Selbstverständlich nicht:girasol hat geschrieben: Nur weil etwas wissenschaftlich nicht erwiesen ist, muss es ja noch lange nicht heißen, dass es das nicht gibt.
Willkommen im Club der Gläubigen. Ersetze "etwas" durch Gott - und wir treffen uns beim nächsten Gottesdienst (kein Scherz).
Nein, gibt es nicht! Dass Homöopathie über Einzelfälle hinaus nicht oder annähernd zuverlässig wirkt, wird seit Jahrzehnten immer klarer: Seitdem nämlich Doppelblindstudien u.ä. zum unverzichtbaren Bestandteil eines Wirksamkeitsnachweises gehören.So weit ich weiß gibt es aber bezüglich der Homöopathie auch entsprechende Studien.
Da sind schon hunderttausende für diesen Wirksamkeitsnachweis, der über Placebo hinausgeht ausgelobt worden: Bisher konnte sich noch niemand das Geld verdienen.
Selbstverständlich: Ich tue ja auch sehr vieles aus einem Glauben heraus. Wenn wir aber auf einem Gebiet soweit sind, etwas zu wissen, nämlich warum etwas wirkt, oder auch manchmal nicht wirkt, oder im Nachherein sich als schädlich erweist, dann setze ich lieber auf die Schiene des Wissens. Für den Glauben bleiben noch viele andere Lebensbereiche*. Merkwürdigerweise wenden sich mit zunehmender "Aufgeklärtheit" immer mehr Leute einem "Ersatz-glauben" zu.Es bleibt ja jedem selbst überlassen, zu welcher Medizin er greift und was er nun glaubt. Und ich persönlich kann auch nur über das urteilen, womit ich schon Erfahrungen gemacht habe.
Dem menschlichen Denken ist Statistik zutiefst fremd. Man ist schwer zu überzeugen, dass (auch wiederholte) Einzelerlebnisse im Zweifel null Beweiskraft gegenüber einer sauberen statistischen Erhebung haben.
*Dazu gehören auch viele Felder der Medizin. Die sind leicht zu erkennen: Immer wenn selbst in der evidenzbasierten Medizin völlig verschiedene Behandlungsmethoden für die gleichen Beschwerden angepriesen werden und auch manchmal Nichtstun hilft:
Fersensporn, Schulter-Arm-Syndrom, diverse leichte Viruserkrankungen, allgemein körperliche Befindlichkeiten usw...


