Unkraut(bekämpfung)

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Unkraut(bekämpfung)

Beitrag von polarstern » Di 22. Nov 2011, 19:27

Ich möchte gerne Ihre Erfahrungen über Unkrautbekämpfung in Spanien hören. Alles wächst ja so schnell und Löwenzahn hat schon meine Unkrautfolie (mit Kies darüber) und den neuen Weg (Steinplatten mit Sandfugen) durchgebohrt. Ich habe eine englische Hilfsgärtnerin, die ich vermute, keine professionelle Gärtnerin ist, aber sehr nett und günstig, da die Arbeit nie ausgeht, passt das mir von Budget her. Sie benutzt selber eine Flüssigkeit namens Aquaforte, aber ich wollte das bisher nicht, da ich nicht weiss, was das ist und ich möchte giftfrei gärtnern, wenn es nur geht. Also, kennt Ihr dieses Mittel? Was könnte man noch tun? Zwischen Platten auf dem Patio wächst auch alles mögliches...
Zuletzt geändert von Oliva B. am Sa 5. Mai 2012, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel erweitert.
Es ist, wie es ist.

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Re: Unkraut

Beitrag von Akinom » Mi 23. Nov 2011, 00:44

;-)
Hallo Polarstern,

ich kenne mich mit solchen Dingen leider nicht aus - gibts hier aber bestimmt von den Anderen noch Tips - was ich aber gefunden habe ist das - http://www.hanako-koi.de/AQUAFORTE-ALGS ... E-10L.html

Giftig ist das wohl nicht, aber wie das auf trockenem Boden wirken soll ist mir nicht klar - aber wie gesagt ich bin da unwissend!

;-)

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Re: Unkraut

Beitrag von sonnenanbeter » Mi 23. Nov 2011, 02:26

polarstern hat geschrieben: [...] Sie benutzt selber eine Flüssigkeit namens Aquaforte, [...]
Hallo..........,

oder meinst Du Agua fuerte ?

Gruss
Herbert
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Re: Unkraut

Beitrag von Cozumel » Mi 23. Nov 2011, 10:05

Hallo,

agua fuerte ist Salzsäure in unterschiedlich starker Konzentration, je nach Hersteller.

Man hat es früher gegen Algen im pool verwendet.

Auf keinen Fall würde ich es in meinem Garten in den Boden kippen.

Gegen Unkraut, so man es unbedingt mit Chemie angehen will, kann man RoundUp verwenden, es ist umweltfreundlicher.
Eine kleine Gartenhacke tuts aber auch.

Diese Salzsäure verschwindet ja nicht von selbst wieder, sie bleibt im Boden.
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Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe.

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Re: Unkraut

Beitrag von Calendula » Mi 23. Nov 2011, 11:15

Gegen Unkraut, so man es unbedingt mit Chemie angehen will, kann man RoundUp verwenden, es ist umweltfreundlicher.
Eine kleine Gartenhacke tuts aber auch.

Hola Cozumel,
was zahlt Dir denn Monsanto für diese Aussage?
Ich finde schon die Bezeichnung Unkraut völlig daneben. Ich nenne so was Wild- oder Beikraut. Gerade jetzt nachdem es geregnet hat, ist es doch kein Problem dieses mit der Wurzel rauszuziehen. Gerade Löwenzahn blüht zu einer Zeit, wo es sonst nichts gibt und da sind die Insekten doch sehr dankbar. Überdenke doch mal bitte Dein Verhältnis zu Deiner Umwelt und Deinem Garten.

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Re: Unkraut

Beitrag von Cozumel » Mi 23. Nov 2011, 11:45

Hallo Calendula, ich bin ja Deiner Meinung. Lies doch mein Posting. :-D

Zwischen Platten kann ich den Einsatz von Unkrautvernichter mal gerade noch verstehen.
Ich benutze keinen.
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Re: Unkraut

Beitrag von Citronella » Mi 23. Nov 2011, 12:16

Hallo Polarstern,

zu deinem Mittel kann ich leider nichts sagen, ich kenne es nicht. Ich gärtnere auch giftfrei. Da ich ständig vor Ort bin wird nach Regen das Unkraut von Hand gezupft, möglichst mit Wurzel. Wenn man ständig hinterher ist, bekommt man das "Problem" in den Griff. Anders natürlich wenn man nur sporadisch in Spanien ist, da kann ich nicht helfen.

Saludos
Citronella

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Re: Unkraut

Beitrag von Cozumel » Mi 23. Nov 2011, 12:52

Calendula hat geschrieben:Gegen Unkraut, so man es unbedingt mit Chemie angehen will, kann man RoundUp verwenden, es ist umweltfreundlicher.
Eine kleine Gartenhacke tuts aber auch.

