Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgut

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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von sol » So 10. Jul 2016, 08:29

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist ein Matador bei einem Stierkampf in Spanien getötet worden.
Der entsetzliche Tod des 29-Jährigen ereignete sich vor Zuschauern in der Arena von Teruel.

http://www.google.de/url?q=http://www.d ... AFioZB59UQ
Gruss Wolfgang

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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von Kiebitz » So 10. Jul 2016, 08:52

Bei den Strassen Tiertreiben (Bous al carrer) hat es auch einen erwischt:
http://www.diarioinformacion.com/marina ... 83673.html

Ich habe vor 2 Jahren in meinem spanischen Bekanntenkreis "ausgemistet". Stierkampfanhänger sind mir suspekt.
Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...
Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben.

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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von camahewe » So 10. Jul 2016, 14:00

Wenn der Stier einen grausamen Tod erleiden muss, erheitert das die Gemüter. Trifft es den Torrero, ist es ein entsetzlicher Tod.
Im Grunde genommen weiss doch jeder, dass dieses "Männlichkeitsritual" mit Verletzung oder Tod enden kann. Und trotzdem will sich jeder in der Corrida beweisen. Mir tun die Stiere Leid!

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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von basi » So 10. Jul 2016, 14:19

camahewe hat geschrieben:Wenn der Stier einen grausamen Tod erleiden muss, erheitert das die Gemüter. Trifft es den Torrero, ist es ein entsetzlicher Tod.
Im Grunde genommen weiss doch jeder, dass dieses "Männlichkeitsritual" mit Verletzung oder Tod enden kann. Und trotzdem will sich jeder in der Corrida beweisen. Mir tun die Stiere Leid!
=D> =D> =D>
ich verspreche nichts, und das halte ich auch

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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von Miesepeter » So 10. Jul 2016, 14:53

Stierkämpfe und andere fragwürdige Belustigungen wird es geben, solange genug Leute dafür bezahlen.
Rutscht der Föhn dir in die Wanne, ist das deine letzte Panne.
Wenn Vegetarier ins Gras beissen stört das keinen Metzger.
Wer zeitig mit Nichtstun anfängt muß deshalb nicht vorzeitig aufhören.

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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von Kiebitz » So 10. Jul 2016, 16:37

Und da sind ja auch noch die sogenannten Volksvertreter in Brüssel. Mit 130 Millionen wird die Perversion mit Steuergeldern "subventioniert". Sonst gäbe es wahrscheinlich keine Zucht mehr.

http://www.morgenweb.de/nachrichten/pol ... -1.2502568
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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von nixwielos » So 10. Jul 2016, 18:54

Kiebitz hat geschrieben:Und da sind ja auch noch die sogenannten Volksvertreter in Brüssel. Mit 130 Millionen wird die Perversion mit Steuergeldern "subventioniert". Sonst gäbe es wahrscheinlich keine Zucht mehr.

http://www.morgenweb.de/nachrichten/pol ... -1.2502568
... und viele Arbeitsplätze weniger, weniger Landschaftspflege usw. Ich bin absoluter Stierkampfgegner, aber das Thema Subventionen würde ich hier nicht einbringen wollen - was unterstützt gehört und was nicht, muss man immer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten...
Viele Grüße von Nicole und Stefan!
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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von Franz » So 10. Jul 2016, 20:33

Der Stier hat gesiegt und wird jetzt getötet. Auch seine Mutter kommt auf die Schlachtbank.

Mir tut der Stier und seine Mutter unglaublich leid.

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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von maxheadroom » So 10. Jul 2016, 22:20


