Chlorkonzentration im Pool

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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von sonnenanbeter » Di 11. Nov 2014, 17:59

Eine Frage vorweg:
Verstehe ich das richtig dass eine Rücklaufdüse oberhalb des Wasserspiegels ist, und die andere unterhalb ? Sind die beiden Düsen nicht in einer Höhe in die Poolwand eingebaut ????

Es gibt zwei Möglichkeiten des Wassernachfüllens. Entweder automatisch, dann wird die Wasserzufuhr über einen Schwimmer (das ist in der Regel eine Styroporkugel), der in einem Plastikkasten mit Abdeckung (sieht aus wie ein Skimmer) sitzt und in der Poolumrandung eingebaut ist, geregelt. Oder manuell, dann muss Dein Poolpfleger einen Absperrhahn im Pumpenkeller bzw. Pumpenkasten betätigen.

In beiden Fällen ist es jedoch unmöglich dass Wasser zurück fliesst. Wo soll es denn auch hin fliessen ?
Selbst wenn die Wasserzufuhr manuell über die Düsen erfolgt, wenn der Absperrhahn geschlossen ist geht nix mehr. Weder in die eine noch in die andere Richtung.

Ich hingegen habe eine ganz andere Vermutung warum Dein Poolpfleger die Düsen oberhalb des Wasserspiegels lässt. Nämlich, dass die Rohrleitung die zu den Düsen führt einen Riss hat. Dann ist es durchaus möglich dass Wasser zurück fliesst - nämlich ins Erdreich ausserhalb des Pools.

Gruss
Herbert
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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von Cozumel » Di 11. Nov 2014, 18:15

Oh weia, das ist ja noch schlimmer als ich dachte. Ich glaube Du hast recht.

Ich werde einfach, wenn das Wetter besser ist, mal Wasser manuell mit dem Schlauch nachfüllen und sehen was passiert.

Ja es ist richtig an der Treppe liegt die Düse tiefer.

Danke für Deine Einschätzung. ;;)
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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von nichimmalustich » Mi 12. Nov 2014, 00:46

