Paprika ernten

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costablancafan
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Paprika ernten

Beitrag von costablancafan » Fr 5. Jul 2013, 14:48

Hola @todos

ich brauch mal wieder eure Hilfe.

Wir haben Paprika angebaut. Es sollen große rote werden. Es hängen 3 grüne dran, noch relativ klein, aber es geht irgendwie nichts mehr vorwärts. Mein Mann meint wir müssten die ernten, sonst kommt nichts mehr nach.
Ich finde aber sie sind weder reif noch groß genug.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit Paprikaanbau?

@citronella und @Calendula doch sicher - oder? ;;)

Müssen wir die ersten Früchte abmachen, damit der Busch weiter treibt? :-|
Gruss
costablancafan

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Re: Paprika ernten

Beitrag von ayscha » Fr 5. Jul 2013, 16:11

@costablancafan

auch bei uns ist dieses jahr ein schlechtes jahr mit Peperoni oder Paprika wie ihr sie nennt...
unsere bleiben auch klein und mickrig ....wir haben verschiedene sorten ausprobiert...aber dieses
jahr ist wegen dem schlechten wetter alles einwenig hintennach.... wir lassen die Paprika hängen...
abwarten vielleicht bekommen sie noch einen schub.....

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Re: Paprika ernten

Beitrag von costablancafan » Fr 5. Jul 2013, 16:14

@ayscha

Danke für die Info. Soweit ich jetzt gesehen habe hat mein Mann sie wohl (klein und grün) geerntet und wir hoffen jetzt auf weitere Früchte. Ich werde dann berichten ob das was geholfen hat.
Gruss
costablancafan

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Re: Paprika ernten

Beitrag von Citronella » Sa 6. Jul 2013, 11:06

Hallo costablancafan,

ich kann dir leider nicht helfen - dieses Jahr habe ich außer ein paar Tomaten nichts angebaut :sad:
Trotzdem viel Erfolg, vielleicht hat ja Männe recht und das Wachstum kommt jetzt in Schwung.

Saludos
Citronella

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Re: Paprika ernten

Beitrag von costablancafan » Sa 6. Jul 2013, 12:46

Danke @citronella

Die Tomaten sind heuer aber auch schwer "in den Tritt" gekommen, finde ich.
P1050364.jpg
Jetzt sehen sie einigermaßen aus. Sie sind aber immer etwas befallen von der Hexenfliege.

Welche Sorte baut ihr denn an?
Das sind hier sind die Super Marmande und die Tres Cantos
Gruss
costablancafan

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Re: Paprika ernten

Beitrag von costablancafan » Mo 8. Jul 2013, 08:33

Schade - wahrscheinlich weiß niemand welche Sorte er anbaut :-(
Gruss
costablancafan

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Re: Paprika ernten

Beitrag von Oliva B. » Mo 8. Jul 2013, 09:45

Hallo Costablancafan,

ich sehe deinen Aufruf, muss aber leider passen.

Ich baue seit diesem Jahr keine Gemüsepflanzen mehr an, da sie pflegeintensiv sind und zusätzlich jede Menge Wasser verschlingen, wobei ein befriedigendes Ergebnis auf sich warten lässt. Tomaten, Melonen, Bohnen, Paprika und Salat brauchen viel Wasser, für Zucchinis und Auberginen ist mein Boden scheinbar nicht geeignet, Möhre und Erbsen gehen überhaupt nicht, das einzige, was ohne Wasser wächst, sind Artischocken und Habas (dicke Bohnen :-P ).

Ich habe komplett auf Pflanzen umgestellt, die mit den hiesigen Bedingungen und ohne zusätzliche Wassergaben den Sommer überstehen wie Rosmarin, Lavendel, verschiedene Sorten Thymian und Salbei, riesige Artischocken, daneben natürlich auch Rosen und Wein (um die Wichtigsten zu nennen), aber auch vieles andere mehr. Trotzdem blüht es bei uns seit Januar ununterbrochen zwischen den Grünpflanzen, hauptsächlich blau-lila. Farbakzente setzen die Rosen.

Das Gemüse bekomme ich inzwischen von einem Freund, dessen großer Garten (huerta) direkt von einer Quelle gespeist wird. Er erzielt einfach sehr viel bessere Ergebnisse als wir sie mit unserer Bewässerung erzielten. Die lief eine Stunde täglich, was aber längst nicht ausreichte. Für mich war das reine Wasserverschwendung und der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag..

