Neue Proteste, Demonstrationen oder Unruhen in Spanien

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lamarina
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Neue Proteste, Demonstrationen oder Unruhen in Spanien

Beitrag von lamarina »

El Pais schreibt:

Unter dem Motto "Wir sind keine Handelsware in den Händen der Politiker und Banker" sind am Sonntag Zehntausende Menschen in mehr als 50 spanischen Städten, darunter auch Alicante und Valencia, auf die Strasse gegangen. Es gab Grossdemonstrationen und zum Teil schwere Unruhen, die sich gegen die Sparpolitik der Regierung richten. Insbesondere Studenten, Arbeitslose und soziale Gruppen beteiligten sich an den Protesten. "Für die Mehrheit immer niedrigere Löhne, längere Arbeitszeiten, geringere Sozialleistungen und eine allgemeine Prekarisierung." Die Regierung wird von den Massenprotesten vieler Jugendlicher überrascht, die in sozialen Netzwerken im Internet vorbereitet und von dort aus auch koordiniert werden. In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit etwa 27 Prozent und ist damit verheerender als in Tunesien oder Ägypten, wo die Jugendarbeitslosigkeit Auslöser für gewaltsame Massenproteste und Regimewechsel war.


Ganzer Bericht: http://www.elpais.com/articulo/espana/m ... nac_12/Tes

In Deutsch zum Thema: http://www.heise.de/tp/blogs/8/149848
Zuletzt geändert von Oliva B. am So 16. Sep 2012, 09:14, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert. (Sammelthread)
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Oliva B.
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von Oliva B. »

lamarina hat geschrieben:In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit etwa 27 Prozent und ist damit verheerender als in Tunesien oder Ägypten, wo die Jugendarbeitslosigkeit Auslöser für gewaltsame Massenproteste und Regimewechsel war.[/b]

Schön wär's! Dann wäre die Quote enorm gesunken. Leider beträgt sie lt. letzter Statistik von Eurostat 44,6%.
Hier die Zahlen aus Spanien im Vergleich zu Deutschland.
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kuba
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von kuba »

@ lamarina
wenn du schon so eifrig quellen zitierst und verlinkst, dann wäre genauere und sorgfältigere Recherche nicht schlecht.....
liebe grüße
kuba
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lamarina
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von lamarina »

Oliva B. hat geschrieben:
lamarina hat geschrieben:In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit etwa 27 Prozent und ist damit verheerender als in Tunesien oder Ägypten, wo die Jugendarbeitslosigkeit Auslöser für gewaltsame Massenproteste und Regimewechsel war.[/b]

Schön wär's! Dann wäre die Quote enorm gesunken. Leider beträgt sie lt. letzter Statistik von Eurostat 44,6%.
Hier die Zahlen aus Spanien im Vergleich zu Deutschland.
Zahlen sind immer so eine Sache, leider viel zu hoch die Quote.
Die Situation wird wahrscheinlich bald eskalieren. Das Wahlwochenende dürfte heiss werden.
Die Politik hat versagt - wann gibt es endlich einen Mindestlohn in Spanien? Hier in der Urbanisation kenne ich z.B. zwei Beispiele: deutsche Kneippenbesitzer lassen das ebenfalls deutsche Personal für 3 Euro pro Stunde arbeiten! Ich meide nun solche Lokale. Ausbeutung von Landsleuten!
Irgendwann ist Geiz nicht mehr geil!
Das Rentensystem dürfte auch Probleme mit den Auszahlungen bekommen wenn immer weniger von den Arbeitnehmern einbezahlt wird.
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lamarina
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von lamarina »

Oliva B. hat geschrieben:
lamarina hat geschrieben:In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit etwa 27 Prozent und ist damit verheerender als in Tunesien oder Ägypten, wo die Jugendarbeitslosigkeit Auslöser für gewaltsame Massenproteste und Regimewechsel war.[/b]

Schön wär's! Dann wäre die Quote enorm gesunken. Leider beträgt sie lt. letzter Statistik von Eurostat 44,6%.
Hier die Zahlen aus Spanien im Vergleich zu Deutschland.
Je nach Quellen schwanken die Zahlen zwischen 24 und knapp 50 Prozent.
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Oliva B.
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von Oliva B. »

lamarina hat geschrieben:
Oliva B. hat geschrieben:
lamarina hat geschrieben:In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit etwa 27 Prozent und ist damit verheerender als in Tunesien oder Ägypten, wo die Jugendarbeitslosigkeit Auslöser für gewaltsame Massenproteste und Regimewechsel war.[/b]
Schön wär's! Dann wäre die Quote enorm gesunken. Leider beträgt sie lt. letzter Statistik von Eurostat 44,6%.
Hier die Zahlen aus Spanien im Vergleich zu Deutschland.
Je nach Quellen schwanken die Zahlen zwischen 24 und knapp 50 Prozent.
Welche Quellen sprechen von 24 Prozent, lamarina? :-o
Wenn du Eurostat nicht glaubst, dann schau dir doch mal die spanische Presse an. Da wird schon im März von einer dramatischen Situation gesprochen:
"Con respecto al desempleo juvenil la situación es aun más dramática: un 42,8%."Quelle
Wir wollen doch nichts beschönigen, oder? :-?
Marybell
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von Marybell »