Hallo liebe Poolfreunde,

wenn ich hier lese, welche Erlebnisse manche mit ihren teuren Pooldiensten hatten, bin ich echt froh, vom ersten Tag unseres “mit dem Pool leben“ diesen in Eigenregie gepflegt zu habe.
Ich musste mich zwar in diese Sache einlesen, denn mit Wasser hatte ich bis dahin nur als Nutzer zu tun.
Unser Pool wurde vom Vorbesitzer mit Chlor und jede Menge kleine Schweinereien “sauber und klar“ gehalten. Im Keller lagen dazu insgesamt 6 Sorten Algenmittelchen, verschiedene Sorten Ph+/Ph- und etliche Zusatzmittel, welche ich aufgrund der verwischten Schriften nicht identifizieren konnte. Mit Permanentmarkern war lediglich vermerkt, in welchen Abständen wie viel in den Pool gekippt werden soll.
Nach dem Genuss etlichen Seiten über die Poolpflege auf http://www.pooldoktor.at , räumte ich erst einmal gründlich auf und behielt nur, was man bei vernünftiger Wasserpflege reichen sollte. Ich hielt den Chlorwert in ziemlich engen Grenzen und den Ph-Wert auch immer gegen 7.2…. aber trotzdem hatten wir im Sommer riesige Algenflecke und das Wasser wurde trüb.
Nach einem Beratungsgespräch im Ju Ju Ju in Benissa, welchen ich gleich eine Wasserprobe mitgebracht hatte, bekam ich eine kleine Bedienungsanleitung und 3 Flaschen “Algentöter“, welche ich nach Anweisung einsetzte. Und siehe da, nach 3 Tagen – natürlich mit Badepause – wurde das Wasser wieder klar.
Damit war es aber nicht getan, denn der Algenteufel schlug schon wenige Tage wieder zu… und dann wieder… und dann wieder.
Davon hatten wir sehr schnell echt die Sch….. voll, denn jede Kur schlug auch noch echte Löcher in Kasse.
So bemühte ich wieder einmal das Forum auf http://www.pooldoktor.at und suchte nach einer dauerhaften Lösung. Nachdem ich etliche Pülverchen/Tabletten/Flüssigkeiten-Therapien- und auch einige UV-Lösungen nicht als mein Losungsziel hielt, endschied ich mich für eine Salzanlage. Bei Ju Ju JU und einigen in- und um Calpe herum liegenden Pool-Fachbetrieben (Da muss ich heute wirklich schallend lachen, was diese “Fachmänner“ auf einen loslassen.), hätte ich für die nackte Anlage mindestens 1.950 Euromäuse auf den Tisch blättern müssen. Für die Installation, ich hatte denen zur Kalkulationshilfe einige Bilder mitgebracht, auf denen auch Abmessungen für die Berechnung des Materialaufwandes waren.
Wie allesamt auf über 800 Euronen nur für das erforderliche Material kamen, ist nicht erklärbar, denn es waren tatsächlich nur knapp 3 m Rohr (50 mm dick), einige Muffen und Nippel, Dübel und Schrauben, welche da benötigt wurden.
Der Preis scheint wohl eine Art Standardpreis zu sein, welcher an der CB üblich ist.
Und dann kam der Hammer. Für die Montage schätzten sie einheitlich ca. 2 - 3 Tage und wollten auch einheitlich etwa 1.300 bis 1,500 harte Mäuse haben.
An meiner Bereitschaft, für eine solche Anlage sooo viele Euromäuse auf den Tisch zu blättern, hätte auch ein Lottogewinn nichts ändern können.
Denn ich hatte mir das Innenleben einiger Anlagen und die Technik der mitgelieferten Automaten angesehen und festgestellt, dass die Preise für solche Geräte noch überzogener sind, als jene, welche für die Ausstattungen deutscher Krankenhäuser abgezockt werden.
Eine Anlage, in welche ich richtig tief reinkriechen durfte, sollte nach damaligen Stand nicht mehr 2.990,00 €, sondern nur noch 1990,00 € kosten. Macht einen schlappen Riesen, auf welchen da bereitwillig verzichtet wurde.
Nach sorgfältiger Einschätzung für die Entwicklungskosten der Electronic, Gehäuse usw., und die Produktionskosten bei Handfertigung (So sah ein großer Teil der gesamten Anlage auf.) kamen auf 1000 gebaute Einheiten maximal 80 €/Anlage zusammen. Der Materialpreis lag trotz einiger Sonderteile bei nicht einmal 100 €/Anlage. Da sehe ich mich auch bei dem gesenkten Sonderoreis noch immer voll verar….!
So ging ich auf die Suche nach einer preiswerten Anlage. Und natürlich wurde ich im Internet fündig… und wieeeeeeeee!
Da fand ich eine Salzanlage, welche für einen Aufstellpool mit bis zu 50.000 Liter Wasser geeignet sein sollte. Sie bestand aus einem Filter, einer Poolpumpe, einem Steuergerät mit Programmvorwahl und einem Chlorinator. Und dieses Teil sollte gerade einmal 350 € kosten. Gut, es sollten nur österreichische Euro sein, aber immerhin- sie würden ja auch nur spanische Euro bekommen, welche kaum mehr wert sind.
Ein Vergleich der technischen Daten ergab, dass etliche “große Hersteller“ diese Anlage aufgrund ihrer technischen Daten (Chlorproduktion) für einen Pool mit bis zu 80.000 Liter Wasser einsetzten, welche bei ihnen dann bereits über 3 Riesen kosteten.
Nachdem die Anlage hier war, nahm ich sie komplett auseinander und nahm nur den Chlorinator (Also die elektrische Zelle, in welcher bei Einleitung eines Gleichstromes – hier ein maximal zulässiger Wert, 10 A – die Chlorination in Gang setzt wird.) für den Einbau in den Wasserkreislauf. Die Automatik ließ ich liegen, denn ein Testlauf brachte kein befriedigendes Ergebnis. Auch den zu dieser Anlage gehörenden Gleichrichter baute ich nicht ein, da es ein ungeregelter Gleichrichter ohne elektronische Strombegrenzung war und bei zu hohem Salzgehalt des Wassers durch zu hohen Strom geschlachtet werden konnte. Die Pumpe der Anlage nutze ich für die Poolheizung und den Rest habe ich in der Sammlerkiste versteckt. Einen gesteuerten Gleichrichter passender Größe (Er hat sogar 80 Watt Reserve.) bekam ich im Internet für 115 €, einschließlich Versand von D nach Calpe.
Wenn ich in der Schule auch zählen gelernt hätte, könnte ich Euch auch den Gesamtpreis für die Anlage nennen. Da wird sich hoffentlich ein Mathekünstler hier finden und berichten.

