Asylanten

Hier können politische Themen diskutiert werden, die von allgemeinem Interesse sind und nichts mit Spanien zu tun haben.
Benutzeravatar
maxheadroom
especialista
especialista
Beiträge: 4057
Registriert: Do 10. Jun 2010, 20:37
Wohnort: Prov.Alic - Bavaria
Kontaktdaten:

Re: Asylanten

Beitrag von maxheadroom » Di 8. Apr 2014, 23:11

majmi hat geschrieben:Ich glaube, die Zahl der Asylanten, denen teurer Zahnersatz gewährt wurde, ist ziemlich gering.
Kosten dafür also gering! Da gibt's anderes Einsparungspotential.

Hola todos y majmi,
ich habs auch nicht direkt auf die Asylanten bezogen sondern auch auf Deine Bemerkung über die Rentner, ich denke die Grundversorgung ist eh auf einem sehr kostengünstigen Niveau, deswegen hab ich aj auch die Zusatzversicherung um etwas Spielraum in der Versorgung zu haben :mrgreen:

Saludos
maxheadroom




Even when you win the ratrace, you are still a rat
Pan de ayer, carne de hoy y vino de antaño, salud para todo ano
Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
La buena vida es cara. Hay otra más barata - pero esa no es vida.

Benutzeravatar
Montemar
especialista
especialista
Beiträge: 2637
Registriert: Di 30. Okt 2012, 12:13

Re: Asylanten

Beitrag von Montemar » Mi 9. Apr 2014, 00:05

maxheadroom hat geschrieben: ...tja nur ist es leider so , ohne meine Zusatzversicherung die ich selber zahle wäre ich mit den sparsamen Leistungen der KV gar nicht zufrieden und ich denke die Grundversorgung gönne ich mal jedem...
Nur die jüngere arbeitende Bevölkerung muß sich nicht nur um die private KV-Zusatzversorgung kümmern, sondern auch privat Vorsorge leisten, daß sie auch im Rentenalter einigermaßen ihren Lebensstandard halten können. Um es nicht falsch zu verstehen: ich vergönne es jedem aber noch nie ging es deutschen Rentnern so gut wie heute - und wahrscheinlich wird es ihnen auch nie mehr so gut gehen. Ein großer Teil der künftigen unter 65-Jährigen kann aller Voraussicht nach keine Rente erwarten, die über dem Existenzminimum liegt. Und das untere Drittel der Jüngeren hat zudem kaum frei verfügbares Einkommen, das sie für das Alter ansparen könnte. Es scheint also so, als würde die jetzige Rentnergeneration als die „goldene“ in Erinnerung bleiben. Doch für die Jüngeren gibt es einen Trost: Glück im Alter hängt nur bedingt vom Wohlstand ab. >:)

Wohl dem, der sich die Zusatzleistungen auch Jahrzehnte lang leisten kann! :((
„Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?" Ernst R. Hauschka

Benutzeravatar
maxheadroom
especialista
especialista
Beiträge: 4057
Registriert: Do 10. Jun 2010, 20:37
Wohnort: Prov.Alic - Bavaria
Kontaktdaten:

Re: Asylanten

Beitrag von maxheadroom » Mi 9. Apr 2014, 00:36

Montemar hat geschrieben:
maxheadroom hat geschrieben: ...tja nur ist es leider so , ohne meine Zusatzversicherung die ich selber zahle wäre ich mit den sparsamen Leistungen der KV gar nicht zufrieden und ich denke die Grundversorgung gönne ich mal jedem...
Nur die jüngere arbeitende Bevölkerung muß sich nicht nur um die private KV-Zusatzversorgung kümmern, sondern auch privat Vorsorge leisten, daß sie auch im Rentenalter einigermaßen ihren Lebensstandard halten können. Um es nicht falsch zu verstehen: ich vergönne es jedem aber noch nie ging es deutschen Rentnern so gut wie heute - und wahrscheinlich wird es ihnen auch nie mehr so gut gehen. Ein großer Teil der künftigen unter 65-Jährigen kann aller Voraussicht nach keine Rente erwarten, die über dem Existenzminimum liegt. Und das untere Drittel der Jüngeren hat zudem kaum frei verfügbares Einkommen, das sie für das Alter ansparen könnte. Es scheint also so, als würde die jetzige Rentnergeneration als die „goldene“ in Erinnerung bleiben. Doch für die Jüngeren gibt es einen Trost: Glück im Alter hängt nur bedingt vom Wohlstand ab. >:)