Zwar ist damit deine Frage immer noch nicht beantwortet, aber nun weißt du wenigstens, warum ich bisher nichts dazu geschrieben habe, obwohl ich in den Jahren zuvor von meinem Gemüseanbau berichtet habe. :*

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Re: Paprika ernten

Beitrag von costablancafan » Mo 8. Jul 2013, 12:07

Hola Elke

danke für Deine Ausführungen. ;;)

Das ist wirklich interessant was Du da schreibst. Wir sind eben noch in den Anfängen und werden die Erfahrungen, die Du bereits gemacht hast wahrscheinlich auch noch machen :((
Mir kommt es darauf an, dass ich weiß wo das Zeug herkommt, das wir essen und dass ich sicher sein kann, dass es nicht gespritzt ist. Was den Wasserverbrauch angeht, das wird sich dieses Jahr zeigen. Die Bewässerung läuft aber auch so 2 Std. am Tag. Wir wollen uns auch ein Deposito schaffen, das wir dann zum Gießen benutzen können.
Dann wird es sicher besser.
Momentan bauen wir alles Mögliche an:
Artischocken, Zwiebeln, alle möglichen Tomatensorten auch Cherrytomaten (Probleme mit der Hexenfliege), Knoblauch, Zucchini, Auberginen, Paprika, Zuckerschoten, grüne Bohnen, Melonen, Kürbisse, Schlangengurken (Probleme mit Mehltau bei den Gurken), kleine Gurken etc.
Wir haben halt schon Probleme mit Schädlichen, aber wie gesagt, die Erfahrungen macht man über die Jahre.

Wir haben die diversesten Tomaten schon probiert. Hochgelobt wird immer die "Berner Rose" deren Samen ich noch nirgends entdecken konnte (außer zu bestellen im Internet).
Ob die natürlich hier in Spanien geeignet ist .... ???? Deshalb meine Frage nach Erfahrungen mit Sorten hier.

Ich werde jedenfalls weiter über unseren Anbau berichten. Das ist sicherlich auch für Andere, die sowas vorhaben interessant
Gruss
costablancafan

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Re: Paprika ernten

Beitrag von sol » Mo 8. Jul 2013, 12:28

Hallo Gartenfans

auch hier bei uns dieses Jahr - witterungsbedingt- mit Eigenernte Fehlanzeige.
Erdbeeren- ganz miese Ernte
Himbeeren- noch mieser
Bohnen wachsen langsam-erst zu kalt-jetzt zu heiss----
andere Aussaaten sind schlecht aufgegangen--selbst tagetes und Calendula
nä. Jahr lassen wir das Ganze---

das einzige rote u.schwarze Johannisbeeren kommen recht gut
wie sagt man doch: Gärtners Freud'--Gärtners Leid
Gruss Wolfgang

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Re: Paprika ernten

Beitrag von Calendula » Mo 15. Jul 2013, 18:49

Mir kommt es darauf an, dass ich weiß wo das Zeug herkommt, das wir essen und dass ich sicher sein kann, dass es nicht gespritzt ist. Was den Wasserverbrauch angeht, das wird sich dieses Jahr zeigen. Die Bewässerung läuft aber auch so 2 Std. am Tag. Wir wollen uns auch ein Deposito schaffen, das wir dann zum Gießen benutzen

Ich werde jedenfalls weiter über unseren Anbau berichten. Das ist sicherlich auch für Andere, die sowas vorhaben interessant[/quote]

Hola Costablancafan und alle anderen Gartenliebhaber,

heute will ich mir die Zeit nehmen, meine diesjährigen Erfahrungen bis jetzt in meinem Garten schildern, wobei meine Voraussetzungen in knapp 1000m Höhe andere sind als bei dir an der Küste.

Habe ich die letzten Jahre einen Gemüseacker bewirtschaftet, so habe ich mich dieses Jahr entschlossen das ganze zu verkleinern und einen Garten anzulegen. Ich habe mich dabei etwas an die Aufteilung eines Bauerngartens gehalten und Beete angelegt. Da das Frühjahr dieses Jahr sehr zögerlich begann, habe ich erst im April gesät und gepflanzt. Mit den Paprika und Tomaten habe ich bis Mitte Mai gewartet. Da ich dann für eine Woche mit schlechtem Gewissen in Brandenburg war, hatte ich damit gerechnet bei meiner Rückkehr einen gewissen Fortschritt im Wachstum zu sehen. Weit gefehlt. Es war in dieser Zeit so kalt, dass mein Mann am Abend Feuer machen musste. Die selbstgezogenen Paprika und Tomaten bibberten vor sich hin. Inzwischen ist es ja endlich warm geworden und alle haben aufgeholt.