Und für die automatische Regelung hatte ich mir ein System für knappe 1400 € gekauft, welches auch für die bis über 2000 Euro teuren Grundanlagen noch gekauft werden musste.
JA, ich gebe es zu; Da bin ich getürkten Erfahrungsberichten voll auf den Klebestreifen gefallen. Die zwei wirklich schönen und edel aussehenden Kästchen zieren zwar noch immer die Wand, aber deren Schalter steht in der Stellung O.
Durch Intensivierung der Suche nach etwas sehr viel tauglicherem, habe ich jetzt eine Kombianlage gefunden, welche samt Sonden (Welche aufgrund der technischen Daten jenen entsprechen, welche ich schon eingebaut habe.) nur 450 Euro kostet. Wenn ich meine bereits eingebauten Sonden behalte, spare ich fast 200 Euro… das ist doch wieder mal ein Wort wert.
Wenn ich mit den Teilen eine Langzeiterfahrung gemacht habe, werde ich wieder einen, dann hoffentlich viel kürzeren, Bericht schreiben.

Dann mal bis denne,

der
nichimmalustich Günter

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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von sonnenanbeter » Mi 12. Nov 2014, 18:45

"Der" klassische Fall von zu hohem Stabilisatoranteil im Wasser :!:
Dieses ganze Brimborium hättest Du Dir ersparen können. Stabilisatoranteil messen (lassen) und bei zu hohem Anteil das Wasser zur Hälfte bis zu zwei Dritteln wechseln, Wasserwerte neu einpegeln und Deine Probleme mit trübem Wasser oder Algenbildung wären Geschichte gewesen.

Gruss
Herbert
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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von nichimmalustich » Mi 12. Nov 2014, 20:59

Hallo sonnenanbeter,

auf den Trichter mit dem Stabilisator war ich zwischenzeitlich auch bekommen.
Aber denn noch habe ich den Pool auf Salzwasse umgestellt und würde aufgrund meiner Erfahrungen mein Salzwasser nie wieder hergeben. Ich habe seither nicht einen Tropfen Alganit mehr benötigt und kaum Ph-minor.
Und wenn man aus dem Wasser kommt, fühlt sich die Haut super an... gaaanz anders wie vorher mit dem Chlorpool.

Euer
nichimmalustich Günter

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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von sonnenanbeter » Sa 15. Nov 2014, 18:02

Wer nicht gerade ein so gewiefter Bastler mit Elektronikkenntnissen ist wie nichimmalustich, sollte sich wirklich reiflich überlegen, ob ihm das etwas angenehmere Hautgefühl wirklich dieser extrem teuere Luxus wert ist.

