Wie konnte es so weit kommen? Fehlerhafte Küstenarchitektur- Man baute die Häuser so, als seien Strände stabil und dauerhaft. In Wirklichkeit sind sie bewegliche Übergangszonen. Das Meer „greift nicht an“, es kehrt zurück. - Küstenerosion ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein schleichender, vorhersehbarer Prozess.
Dünen und Sedimentflüsse wurden zerstört Urbanisierung, Promenaden, Häfen und Dämme haben die natürlichen Schutzsysteme beseitigt.
Notmaßnahmen ersetzen keine Strategie - Sandaufspülungen, Mauern und Wellenbrecher sind teuer, temporär und verschieben das Problem.
Ausnahmezustand wird Normalität -Wiederkehrende Stürme machen deutlich, dass Erosion ein Dauerzustand ist.
Rückzug wird unausweichlich - In vielen Fällen ist Schutz wirtschaftlich oder technisch nicht mehr sinnvoll.
Ökonomische und soziale Folgen - Tourismus, Immobilienwerte und kommunale Finanzen geraten unter Druck.
Globale Dimension - Das Problem betrifft alle Breitengrade – von Spanien über Schottland bis New York.
Quelle: Ein interessanter Artikel mit dem Titel: Matalascañas (Huelva) - Beispiel für einen großen architektonischen Fehler:
Zu glauben, dass der Strand deiner Kindheit so bleiben würde, wie du ihn in Erinnerung hast.
In Wirklichkeit sucht das Meer nicht plötzlich und ohne Vorwarnung die Küsten heim, sondern fordert lediglich seinen Platz zurück. Auch in unserer Autonomen Regionen Valencia gibt es Parallelen, hier ein paar Beispiele:
L’Albufera & Südstrand von Valencia (El Saler)
Jahrzehntelanger Sandverlust durch Hafenbauten im Hafen von Valencia.
Ständige künstliche Strandaufspülungen, die nach wenigen Stürmen wieder verschwinden.
Die Dünen, einst natürlicher Schutz, wurden größtenteils abgetragen oder fragmentiert.
Cullera
Starke Bebauung nahe der Küstenlinie.
Wiederholte Schäden an Promenaden nach Stürmen.
Schutzbauten verändern die Strömungen und verschärfen die Erosion benachbarter Strände.
Gandía
Nördliche Strände verlieren Sand, während südliche Zonen profitieren – Sedimentungleichgewicht.
Hafeninfrastruktur blockiert natürliche Sandwanderung.
Abhängigkeit vom Badetourismus macht Rückzug politisch heikel. - Wirtschaftliche Abhängigkeit verhindert langfristige Entscheidungen.
Dénia & Les Marines
Bebauung auf ehemaligen Dünen.
Wiederkehrende Überflutungen bei Stürmen.
Einige Wohngebiete sind heute nur noch mit permanenten Notmaßnahmen bewohnbar. Immobilien werden zu unverkäuflichen Vermögenswerten.
Benidorm (Playa de Poniente)
Extrem urbanisierte Küste.
Massive technische Eingriffe notwendig, um den Strand überhaupt zu erhalten.
Funktioniert bislang – aber nur mit hohem finanziellem und ökologischem Aufwand. - Kurzfristig erfolgreich, langfristig fragil. Weitere Beispiele:
Küstenschutz in Dénia: Luxusanlage wird gebaut, Strandhäusern droht Abriss - Quelle CBN vom 28.03.2025
Spanien-Urlaub: Beliebter Strand an der Costa Blanca droht zu verschwinden, Zitat: "So verschwinden etwa Landmassen wegen des steigenden Meeresspiegels. Ein Beispiel sind Strände, die nach und nach geflutet werden. Das ist bei der Playa del Cura in Torrevieja an der Costa Blanca in Spanien aktuell der Fall."
Ist Sand aufzuschütten oder es kostspielig aus dem Meer zurück zu saugen, die einzige Alternative?
Sand aufzuschütten ist nur scheinbar eine Lösung, denn auch der Sandabbau hat gravierende Folgen, nicht nur für die Natur:
Aber auch andere Artikel wie Düstere Prognose: Spaniens Küsten und Strände sterben vom 13.08.2024 lassen aufhorchen.U.a. Trübung des Wassers, Absenkung von Flüssen, Trockenfallen von Nebenflüssen.
Die Ökosysteme der Sandgruben, aber auch von Flüssen und der flachen Meeresgebiete sind besonders vom Sandabbau betroffen.
Sandvorspülung an Küsten ist eine Strategie des nachhaltigen Küstenschutzes und billiger als der Deichbau.
sondern auch wirtschaftlich:
Weltweit fließt viel Geld in Aufschüttungskuren
Ob Sylt, Miami, Sydney oder die Malediven, ob dem Strand seine Bedeutung als Touristenattraktion oder als Schutzwall vor dem Anstieg des Meeresspiegels beigemessen wird: Überall gibt es die Verlockung, verlorene Strände einfach wieder aufzufüllen.
Mehr dazu unter Natürliche Ressourcen unter Druck - Folgen des Sandabbaus Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI).
Spanien-Urlaub: Beliebter Strand an der Costa Blanca droht zu verschwinden, Zitat: "So verschwinden etwa Landmassen wegen des steigenden Meeresspiegels. Ein Beispiel sind Strände, die nach und nach geflutet werden. Das ist bei der Playa del Cura in Torrevieja an der Costa Blanca in Spanien aktuell der Fall."
El Debate hat geschrieben: am 1.2.2026, Zitate:
Die UNO kritisiert die Regierung von Sánchez für die Anwendung eines der strengsten Küstengesetze gegen die Bürger
Eine internationale Studie stuft das spanische Modell als eines der restriktivsten ein, während Fälle wie die Häuser am Strand von Babilonia den Konflikt zwischen öffentlichem Eigentum und erworbenen Rechten veranschaulichen
Die hundertjährigen Häuser am Strand von Babilonia in Guardamar del Segura, die trotz ihrer seit Generationen bestehenden Bewohnung vom Abriss bedroht sind, sind zum sichtbarsten Symbol eines Problems geworden, das bereits über den lokalen Bereich hinausgeht. Eine von den Vereinten Nationen vorgestellte Studie stuft Spanien unter den aufeinanderfolgenden Regierungen von Pedro Sánchez als eines der Länder mit den strengsten Küstengesetzen gegenüber den Bürgern ein, aufgrund ihrer Auswirkungen auf das Eigentumsrecht und der schwachen Garantien für die Betroffenen.
Zehntausende Wohnungen in Gefahr
Das Problem ist landesweit verbreitet. Eine Analyse von Newtral beziffert die Zahl der Wohnungen an der Küste, die durch die Anwendung des Küstengesetzes gefährdet sind, auf 86.426, verteilt auf mehr als 11.000 Wohngebäude innerhalb oder an der Grenze des öffentlichen Küstenstreifens. Fast 89 % davon wurden vor 1988 gebaut, als es noch unbefristete Konzessionen gab, oder waren von späteren Änderungen der Demarkationslinie betroffen.
„Von der Regierung im Stich gelassen“: Das Meer verschlingt Gebäude aus den 1970er Jahren an der Küste Valencias





