Betroffenen treiben können. Das System ermöglicht es. Es hat auch keinen Zweck darüber herumzudiskutieren, was alles gemacht werden KÖNNTE und von wem. Den zuständigen Politikern geht es in erster Linie um ihr eigenes Wohlbefinden wozu Stimmen benötigt werden, und auch die Stimmen der Asozialen sind gerne willkommen, also bei Laune halten.
Bleibt nichts anderes übrig, als sein Eigentum selbst im Rahmen des Möglichen zu schützen.
"Sparer ist wer weniger Geld ausgibt als er nicht hat." - W Schäuble.
"Deutschland ist zu stark, wir müssen es vernichten" - W. Churchill 1936
"Ich werde Deutschland zermalmen" F.D. Roosevelt 1932

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