Warntafel am Stausee

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Warntafel am Stausee

Beitrag von Tina31 » Fr 22. Feb 2019, 20:32

Seit heute steht auf unserer Gassirunde beim Stausee in Villajoyosa dieses Warnschild. Ich habe versucht, es zu übersetzen, komme aber nicht so richtig weiter. Vor allem, weil ich es genau verstehen möchte ... auch wegen unserem Hund.

Es geht um Zebramuscheln, die ja doch großen Schaden in solchen Gewässern anrichten können. Sind sie an dieser Stelle schon nachgewiesen? Oder werden die Fischer etc. damit aufgefordert, Sichtungen zu melden? Oder was ganz anderes? Ich dachte, dass die angegebene Homepage uns Auskunft gegen kann. Wenn wir diese aufrufen, dann wird uns aber angezeigt, dass die Seite möglicherweise gehackt wurde und unsicher ist.

Danke euch!
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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von villa » Fr 22. Feb 2019, 21:29

kanns leider nicht lesen ist zu kein.
Aber es fängt damit an dass man sich an die Bootsführer wendet, diese müssen um auf dem See zu navigieren.... und Rest kann ich nicht entziffern.
Oben steht der Stausee ist betroffen...
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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Eisbär » Fr 22. Feb 2019, 21:40

Hallo,
es scheint eine Warnung für Bootsführer zu sein, dass dieses Gewässer von der Wandermuschel befallen ist. Ein Boot, das in diesem Gewässer genutzt wurde, soll man danach nicht einfach in ein anderes Gewässer bringen, um eine weitere Ausbreitung dieser invasiven Muschelart zu verhindern. Sie verdrängt einheimische Arten und kann damit ein Ökosystem verändern/zerstören.

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Gruss

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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Oliva B. » Fr 22. Feb 2019, 21:53

Eisbär hat geschrieben:
Fr 22. Feb 2019, 21:40
Hallo,
es scheint eine Warnung für Bootsführer zu sein, dass dieses Gewässer von der Wandermuschel befallen ist. Ein Boot, das in diesem Gewässer genutzt wurde, soll man danach nicht einfach in ein anderes Gewässer bringen, um eine weitere Ausbreitung dieser invasiven Muschelart zu verhindern. Sie verdrängt einheimische Arten und kann damit ein Ökosystem verändern/zerstören.

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Gruss

Eisbär
Ja, es ist eine Vorschrift für Bootsführer, ich hatte auch recherchiert und wollte gerade dasselbe schreiben wie Eisbär. :lol:
Es steht nichts über Hunde auf dem Plakat, aber ich kann mir vorstellen, dass auch diese über das Fell die Muscheln verbreiten können.
Wikipedia schreibt nämlich:
"Die Wander- oder Zebramuschel " heften sich an Schiffsrümpfe oder gelangen als Larven über das Ballastwasser der Schiffe in den neuen Lebensraum. [...]Dies führt zu einer starken Verbreitung und Störung der natürlichen Artenvielfalt der Ökosysteme. [...]Daneben nehmen Schäden in Kühlwassersystemen durch Fouling in Rohrleitungen und Wärmeübertragern stark zu."

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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Eisbär » Fr 22. Feb 2019, 22:05

Eisbär hat geschrieben:
Fr 22. Feb 2019, 21:40
Hallo,
es scheint eine Warnung für Bootsführer zu sein, dass dieses Gewässer von der Wandermuschel befallen betroffen ist. Sie verdrängt einheimische Arten und kann damit ein Ökosystem verändern/zerstören.

Ein Boot, das in diesem Gewässer genutzt wurde, soll man danach nicht einfach in ein anderes Gewässer bringen, um eine weitere Ausbreitung dieser invasiven Muschelart zu verhindern. Es sind die Regeln im Detail aufgeführt, aber leider etwas schlecht lesbar auf dem Bild.

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Gruss

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Sorry, hab wohl etwas falsch gemacht und beim Editieren schon abgesendet...
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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Tina31 » Sa 23. Feb 2019, 09:32

Danke euch >:d<
Das heißt also, dass im Gewässer bereits diese Zebramuscheln vorhanden sind. Nicht, dass die Fischer darauf achten sollten, ob sie welche entdecken und das dann melden sollen!?
Und/oder, dass zwar Zebramuscheln dort entdeckt wurden, aber es wahrscheinlich im Moment noch keine Invasion gibt?

