Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

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hu-ba
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von hu-ba »

Hallo Jonny,

bist du privat oder gesetzlich versichert?

Ich war im Centro de Salut in der Urb. La Marina.

Wurde zur Frage was bezahlt wird, zum Facharzt nach Torrevieja überwiesen. Dauert ein paar Wochen.

Ich bin gespannt. Kommt anscheinend auf den Arzt an, wieviel Interesse der hat.

Hier ist noch nicht mal klar welcher Facharzt für welche Krankheit zuständig ist.

Als Hausarzt gehe ich zu einem Privatarzt in LM, der macht ein JahresAbo für 250 EUR und 200 EUR Folgejahre. Der macht mir das Management. Und die Ärztin und Heike sind einfach nur super.
Grüße

hubert
Jonny70
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von Jonny70 »

hu-ba hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 20:44 Hallo Jonny,

bist du privat oder gesetzlich versichert?

Ich war im Centro de Salut in der Urb. La Marina.

Wurde zur Frage was bezahlt wird, zum Facharzt nach Torrevieja überwiesen. Dauert ein paar Wochen.

Ich bin gespannt. Kommt anscheinend auf den Arzt an, wieviel Interesse der hat.

Hier ist noch nicht mal klar welcher Facharzt für welche Krankheit zuständig ist.

Als Hausarzt gehe ich zu einem Privatarzt in LM, der macht ein JahresAbo für 250 EUR und 200 EUR Folgejahre. Der macht mir das Management. Und die Ärztin und Heike sind einfach nur super.

Hallo

Bin gesetzlich versichert. Hast du eine Kontaktadresse von der Ärztin ?

Lg
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hu-ba
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von hu-ba »

Clínica La Marina De San Fulgencio
03177, Provinz Alicante
966 79 63 80
https://maps.app.goo.gl/tZJEWgNzKSBBvaBb8
Grüße

hubert
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hu-ba
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von hu-ba »

Hallo,

mit ist noch nicht klar, warum das staatliche Gesundheitssystem in ES so gelobt wird. Sie verwalten sich hier "zu Tode".

Es gibt einerseits ein Internetportal, um mit dem Hausarzt zu kommunizieren, Termine zu machen, Arztberichte zu speichern, nur, es wird von den Ärzten anscheinend überhaupt nicht verwendet. Wenn du Pech hast, ist dein persönlicher Familenarzt im Centro eine "Niete", hat keine Ahnung und kein Interesse.
Er weiß noch nicht einmal für welches Krankheitsbild oder Hilfsmittel, Medikament welcher Facharzt wirklich zuständig ist.

Die Citas (Termine) beim Facharzt dauern Wochen, oder sie werden einfach einseitig gelöscht (du erhält nie einen Termin). Wenn du einen Termin hast ruft 1 Tag vorher jemand an (die haben ein richtiges Callcenter) und ändert den Termin zum Telefontermin.

Der Austausch von Dokumenten funktioniert nur einseitig über den Familenarzt.

Mein bisheriges Fazit: die Erwartungshaltung muss man auf 0 bringen, dann kann man gut damit leben.
Vielleicht klappt es besser, wenn die Coronafälle wieder zurück gehen.

Das System ist für die Patienten zwar günstig, man ist aber völlig der Willkür einzelner Personen ausgesetzt und insgesamt wird (bei mir) alles geblockt.
Grüße

hubert
Jonny70
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von Jonny70 »

Hallo hu-ba

Das sind aber schlechte Aussichten für meine Auswanderung. :sad:

Gruss
HCA2
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von HCA2 »

hu-ba hat geschrieben: Di 6. Okt 2020, 15:29 Wenn du Pech hast, ist dein persönlicher Familenarzt im Centro eine "Niete", hat keine Ahnung und kein Interesse.
Dann sollte man den medico de cabecera schleunigst wechseln. Geht ruckzuck, und ist auch ohne Angabe von Gründen möglich. Man ist auch nicht an ein Centro Salud gebunden, auch dieses kann man wechseln.
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hu-ba
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von hu-ba »

Hatte ich auch schon gehört, aber in der Kombination, wenn es gar nicht klappt.