1.
"Brauchbare" Salzelektrolyseanlagen liegen beim Einkaufspreis schon bei ca. 1.800,00 - 2.000,00 Euro.
2.
Die Elektrolysezelle ist ein Verschleissteil das, auch wenn es regelmässig spätestens alle 4 Wochen gereinigt wird, irgendwann einmal völlig den Geist aufgibt. Neupreis, je nach Hersteller, zwischen ca. 350,00 und 500,00 Euro. Viele Hersteller preisen ihre Anlagen mit dem Argument "selbstreinigend" an. Das ist völliger Quatsch, ohne Handanlegen beim Reinigen geht's wirk-
lich nicht !
3.
Wer die Anlage/Zelle nicht selbst reinigen kann oder will, wird regelmässig mit weiteren Kosten konfrontiert.
4.
Salzwasser greift alle Metallteile wie Pooltreppen, Haltegriffe/Handläufe usw. an, sofern diese nicht aus V4A-Stahl sondern nur verchromt sind. Rost ist die Folge ! Und welcher Poolbesitzer, der beim Bau seines Pools nicht selbst dabei war und nachträg-
lich eine Salzelektrolyseanlage einbauen will, weiss schon aus welchem Material seine Pooltreppe besteht ?!
5.
Bei einem meiner Kunden begannen sich die ehemals weissen Fugen einige Zeit nach Inbetriebnahme der Salzanlage bläulich/grün zu verfärben. Ob das ein generelles Problem bei Salzanlagen ist, oder ob es evtl. an minderwertigem Fugenmör-
tel liegt, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.
nichimmalustich hat geschrieben:[...] Ich habe seither nicht einen Tropfen Alganit mehr benötigt [...]
Das hat nichts mit der Salzanlage zu tun, sondern mit Glück ;)


Gruss
Herbert
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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von nichimmalustich » So 30. Nov 2014, 02:47

Hallo sonnenanbeter,
habe Deinen Text mal kopiert und in Klammern meinen Senf dazu gegeben.
1.
"Brauchbare" Salzelektrolyseanlagen liegen beim Einkaufspreis schon bei ca. 1.800,00 - 2.000,00 Euro.

(Wo hast Du diese Preise her? Getreu dem Motto: Dummer dürfen mehr bezahlen, werden die Leute hier ausgenommen wie Weihnachtsgänse. Wer sich anderswo erkundigt und bereit ist, selber Hand anzulegen, spart erheblich – und zwar seeeehr erheblich. Was ich ausgegeben habe, kannst Du weiter oben sehen.)

2.
Die Elektrolysezelle ist ein Verschleissteil das, auch wenn es regelmässig spätestens alle 4 Wochen gereinigt wird, irgendwann einmal völlig den Geist aufgibt. Neupreis, je nach Hersteller, zwischen ca. 350,00 und 500,00 Euro. Viele Hersteller preisen ihre Anlagen mit dem Argument "selbstreinigend" an. Das ist völliger Quatsch, ohne Handanlegen beim Reinigen geht's wirklich nicht !

(JA, dieses Teil ist tatsächlich ein Verschleißteil, welches aus Erfahrung mit meiner Anlage nicht alle Nasen lang gereinigt werden muss – außer die Filteranlage ist defekt oder man macht sonst irgendetwas völlig falsch. Ich lasse die Polarität monatlich wechseln (das macht nicht irgendwer, sondern eine Automatik für 80 €), schaue mir alle drei Monate die Zelle an – und freue mich, dass meine Poolreinigung wohl gut funktioniert, denn ich sehe nicht den geringsten Schmutz zwischen den Platten. Und da die Zelle ein Verschleißteil ist, kontrolliere ich diese natürlich auch auf Funktion. Die Beschichtung der platten kann man visuell kontrollieren die elektrisch Prüfung mit einem A-meter, welches man in den Stromkreis klemmen kann. Ist die Beschichtung an den Platten ausgebraucht, merkst Du daran, dass bei gleichen Salzgehalt des Wassers der Stromfluss sinkt… gaaanz einfach. Und vorher musst Du dieses Teil auch nicht erneuern. Und meine Reservezelle hat nicht einmal 200 € gekostet. Wie man dafür zwischen 350 bis 500 Mäuse ausgeben kann, verstehe ich nicht.)

3.
Wer die Anlage/Zelle nicht selbst reinigen kann oder will, wird regelmässig mit weiteren Kosten konfrontiert.

(So blöd, die Zelle nicht selber wechseln zu können, kann nicht einmal ein Bankkaufmann sein. Und da dafür nicht mal Spezialwerkzeug erforderlich ist, sollte das auch für Tante Emma möglich sein.)