Hola todos,
ich glaub ich hab es schon mal irgendwo gesagt, ich versteh das mit dem Kulturgut überhaupt nicht :-?
Wo bleiben denn die vielen "kulturelen" Errungenschaften wie die Hexenverbrennung, das kämpfen von verurteilten in der Arena, warum gibt es imer noch Auspeitschungen öffentlich :?: Wird zwar auch bemängelt , aber geht als Kulturgut durch.
Seltsamerweise sind so unterhaltsame Dinge wie Hahnenkämpfe oder Hundekämpfe nur noch in dunklen Hinterhöfen möglich,
Wer noch an das "Gute" im Menschen glaubt und an eine gewisse Empathie mit Lebewesen braucht sich nur denken "Lasst alle Hoffnung fahren" Bevor nicht Mensch 2.0 die Bühne betritt wird es nicht besser .
Das einzige was leider nicht der Wahrheit entspricht aber angebracht wäre :
Sitzt ein Mann in Spanien in einem Restaurant und schaut seinem Gegenüber auf den Teller, der mit etwas sehr großem bedeckt ist. Er fragt dann nach einiger Zeit: "Was haben sie da eigentlich auf dem Teller?"
Antwortet der Andere: "Das sind Stierhoden. Eine Delikatesse!"
Nach einem kurzen Gespräch arrangiert der Andere, dass der Mann nach dem nächsten Stierkampf auch einmal die Hoden bekommt.
Als es soweit ist, kommt der Kellner mit einem großen Teller, auf dem jedoch nur zwei kleine Hoden liegen. Fragt der Mann den Kellner: "Was soll das denn? Warum sind die Hoden denn so klein?"
Antwortet der Kellner: "Dieses Mal hat der Stier gewonnen!"


Auch die Kirche , was man auch immer darunter versteht hat eigentlich eine vernünftige Meinung hier ein kurzes Zitat aus der Kirchenzeitung , welches eigentlich in einem doch katholischen Land den Leuten etwas zu denken geben sollte
Dass Tiere eine „Seele“ haben, wird in der Theologie deshalb kaum bestritten.Wir müssen wieder zurück zum einheitlichen Bild der Bibel, wonach bei jedem Geschöpf Leib und Seele untrennbar zusammengehören.“
Kommen Tiere demnach auch in den Himmel? „Gott ist ein Liebhaber des Lebens“, sagt Rainer Hagencord. „Er lässt auch die Tiere nicht ins Nichts fallen.“ Der Katechismus sagt dazu im Übrigen nichts Genaues. „Der Katechismus beschäftigt sich mit den Tieren nur im Zusammenhang mit ethischen Fragen wie etwa dem respektvollen Umgang mit ihnen“, sagt Hagencord. Dass Tiere mehr sind als eine „Sache“, ist damit aber offensichtlich.
Susanne Haverkamp


Wird aber alles nicht viel bringen :-( :sad:
Saludos
maxheadroom
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Re: Stierkampf: Zwischen Verbot und Anerkennung als Kulturgu

Beitrag von Atze » Mo 11. Jul 2016, 09:16

Diese 130 Millionen, mit denen angeblich der Stierkampf subventioniert wird, geistern immer wieder durch die Presse, ohne dass es dadurch wahrer wird.
Auch in Spanien wird die Landwirtschaft subventioniert, die "Kampfstierrassen" machen davon nur einen Bruchteil aus. Eben den Teil, mit dem die Nutzungsfläche zahlenmäßig in die Zuchtflächen der anderen Rinder (über die wir uns keine Gedanken machen) eingehen.
Wir sind kürzlich durch Teile von Andalusien gefahren, in denen eine semiaride Kulturlandschaft existiert (ähnlich unseren Heiden), die NUR durch eine entsprechende Beweidung aufrechterhalten werden kann. - Sog. Dehesas. - Noch mehr sind sie in der Extremadura zu finden.
Die Rinderrassen dort sind ausgesprochen unproduktiv nach unseren Maßstäben. Aber sie erhalten diese Landschaft. Ähnlich den Schafen in der Lüneburger Heide.
Wenn man diese Rassen aufgibt, gibt man auch diese Landschaften auf. Der Stierkampf ist ein kleiner hässlicher Teil dieser Weidekultur. Es ist aber ein Unding, zu behaupten, der Stierkampf per se d.h. also die Kampfstiere werden bezuschusst.
Der einzige Ausweg wäre also, für jeden in der Corrida geröteten Stier dessen Flächen-Zuschussanteil an der Gesamtsumme wieder einzustreichen.
Zuletzt geändert von Atze am Mo 11. Jul 2016, 09:50, insgesamt 1-mal geändert.
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)

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