Wohl dem, der sich die Zusatzleistungen auch Jahrzehnte lang leisten kann! :((

Hola todos y Montemar,
Du hast wie immer recht :) aber nur ganz kurz noch 5 cent , die misere der jüngeren kommt zum grossen Teil aus der Politik,
denn man hat in guten Zeiten die Rentenversicherung die ja eigentlich nur eine durchlaufende Postenfunktion hat sehr missbraucht und die schon vorhandene Zahlengrundlage über die zukünftigen Bedarfsgrundlagen sträflich missachtet.
Zu den anderen Punkten kann ich aus eigener erfahrung auch nur ein wenig was beitragen was den Vorsorgegedanken angeht, meine Firma hat jedem der einen kleinen Beitrag zu einer freiwilligen Alterszusatzversorgung leistete ein mehrfaches draufgelegt, trotzdem war der grossteil der Leute nicht bereit aus eigener Tasche etwas auszugeben, wohlbemerkt, nicht die Leute denen am Ende vom geld noch soviel vom Monat übrigbleibt, sondern welche die meinten in Saus und Braus alles auszugeben, Ich bin durch aus nicht einer der dem Konsumverzicht in jungen Jahren das Wort redet , aber einen kleinen Gedanken kann man schon verschwenden. Dau fällt mir nur eins ein : :mrgreen: :mrgreen: :lol: :lol: >:) >:)

Die Grille, die den Sommer lang
zirpt' und sang,
litt, da nun der Winter droht',
harte Zeit und bittre Not:
Nicht das kleinste Würmchen nur,
und von Fliegen eine Spur!
Und vor Hunger weinend leise,
schlich sie zur Nachbarin Ameise,
und fleht' sie an in ihrer Not,
ihr zu leihn ein Stückchen Brot,
bis der Sommer wiederkehre.
»Hör'«, sagt sie, »auf Grillenehre,
vor der Ernte noch bezahl'
Zins ich dir und Kapital.«
Die Ameise, die wie manche lieben
Leut' ihr Geld nicht gern verleiht,
fragt' die Borgerin: »Zur Sommerzeit,
sag doch, was hast du da getrieben?«
»Tag und Nacht hab' ich ergötzt
durch mein Singen alle Leut'.«
»Durch dein Singen? Sehr erfreut!
Weißt du was? Dann tanze jetzt!«


natuerlich ist alles nicht so einfach, da könnte man etliche Seiten lang diskutieren, aber es sollen ja nur 5 cent sein :mrgreen: die ich zu dem Problem dazu geben, den sonst könnte ich ja in die Politik gehen und da dann auf einer guten Alterversorgung samt medizinischer guter Versorgung meine Tage verbringen >:) >:)

Saludos y a guats nächtle

maxheadroom





[/i][/b]
Even when you win the ratrace, you are still a rat
Pan de ayer, carne de hoy y vino de antaño, salud para todo ano
Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
La buena vida es cara. Hay otra más barata - pero esa no es vida.

Benutzeravatar
sol
especialista
especialista
Beiträge: 9425
Registriert: Mo 20. Feb 2012, 08:25

Re: Asylanten

Beitrag von sol » Mi 9. Apr 2014, 19:05

und immer noch mehr----

Bis zu 600.000 Menschen wollen nach Europa

Seit Beginn des Jahres wurden nach Angaben Alfanos bereits 15.000 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika vor Italiens Küsten abgefangen. Vor allem aus Libyen sei der Flüchtlingsansturm groß. Zwischen 300.000 und 600.000 Menschen aus dem afrikanischen Land seien bereit, über das Meer nach Europa zu flüchten. Dies sei eine vorsichtige Schätzung, die von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström bestätigt worden sei.
hat bestimmt schon jeder gelesen------

http://www.tagesschau.de/ausland/fluech ... er102.html
Gruss Wolfgang

Benutzeravatar
Josefine
especialista
especialista
Beiträge: 2990
Registriert: Mi 13. Jun 2012, 16:15
Wohnort: Orihuela Costa