4.
Salzwasser greift alle Metallteile wie Pooltreppen, Haltegriffe/Handläufe usw. an, sofern diese nicht aus V4A-Stahl sondern nur verchromt sind. Rost ist die Folge ! Und welcher Poolbesitzer, der beim Bau seines Pools nicht selbst dabei war und nachträglich eine Salzelektrolyseanlage einbauen will, weiss schon aus welchem Material seine Pooltreppe besteht ?!

(Ja, wenn die Metallteile nicht aus mindesten V2A bestehen, könnte bei übertriebener Dosierung das preiswertere Chromzeugs leicht vergammeln. Um es zu testen, habe ich die Ausströmer, welche aus Chrom bestehen, einfach sitzen lassen – und siehe da, nur jener, welcher vorher schon rostanfällig war, setzt auch welchen an. Und wenn man alle paar Wochen mal mit einem Lappen drüber rubbelt, ist er wieder blank.
Da der Salzgehalt im Wasser etwa nur 1/10 vom Meerwasser ist, ist das auch verständlich. Nur leider für Verkäufer nicht, die müssen nur in Panik machen. Da unser Pooltreppe gefliest ist, stellt sich die Materialfrage nicht, aber verchromte Pooltreppen habe ich noch nicht gesehen. Und auch da würde gelten, was bei den Ausströmern zu beobachten ist.)

5.
Bei einem meiner Kunden begannen sich die ehemals weissen Fugen einige Zeit nach Inbetriebnahme der Salzanlage bläulich/grün zu verfärben. Ob das ein generelles Problem bei Salzanlagen ist, oder ob es evtl. an minderwertigem Fugenmörtel liegt, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.

(Welche Möchtegerne Wissenschaftler hat Dir denn einen so ausgemachten Blödsinn erzählt. Ich könnte Dir jetzt gerne etliche Informationen aus Fachbüchern der Wasserwirtschaft anheften, was den Rahmen hier aus dem Leim drücken würde- aber eine Überhöhte Chlorgabe (mal eine Tablette mehr als üblich) schädigt die Fugen mehr, als die Salzanlage je zustande bringen kann. Und werden die Fugen bunt, liegt das auf keinen Fall am Salzwasser, sondern an dessen Verunreinigung. Heißt: Mit Chlortabletten hättest Du selbiges Problem.)

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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von ville » So 30. Nov 2014, 13:37

Da wir seit 2008 einen Salzwasserpool haben, will ich meinen Senf auch mal dazu geben.

Damals kostete die Elektrolyse-Anlage einschließlich pH-Regelung rund 1800 €, wenn ich mich recht erinnere. Nicht wenig, aber wir wollten für die Dauer unserer häufigen Reisen den Pool unbeaufsichtigt lassen, ohne dass er Probleme bereitet.

Einmal gab es massive Probleme, aber die waren selbstgestrickt. Zur Verbindung des Alurohrs mit dem Bodensauger hatte ich Stahlschrauben verwendet, und zum Reinigen der grau werdenden Boden-Fugen hatte ich Handbürsten mit Schweißdraht unter Badelatschen montiert. Nebeneffekt: sollte auch eine Art Wassergymnastik werden. Ergebnis: immer mehr grauschwarze Fugen. Beim Googeln kam ich dann schnell drauf:
Wenn überhaupt Metall ins Poolwasser muss, dann allenfalls Messing oder hochlegierter Stahl ("Edelstahl" reicht nicht, denn der Begriff sagt nichts darüber aus, ob er überhaupt legiert ist !)
Bei einer Leiter für einen Salzwasserpool sollte also besser nicht gespart werden. Bei Leitern fernöstlicher Qualität hätte ich so meine Zweifel !