Aber eine gute Info. Danke
Grüße

hubert
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Josefine
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von Josefine »

Dann will ich mal über meine Erfahrungen berichten:
Wir sind seit über 8 Jahren Residenten (zahlen hier unsere Einkommenssteuer) in Spanien und sehr angetan vom öffentlichen spanischen Gesundheitssystem. :-D

Ich war schon 2x in stationärer Behandlung im Universitätskrankenhaus Torrevieja (wegen umfangreicher Untersuchungen und Operation). Es hat alles wunderbar geklappt, auch die Operation. Bevor ich operiert wurde, hat man mich erstmal aufgepäppelt mit Infusionen (ambulant im Krankenhaus). Zu den damals notwendigen Medikamenten brauchte ich nichts dazu bezahlen.
Ich hatte bei den beiden stationären Behandlungen jedes Mal ein Einzelzimmer, ohne jegliche Zuzahlung. Ein Zustellbett stand auch darin, d.h. mein Mann hätte dort übernachten können. Auch die noch erforderlichen regelmäßigen Nachuntersuchungen erfolgen weiterhin im Krankenhaus. Es läuft bislang perfekt. :-D

Mein Mann wurde bisher nur ambulant behandelt und vom Centro de Salud in Orihuela Costa zum Facharzt im Krankenhaus Torrevieja überwiesen. Es dauert zwar ab und an etwas länger mit einem Facharzttermin, aber es hält sich insgesamt im Rahmen. Während der strengeren Corona-Zeit hatte er 1x eine telefonische Besprechung mit dem Facharzt im Krankenhaus zu einer bestimmten Uhrzeit. Das war jedoch vorher schon angekündigt worden.

Bei einem Notfall wird auch sofort gehandelt. Dann geht man einfach in die Notaufnahme des Krankenhauses. Dort bin ich auch schon gewesen. Auch da hat alles wunderbar geklappt. Wir können absolut nicht meckern und fühlen uns hier sehr gut aufgehoben. :-D

Es gibt hier allerdings keine stationäre Reha (z.B. nach Gelenk-Operationen) wie in Deutschland.

Deutsch wird im Centro de Salud (in Orihuela Costa) und im Krankenhaus auch nicht gesprochen, sondern Englisch und Spanisch.
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine
HCA2
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von HCA2 »

Die Krankenhäuser in Spanien sind top. Im centro salud kann es gelegentlich mal haken, zu Covid-Zeiten sowieso. Während Hausärzte in D einen guten Teil ihres Einkommens über Privatpatienten decken und daher von einem gewinnenden und engagierten Auftreten selbst profitieren, herrscht bei einem Teil der spanischen Hausärzte der Seg.Soc. schon manchmal eine gewisse Beamtenmentalität. Die kann man aber auch als Patient stellenweise durch entsprechendes Auftreten knacken. Folgende Formulierung wirkt gelegentlich Wunder: "Ich brauche Ihren Rat.." ;)

hu-ba hat geschrieben: Di 6. Okt 2020, 18:30 Hatte ich auch schon gehört, aber in der Kombination, wenn es gar nicht klappt.

Aber eine gute Info. Danke
Gerne, keine Ursache. Aber zur Klarstellung: Bis "es gar nicht klappt" muss man nicht warten. Die Prozedur ist denkbar einfach: Man geht im centro salud zum celador und sagt dem, dass man den Arzt wechseln möchte. Dann füllt man den Wisch aus, den er einem gibt. Ohne Begründung, oder simplemente por "falta de confianza", wenn man kein grösseres Fass aufmachen will. Fertig. Man kann sogar einen Wunscharzt angeben, wenn man einen guten kennt. Sofern der nicht überlastet ist, geht das in der Regel auch durch.
Jonny70
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Re: Auswanderung, Ärzte, Medikamente, Zuzahlung

Beitrag von Jonny70 »

Vielen Dank Josefine. :)
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