Re: Asylanten

Beitrag von Josefine » Mi 9. Apr 2014, 22:50

sol hat geschrieben:
Seit Beginn des Jahres wurden nach Angaben Alfanos bereits 15.000 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika vor Italiens Küsten abgefangen. Vor allem aus Libyen sei der Flüchtlingsansturm groß. Zwischen 300.000 und 600.000 Menschen aus dem afrikanischen Land seien bereit, über das Meer nach Europa zu flüchten.
Dann wollen wir mal schauen, ob man Italien mit dem Flüchtlingsansturm allein lässt.
Die Stadt Hamburg hatte schon Schwierigkeiten mit 300 Flüchtlingen, diese unterzubringen.

Gruß
Josefine
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine (Jofina)

Scandy
especialista
especialista
Beiträge: 2355
Registriert: Do 27. Dez 2012, 21:53

Re: Asylanten

Beitrag von Scandy » Mi 9. Apr 2014, 23:21

Hallo Josefine,

Du meinst die 300 Menschen, welche u. a. auf Wikipedia als "Lampedusa in Hamburg" genannt werden?

Ich kann mir nicht vorstellen, daß in Hamburg "nur" 300 Menschen wohnen , welche Asyl suchen und die Bedingungen gem. gegebenen Gesetzen nicht erfüllen.

Scandy

PS.: dieses ist nicht als Kritik am dt. / europ. Gesetz zu sehen / interpretieren; es ist eine Feststellung nicht mehr - nicht weniger :-?

Benutzeravatar
Montemar
especialista
especialista
Beiträge: 2637
Registriert: Di 30. Okt 2012, 12:13

Re: Asylanten

Beitrag von Montemar » Do 10. Apr 2014, 00:35

Es stellt sich die nicht nur die Frage, wie bereitet sich Europa auf den Ansturm vor, sondern auch, ob Europa schuld daran ist, daß so viele fliehen! Es würde schon helfen, bestimmte Praktiken zu verbieten…

„Ein Großteil der Mittelmeerflüchtlinge stammt aus Kriegs- und Konfliktgebieten wie Syrien, Libyen oder Mali; viele Asylbewerber, ob aus dem Iran oder Äthiopien, sind politisch verfolgt. Doch viele verlassen ihre Heimat auch, weil sie ihre Familien nicht mehr satt bekommen. Laut dem Welthunger-Index, gibt es trotz einiger Fortschritte immer noch verbreitet Unterernährung, besonders im südlichen Afrika. Diese Misere haben nicht nur unwillige oder korrupte Regierungen zu verantworten. Sie ist auch die langfristige Folge fataler Fehlentscheidungen in Europa.

So haben internationale Kreditgeber den armen Ländern in den 1980er- und 1990er-Jahren eine rigorose Aushöhlung der staatlichen Agrarpolitik verordnet – und das, obwohl die große Mehrheit der Familien vom Senegal bis nach Sambia allein von dem lebt, was sie selbst anbauen. Ihre Regierungen mußten die Subventionen für Mais und Reis, Dünger, Saatgut und Pestizide streichen. Auch Anbauberater und Kreditsysteme auf dem Land wurden abgeschafft – und die Bauern ins Elend gestürzt.

Heute lenken Entwicklungspolitiker der EU zwar wieder mehr Geld in den Aufbau der afrikanischen Landwirtschaft. Dieser wird aber viele Jahre dauern, und gleichzeitig torpedieren die EU-Agrarpolitiker dieses Bemühen. Ihre milliardenschweren Subventionen machen Getreide, Milch und Fleisch auf den Weltmärkten so billig, daß afrikanische Bauern dagegen vielerorts nicht konkurrieren können. Daran wird auch die jüngste Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wenig ändern. Geflügelteile, Milchpulver, Keksrollen oder Tomatenmark aus EU-Produktion lassen in Afrika oft gar keine lokalen Lebensmittelfirmen hochkommen.

Ähnlich bittere Folgen hatten die Fischzüge europäischer Trawler vor westafrikanischen Küsten. Für die lokalen Fischer blieb da nur noch wenig übrig, die Arbeiter in den senegalesischen Fischfabriken verloren ihre Jobs. "Nun müssen wir den dort angerichteten Schaden heilen", gestand EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki. Neue Abkommen sollen faire Arbeitsplätze und nachhaltige Fangmethoden garantieren. Angesichts der globalen Überfischung setzen jedoch viele Kutter den illegalen Raub auf hoher See fort.