Bis dato sind wir zufrieden mit der Wasserqualität. Wenn wir verreisen, decken wir den Pool natürlich ab. Die Pumpenlaufzeit (= Zeit der Chlorierung) reduzieren wir dann je nach Jahreszeit und schalten den Skimmer ab, damit bei niedrigem Niveau keine Luft angesaugt wird.
Etwa 1 x im Jahr reinige ich die Elektrolysezelle mit einer speziellen Flüssigkeit. Völlig problemlos zu machen.

Vor einem halben Jahr haben wir den Filtersand gegen Glaspartikel ausgetauscht. In Bezug aufs Rückspülen bin ich eher nachlässig, und im Frühjahr hatten wir deutliche Eintrübung . Der Sand war mir irgendwie nicht mehr geheuer. Nach dem Wechsel und einer Flockungstablette war schnell alles bestens.

Euch allen noch einen schönen ersten und weitere ebensolche Advente !

Gruß ville

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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von Cozumel » Mo 25. Mai 2015, 11:07

Alle Jahre wieder....

Im neuen Haus hab ich einen anderen Poolpfleger, der mich verrückt macht.

Ich hab ab Februar meine Wasserqualität getestet. Chlor war soweit mehr oder weniger gut.
Aber der PH Wert war meines Erachtens immer zu hoch.

Ich hab noch nie gesehen, dass mein Poolpfleger das Wasser testet.
Als ich merkte, dass dar PH Wert zu hoch war, sagte ich das dem Poolpfleger, warauf er mir antwortete,
das würde ohnehin täglich wechseln, je nach Temperatur und so weiter.

OK, sagte ich, aber Anfang Mai muss das Wasser ok sein, dann ab da will ich baden.

Anfang Mai war das Wasser nicht ok und ich sagte es ihm, er versprach nächstes Mal einen PH Wert Reduzierer mitzubringen.
Er gab die Woche drauf etwas ins Wasser und sagte ich solle einen Tag mit baden warten.
Am Tag drauf hatte das Wasser aber noch den gleichen Wert.

Darauf rief ich seinen Chef an, der drauf kam und ebenfalls den Wert testete.

Seiner Meinung nach war der Wert noch im Toleranzbereich.

Nun ist in den Testern die Farbe aufgedruckt, die das Wasser inklusive der Tablette haben soll.

Im Bereich PH soll der Wert zw. 7.2 und 7.6 liegen.

Mein Poolwasser hat aber PH8 (pinkfarben).
Als erstes wurde ich gefragt ob ich denn Allergien hätte, so als ob das dann an meiner Superempfindlichkeit liegen würde, dem man in diesem Umfang nicht Rechnung tragen könnte.
Den PH Wert könnte man mit einem einmaligen Besuch in der Woche nicht optimal halten.

Ich möchte meinem Poolpfleger nicht unrecht tun und eigentlich endlich mal baden.

Bin ich da überempfindlich?
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Re: Chlorkonzentration im Pool

Beitrag von villa » Mo 25. Mai 2015, 11:27

Nein bist du nicht, zum der PH wert auch das Verhalten des Chlors beeinflusst. Und ja er ist zu halten, auch mit einem Besuch die Woche. allerdings kommen noch weitere Faktoren dazu, wenn du unstabile Werte hast kann es sein dass du zu viel oder zu wenig Stabilisatoren im Wasser hast. Dann beginnen die Werte rum zu hüpfen. Vielleicht mal selbst ne Wasserprobe nehmen und zu einem Spezialisten bringen zum testen.

Die Messung mit den Streifen ist meiner Erfahrung nach eher unzuverlässiger als mit den Tropfen. Aber eben da kann man nur Chlor und PH wert messen.
Alkalinität und eben diese Stabilisatoren gehen damit nicht.

Unser Leitungswasser ....jedenfalls meins hat auch einen PH wert um 8 wir müssen also wie die meisten immer wieder ph - einsetzen, das ist ganz normal.
Stimmen die Werte nicht kann es sein dass das Chlor nicht wirkt, bei zu tiefem PH lösen sich die Fugen im Pool auf.... etc.
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