Die Politik hat versagt - wann gibt es endlich einen Mindestlohn in Spanien? Hier in der Urbanisation kenne ich z.B. zwei Beispiele: deutsche Kneippenbesitzer lassen das ebenfalls deutsche Personal für 3 Euro pro Stunde arbeiten! Ich meide nun solche Lokale. Ausbeutung von Landsleuten!
Irgendwann ist Geiz nicht mehr geil!
Das Rentensystem dürfte auch Probleme mit den Auszahlungen bekommen wenn immer weniger von den Arbeitnehmern einbezahlt wird.


Mindestlohn?? Da ist Spanien doch meilenweit entfernt von...
Ich kenne zwei (spanische)Restaurants(eines davon auf Denias Flaniermeile), da wird den KellnerInnen gar kein Lohn mehr gezahlt..die arbeiten nur noch,damit sie weiter über die seguridad social versichert werden...auch Ausbeutung pur...
ciao Marybell
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von sonnenanbeter »

lamarina hat geschrieben:[...] Die Politik hat versagt - wann gibt es endlich einen Mindestlohn in Spanien? Hier in der Urbanisation kenne ich z.B. zwei Beispiele: deutsche Kneippenbesitzer lassen das ebenfalls deutsche Personal für 3 Euro pro Stunde arbeiten! Ich meide nun solche Lokale. Ausbeutung von Landsleuten! [...]
Hallo lamarina,

bevor Du hier anfängst völlig sinnfreie Phrasen oder irgendwelche Stammtischparolen zu verbreiten, solltest Du Dir die Worte von kuba auf die Fahne schreiben, und gründlicher recherchieren.

Selbstverständlich gibt's in Spanien einen Mindestlohn :!:

Den gab es schon, als dieses Wort in Deutschland noch müde belächelt wurde. Und diesen Mindestlohn gibt es sogar noch als 13. und 14. Monatsgehalt ! Wobei es dem Arbeitgeber überlassen bleibt, dieses 13. und 14. Monatsgehalt anteilig jeden Monat im Voraus zu zahlen.
Im Jahr 2010 betrug dieser Mindestlohn genau 633,30 EUR. Gehen wir einmal davon aus das dieser Mindestlohn im Jahr 2011 gleich geblieben ist, ergeben sich für Deine armen Ausgebeuteten mit 3,00 EURO / Stunde ca. 211 Arbeitsstunden im Monat. Umgerechnet ca. 53 Wochenstunden. Für einen Gastronomiebetrieb mit z.B. einem Ruhetag macht das ca. 9 Stunden je Arbeitstag.

Sollte der "Kneipenbesitzer" seinen Angestellten diesen Mindestlohn zahlen, ist das noch lange keine Ausbeutung. Voraus-
setzung ist allerdings, dass er auch die Sozialversicherungsbeiträge abführt. Ist dies der Fall, handelt er völlig gesetzeskon-
form !

Und: Zum Ausbeuten gehören immer zwei. Derjenige der ausbeutet und derjenige der sich ausbeuten lässt. Sicherlich sind
3,00 EUR / Stunde nicht das Gelbe vom Ei. Aber kein Mensch wird gezwungen zu diesem Mindestlohn in der Gastronomie zu arbeiten.

Und da Du so gerne mit weiterführenden Links arbeitest, sollst Du auch einmal einen von mir bekommen:
http://www.spanien-bilder.com/lexikon/m ... panien.htm

Gruss
Herbert
Lebensstandard ist der Versuch, sich heute das zu leisten, für was man auch in zehn Jahren kein Geld haben wird.
Marybell
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von Marybell »

@sonnenanbeter:
Das war ja ein recht interessanter link! Aber wer soll denn einen Mindestlohn von 800,-€ zahlen, so wie Zapatero sich das bis 2012 vorstellt?
ciao Marybell
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Florecilla
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Re: Unruhen in fünfzig Städten - auch in Alicante und Valenc

Beitrag von Florecilla »

Marybell, du schreibst, dass dir zwei Restaurants bekannt sind, die gar keinen Lohn zahlen und die Arbeitnehmer nur dort arbeiten, um bei der securidad social gemeldet zu sein. Wie verhält es sich denn dann mit dem gesetzlichen Mindestlohn? Wo kein Kläger, da kein Richter?
Hasta luego,
Florecilla (Margit)

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