Hola Cozumel,
was zahlt Dir denn Monsanto für diese Aussage?
Ich finde schon die Bezeichnung Unkraut völlig daneben. Ich nenne so was Wild- oder Beikraut. Gerade jetzt nachdem es geregnet hat, ist es doch kein Problem dieses mit der Wurzel rauszuziehen. Gerade Löwenzahn blüht zu einer Zeit, wo es sonst nichts gibt und da sind die Insekten doch sehr dankbar. Überdenke doch mal bitte Dein Verhältnis zu Deiner Umwelt und Deinem Garten.
Hallo Calendula,

ich schätze Dich normalerweise sehr, weil ich dein Wissen bewundere, aber Dein obiges, einseitiges posting mal wieder so kurz dahingeworfen und dann wieder verschwunden, ärgert mich. :-o

Ich verwende in meinem Garten keine Chemie (ausser bei den Pinien) hab ich auch nie als wir noch unsere Finca hatten, deshalb finde ich Deine Aussage unfair.

Ich möchte Dir ausserdem noch zu bedenken geben, dass ein kleiner Ziergarten (der von Polarstern) manchmal anderer Mittel bedarf wie eine landwirtschaftliche Fläche. Wenn sie keine Unkräuter (ja dieses Wort ist erlaubt!) mag, ist das für mich akzeptabel.

Natürlich sind viele sogenannte "Unkräuter" häufig in Wirklichkeit wunderbare wilde, einheimische Pflanzen. Aber sie dürfen je nach Grösse des Gartens selektiert werden.
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Re: Unkraut

Beitrag von Oliva B. » Mi 23. Nov 2011, 13:50

Hallo Polarstern,
ich hole mal etwas weiter aus:

Ich habe noch nie mit Chemie gearbeitet, weder in Spanien noch in Deutschland.
Ich finde es auch egal, ob man das, was da unerwünscht aus der Erde sprießt als Unkraut, Wildkraut oder Beikraut bezeichnet.
@ Calendula
Nicht jeder hat etliche tausend Quadratmeter ums Haus und Tiere, die diese Kräuter abweiden. In einem kleinen Garten sieht Wildwuchs einfach ungepflegt aus und wenn man nichts unternimmt, werden die Wildkräuter die Zierpflanzen eines Tages überragen und "erdrücken".

Zwischen unseren Mandel-, Oliven- und sonstigen Bäumen dürfen die Wildkräuter bis Juni wachsen, dann werden sie mit dem Traktor als Gründdünger in den Boden eingearbeitet. In den heißen Sommermonaten wächst dann kaum noch etwas nach.
In meinem Garten hingegen zupfe ich Kräuter, die ich nicht angepflanzt habe, heraus. Hier und da lasse ich einen wilden Knoblauch stehen (er blüht sehr hübsch und lange), Thymian säht sich aus, auch den lasse ich stehen, sofern er in mein Gartenkonzept passt. Einen Ziergarten möchte ich gestalten - und nicht der Natur das Heft überlassen.
Citronella hat es schon erwähnt: nach einem Regen lässt sich "Unkraut" problemlos aus der Erde ziehen. Geht man nach jedem Regen durch den Garten, und das kann deine Gartenhilfe durchaus machen, Polarstern, dann wirst du bald keinen unerwünschten Bewuchs mehr haben.
Wir haben z.B. einen Parkplatz, der so groß ist wie das Grundstück eines Einfamilienhauses. Der ist ausgekiest, darunter haben wir keine Folie gezogen. Auf diesem Gelände wächst kaum noch Unkraut, da ich nach jedem Regen jäte.
Am Anfang ist es viel Arbeit, Bau- oder Ackerland in eine blühende Gartenlandschaft zu verwandeln, aber die Arbeit zahlt sich aus, denn sie wird ständig weniger, wenn man darauf achtet, Wildkräuter vor der Blüte mit der Wurzel zu entfernen.

Leichter als importierte Zierpflanzen lassen sich einheimische Pflanzen pflegen, deren Bedarf sich den hiesigen klimatischen Verhältnissen angepasst haben. Chemie zur reinen Arbeitserleichterung einzusetzen, halte ich persönlich für verantwortungslos, denn es sollen sich auch noch nachkommende Generationen von "Mutter Erde" ernähren können.

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Re: Unkraut

Beitrag von Cozumel » Mi 23. Nov 2011, 14:00

Oliva hat geschrieben:Leichter als importierte Zierpflanzen lassen sich einheimische Pflanzen pflegen, deren Bedarf sich den hiesigen klimatischen Verhältnissen angepasst haben.
Wie wahr, wie wahr!

Ich finde gerade wenn man nicht immer da ist, mediterrane Pflanzen einfach am besten.

Wenn man aber auch subtropische Pflanzen mag, dann pflanze man sie möglichst nahe ans Haus oder in Kübel, damit man sie im Sommer leichter giessen kann, sie haben einen höheren Wasserbedarf.

Aber auf keinen Fall mediterrane und subtropische/tropische Sträucher mischen, denn sie haben einen ganz unterschiedlichen Wasserbedarf und med. Pflanzen mögen es garnicht, zu viel gegossen zu werden. Sie verlieren ihre kompakte Form, bekommen Krankheiten und sind empfindlicher gegen Ungezieferbefall.
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