Sorry, dass ich das so pingelig genau in Erfahrung bringen möchte. Wir möchten abschätzen, ob wir am Stausee jetzt noch Gassi gehen könnten, oder lieber nicht. Für Hunde (und auch Menschen) gibt es mit der Zebramuschel anscheinend noch eine andere Gefahr. Dort, wo Zebramuscheln in Mengen vorhanden sind, gedeiht eine besondere und toxische Algenart umfangreich. Hunde können sterben, wenn sie zu viel von dem, von den Algen, belasteten Wasser aufnehmen, Menschen können einen Leberschaden bekommen. Nun ja, wir werden eher selten aus dem See Wasser schlabbern, Leo ist aber manchmal nicht zu bremsen ;-) Ansonsten ist die Muschel wohl sogar essbar.
Liebe Grüße Tina

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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Eisbär » Sa 23. Feb 2019, 09:41

Da die Batterien meiner Glaskugel leider leer sind, braucht es schon ein etwas besseres Bild der Tafel, um mehr zu erkennen.

Ev. kannst du ja bei der "Confederación Hidrográfica del Júcar" (Weblink oben) die Details per Anruf in Erfahrung bringen?
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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Tina31 » Sa 23. Feb 2019, 10:06

Eisbär hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 09:41
Da die Batterien meiner Glaskugel leider leer sind, braucht es schon ein etwas besseres Bild der Tafel, um mehr zu erkennen.

Ev. kannst du ja bei der "Confederación Hidrográfica del Júcar" (Weblink oben) die Details per Anruf in Erfahrung bringen?
Das Bild ist so unscharf, weil ich es verkleinern musste :| Wenn ich den Link anklicke, dann kommt eine Warnung, dass diese Seite möglicherweise meine Daten klauen will und ich sie lieber nicht anklicken soll. Anrufen könnte ich schon, verstehen würde ich leider nicht viel. Ich habe das Bild mal mit einem anderen Programm komprimiert. Ich glaube das ist besser lesbar.
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Liebe Grüße Tina

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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Eisbär » Sa 23. Feb 2019, 11:12

Ok, hab mich ein wenig eingelesen:
Die Art wurde im Larvenstadium im See detektiert, was darauf hin deutet, dass im See adulte Formen vorhanden sind. Die Massnahmen dienen der Bekämpfung (Bremsung) der weiteren Ausbreitung, ein Ausrotten ist eher unwahrscheinlich. Daher die Hinweise an die Fischer und Bootsfahrer, entsprechende Massnahmen unter Strafandrohung zu befolgen, damit sich diese Art nicht z.B. über die Besiedelung von Bootsrümpfen (auch Paddelboote und anderes Sportgerät) weiter ausbreiten kann.

Einen Zusammenhang mit einer Algenform habe ich derzeit nicht gefunden, jedoch filtert diese Muschelart wohl viel Wasser, was zu einer Anhäufung von Algengiften (und anderen Schwebstoffen) führen kann. Daher wird auch vom Verzehr abgeraten. Die Schalen der Muschel sind klein und scharfkantig, was zu Schnittverletzungen an den Füssen beim Baden führen kann. Auch verdrängt diese Art andere einheimische Arten durch starken Bewuchs jeglicher (auch sehr glatter) Oberflächen.

Übrigens ist der Bodensee schon seit vielen Jahren stark besiedelt, und dennoch wird dessen Wasser zur Trinkwassergewinnung genutzt und Hunde gehen dort auch baden. Solange dein Stausee nicht überhitzt oder der Wasserspiegel stark abgesunken ist (kann allgemein zu einer Algenblüte beitragen), würde ich mir wegen der Muscheln eher weniger Gedanken machen. Jedoch sollte man bei stark von Algen betroffenen Gewässern immer vorsichtig sein, wegen der möglichen Giftstoffe.

Aber soweit mir bekannt werden Hunde üblicherweise von den Muscheln eher nicht besiedelt ;-)

Gruss Eisbär

P.S.: Es wurde in den Niederlanden vor Jahren eine Studie erstellt, die Vorschlug flache Gewässer, die mit Cyanobakterien ("Blaualgen") stark besiedelt sind, durch das Einbringen von Zebramuscheln (Filterwirkung) zu "reinigen". Diese Cyanobakterien scheinen der Zebramuschel besonders zu schmecken, daher ev. die Verküpfung zu "giftigem Wasser".
Zuletzt geändert von Eisbär am Sa 23. Feb 2019, 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warntafel am Stausee

Beitrag von Tina31 » Sa 23. Feb 2019, 11:40

Herzlichen Dank für deine Mühe !! >:d<
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