Verantwortung trägt Europa überdies für den Klimawandel, der vielen Afrikanern schon heute die Lebensgrundlage raubt. Nicht zufällig kommen viele Bootsflüchtlinge aus Eritrea oder Somalia. Dort haben extreme Dürren und Fluten in den letzten Jahren Hungersnöte ausgelöst.

„Fluchtursachen bekämpfen“ - diese Forderung gehört seit Lampedusa in jede Politiker-Rede. Dazu passt allerdings kaum, daß laut der Entwicklungsorganisation ONE die Hilfsgelder der OECD-Geber für das südliche Afrika in den vergangenen zwei Jahren erstmals wieder gesunken sind.“ Interessante Broschüre dazu
„Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?" Ernst R. Hauschka

Benutzeravatar
Atze
especialista
especialista
Beiträge: 2615
Registriert: Sa 18. Mai 2013, 17:31
Wohnort: Berlin-Brandenburg - Torrevieja

Re: Asylanten

Beitrag von Atze » Do 10. Apr 2014, 11:36

Montemar hat geschrieben: Heute lenken Entwicklungspolitiker der EU zwar wieder mehr Geld in den Aufbau der afrikanischen Landwirtschaft. Dieser wird aber viele Jahre dauern, und gleichzeitig torpedieren die EU-Agrarpolitiker dieses Bemühen. Ihre milliardenschweren Subventionen machen Getreide, Milch und Fleisch auf den Weltmärkten so billig, daß afrikanische Bauern dagegen vielerorts nicht konkurrieren können. Daran wird auch die jüngste Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wenig ändern. Geflügelteile, Milchpulver, Keksrollen oder Tomatenmark aus EU-Produktion lassen in Afrika oft gar keine lokalen Lebensmittelfirmen hochkommen.

Ähnlich bittere Folgen hatten die Fischzüge europäischer Trawler vor westafrikanischen Küsten. Für die lokalen Fischer blieb da nur noch wenig übrig, die Arbeiter in den senegalesischen Fischfabriken verloren ihre Jobs. "Nun müssen wir den dort angerichteten Schaden heilen", gestand EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki. Neue Abkommen sollen faire Arbeitsplätze und nachhaltige Fangmethoden garantieren. Angesichts der globalen Überfischung setzen jedoch viele Kutter den illegalen Raub auf hoher See fort.
Richtig.
Grob gesagt: Weil es uns so gut geht, geht es denen so schlecht.
An vergüteter Arbeitszeit gemessen können wir uns heute das dreifache leisten wie 1960.

http://www.iwkoeln.de/de/infodienste/iw ... trag/31138

Und das ist nicht allein mit unserem "Fleiß" zu erklären.
Eine andere Ursache sind kriegerische Konflikte.
Aber dort einzugreifen kann den eigenen (inneren) Frieden gefährden - so eine frühere Meinung hier.

Die Sache ist inzwischen so verwoben und verwirrt, dass man automatisch was falsch machen wird.
Aber machen sollte man was.
Nur was.....
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)

georg.vt
activo
activo
Beiträge: 495
Registriert: So 19. Jan 2014, 17:23

Re: Asylanten

Beitrag von georg.vt » Do 10. Apr 2014, 20:46

sol hat geschrieben: Bis zu 600.000 Menschen wollen nach Europa
Ich würde, wenn ich die wäre, auch dahin gehen wo der Brotkorb nicht so hoch hängt.

Cozumel
especialista
especialista
Beiträge: 10361
Registriert: Mo 26. Apr 2010, 22:10
Wohnort: Mannheim, Calpe, CB Nord

Re: Asylanten

Beitrag von Cozumel » Sa 25. Okt 2014, 08:27

majmi hat geschrieben:Mal eine andere Frage:
Wovon sollte denn ein Asylbewerber seine (teure) Zahnbehandlung zahlen?
Soviel ich weiß, dürfen Asylbewerber in Deutschland nicht arbeiten!
Das wäre auch meine Frage gewesen.
*********************************************************************************
Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe.

Winston Churchill

Antworten

Zurück zu „OT: Sonstige (politische) Themen aus aller Welt“