Die Paprika sind schön buschig und treiben viele Blühten. Früchte sind erst in Miniformat vorhanden. Auch die Tomaten haben viele Früchte angesetzt, aber mit der ersten roten rechne ich nicht vor August. Erst jetzt kann ich Zucchini an zwei gekauften Pflanzen ernten. Die ausgesäten sind aber ganz vielversprechend. Ich habe ja immer Freude daran viele Sorten aus zu probieren.
Bei den Tomaten habe ich etliche aus Italien, Türkei, Russland und Spanien. Ich nehme dann Samen und ziehe mir die Pflanzen selber.
Paprika habe ich aus Bulgarien, Ungarn und Spanien. Ich lasse die Früchte am Busch ausreifen, was nicht nachteilig für den weiteren Fruchtansatz ist. Es gibt auch die Ansicht, dass man die erste Blühte entfernen soll, habe aber keinen Unterschied festgestellt, wenn ich die Pflanze einfach wachsen lasse.
Die Bohnen haben sich dieses Jahr auch schwer getan, wobei die Stangenbohnen Neckargold und Neckarkönigin mit dem kühlen Wetter besser klar kamen als die aus Nepal und Japan. Aber inzwischen ist alles üppig und blüht und ich rechne ab nächster Woche mit den ersten Bohnen. Buschbohnen habe ich auch eine Wachsbohne und eine spanische Sorte, von denen ich immer Saatgut nehme.
Dann habe ich natürlich noch Div. Salat, Mangold, Spinat, Nabos, Rote Beete, Karotten, Zwiebeln, Erdbeeren, grüner Spargel und verschiedenen Kohl. Daneben habe ich noch ein größeres Stück im Garten, wo ich Kartoffeln und Zuckermais angebaut habe. Für Kartoffelsalat sind das Siglinde und Linda und als Speisekartoffeln die Sorte Caesar. Dann habe ich noch als kleine Überraschung lila Kartoffeln.
Am Rand entlang habe ich Bronze-Artischoken und Sonnenblumen und andere Blumen gepflanzt.

Das ganze kann natürlich nur gelingen, wenn man sich um den Boden kümmert. Ich fing mit einem steinigen lehmigen Boden an und habe im laufe der Jahre einen tiefgründigen humosen Boden erhalten. Dazu ist es meiner Meinung nach nötig immer für eine Bedeckung zu sorgen. Wenn man einen Boden brach liegen lässt, kann man beobachten, dass er in null Komma nix mit irgendwelchen Wildkräutern bewachsen ist. Ich mulche alle Flächen wenn die Pflanzen eine gewisse Größe haben mit Stroh. Das verhindert zum einen den Aufwuchs von Beikräutern und die Erde verschlemmt nicht beim Gießen, was mir das Hacken erspart. Etwaig durch wachsendes Unkraut lässt sich leicht rausziehen und als zusätzlichen Mulch auf das Stroh legen. Ich verwende es allerdings als willkommenes Grünfutter für die Hühner. Das Stroh ist dann über den Winter verrottet und bringt wieder Biomasse in den Boden. Was sich auch bewährt hat ist im Frühjahr auf den Flächen, die erst später bepflanzt werden mit Spinat breitwürfig aus zu säen. Man kann dann den Spinat selektiv verbrauchen und wenn man dann die Pflanzen setzt, Lücken schneiden. Die Pflanzen haben dann einen Schutz, bis sie richtig angewachsen sind. Den Spinat schneide ich kurz über dem Boden ab, so dass die Wurzel im Boden verbleibt und den Bodenorganismen als Nahrung dient. Auf diese Weise habe ich auch genügend um für den Winter einzufrieren. Alles was ich nicht verbrauche schneide ich vor der Blühte ab und lasse es als Mulch liegen.

Mit der Bewässerung bin ich natürlich im Vorteil, da wir über zwei Quellen verfügen. Den Garten beregne ich alle 3 bis 4 Tage. Die Tomaten habe ich im Obstgarten zwischen den Bäumen, wo sie mit einer Tröpfchenbewässerung versorgt werden. Das heisst aber nicht, dass ich Wasser verschwende. Zum Beispiel wasche ich Gemüse und Salat in einer großen Schüssel und verwende das Wasser zum gießen von Kübelpflanzen. Wer nicht über eigenes Wasser verfügt, könnte z.B. Das Wasser vom letzten Spülgang der Waschmaschine auffangen, oder beim Duschen das Wasser auffangen, bis es warm wird. Mit ein bisschen Phantasie, wird man viele Möglichkeiten finden Wasser auf zu fangen, dass man sonst gedankenlos fortlaufen lässt.

So, jetzt habe ich einen ganzen Roman geschrieben. Für mich ist der Garten Lebenselixier und wenn ich so vor mich hingruschtel, ist das wie Meditation. Ich kann gut nachdenken und wenn ich mich ab und zu aufrichte, freue ich mich, wie alles gedeiht. Misserfolge gibt es natürlich auch. Die regen den Geist an zu überlegen was man anders machen soll, oder das die eine oder andere Pflanze nicht für den Standort geeignet ist. Ich bin dankbar, dass ich körperlich in der Lage bin dieser Beschäftigung nach zu gehen und werde das auch tun, so lange es möglich ist.

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