Cesiones - Abtretung von Grund und Boden an die Gemeinde

N.I.E., Residencia, IBI, Modelo 210, Kataster, SUMA, Pass, Erbschaft etc.
Antworten
Benutzeravatar
dksoft
apasionado
apasionado
Beiträge: 706
Registriert: Do 31. Dez 2020, 17:26
Wohnort: Frankfurt/Main - Benissa Costa

Re: NIE erhalten und/oder registrieren

Beitrag von dksoft »

chris hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 10:13 Grundsätzlich ist es den Behörden völlig egal, ob du Probleme hast...
Dazu hätte ich eine Frage: In unserer Urbanisation mussten zwei Bauherren im Rahmen von Neubauten ihre Mauern versetzen um die Straße zu verbreitern. Dazu wurde eine Kaution zur Wiederherstellung der Straße bei der Gemeinde hinterlegt.
Das ist jetzt 2 Jahre her und der Straßenbelag weiterhin offen und mit tiefen Löchern von den ehemaligen Telefonmasten.

Wie bewegt man die Gemeinde dazu, die Straße wieder herzustellen?
Benutzeravatar
Rockcrunsher
apasionado
apasionado
Beiträge: 718
Registriert: Di 12. Jun 2018, 08:36
Wohnort: Ulm/Esslingen/Oliva
Kontaktdaten:

Re: NIE erhalten und/oder registrieren

Beitrag von Rockcrunsher »

dksoft hat geschrieben: Mi 4. Mär 2026, 09:47 Wie bewegt man die Gemeinde dazu, die Straße wieder herzustellen?
Ich würde sagen: du gar nicht.
Es wird wie in Deutschland sein. Man muss durch die Gemeinschaft (also alle Anlieger, die betroffen sind) extrem viel Druck aufbauen, z.B. durch die Medien. Erst dann bewegt sich etwas. Ansonsten sitzen sie das einfach aus.
Liebe Grüße
Rockcrunsher
Benutzeravatar
chris
Tech-Supporter und Moderator
Tech-Supporter und Moderator
Beiträge: 3002
Registriert: So 1. Jun 2014, 17:29
Wohnort: Altea

Re: NIE erhalten und/oder registrieren

Beitrag von chris »

dksoft hat geschrieben: Mi 4. Mär 2026, 09:47 Wie bewegt man die Gemeinde dazu, die Straße wieder herzustellen?
Eigentlich verlangt die Gemeinde das von den Grundstücksbesitzern im Rahmen ihrer Baumaßnahmen.
Ohne die Urbanisierungsarbeiten sollten die restlichen Arbeiten eigentlich nicht abgenommen werden.

eigentlich.... eigentlich......

Man kann höchstens eine Instancia bei der Gemeinde einreichen (geht auch online wenn man ein digitales Zertifikat hat) und die Behebung der Schäden anmahnen.
Wahrscheinlich wird sich nichts tun, obwohl die Gemeinde Eigentümer des abgetretenen Bereichs wird und somit auch verantwortlich für die Verkehrssicherheit ist.
Saludos,
Chris
Benutzeravatar
Oliva B.
Administratorin u. Moderatorin
Administratorin u. Moderatorin
Beiträge: 22190
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: Dort, wo die Sonne die Oliven küsst.

Re: NIE erhalten und/oder registrieren

Beitrag von Oliva B. »

dksoft hat geschrieben: Mi 4. Mär 2026, 09:47 Dazu hätte ich eine Frage: In unserer Urbanisation mussten zwei Bauherren im Rahmen von Neubauten ihre Mauern versetzen um die Straße zu verbreitern. Dazu wurde eine Kaution zur Wiederherstellung der Straße bei der Gemeinde hinterlegt.
Das ist jetzt 2 Jahre her und der Straßenbelag weiterhin offen und mit tiefen Löchern von den ehemaligen Telefonmasten.

Wie bewegt man die Gemeinde dazu, die Straße wieder herzustellen?
Ich habe gehört und auch gesehen, dass In unserer Urbanisation alle Eigentümer, die eine bauliche Veränderung an ihrem Haus vornehmen lassen, oder Investoren, die in die Jahre gekommene Immobilien abreißen und auf dem vorhandenen Grundstück neu bauen wollen, ihre Grundstücksgrenzen in Gehwegbreite zurücksetzen müssen, d. h. bestehende Mauern, Zäune oder andere Begrenzungen abreißen und neue Begrenzungen auf eigene Kosten ziehen lassen und einen Fußgängerweg nach Vorgabe mit ganz bestimmte Verlegeplatten (sie sind alle einheitlich) anlegen müssen. Ohne Abriss soll es wohl keine Baugenehmigung geben.

In unserer Sackgasse gab es vor dreißig Jahren nur einen Schotterweg, den die Gemeinde je nach Lust und Laune ausbesserte. Die Anleger schlossen sich zusammen und haben die schmale Straße auf eigene Kosten an den schlimmsten Stellen teeren lassen. Ich glaube, danach vergingen noch einmal ca. 10 Jahre, bis die Stadt genug Mittel übrig hatte, unsere Straße komplett zu teeren, wozu alle Anwohner einen Obolus entrichten mussten.
Benutzeravatar
chris
Tech-Supporter und Moderator
Tech-Supporter und Moderator
Beiträge: 3002
Registriert: So 1. Jun 2014, 17:29
Wohnort: Altea

Cesiones - Abtretung von Grund und Boden an die Gemeinde

Beitrag von chris »

Da sich hier aus dem NIE-Thema ein neues Thema abgeleitet hat, kopiere ich die Beiträge, die sich auf Urbanisierungsarbeiten beziehen, hierher.

So genannte Cesiones fallen immer dann an, wenn die Straßenbreite nicht mehr den aktuellen Planungen entspricht. Das ist besonders ärgerlich, wenn man vor 30 Jahren alles völlig legal und korrekt eingezäunt hat und heutzutage bei einem Um- oder Neubauvorhaben den nötigen Streifen auf der gesamten Grundstückslänge der Gemeinde schenken und darauf auf eigene Kosten einen Bürgersteig errichten und Straßenlaternen aufstellen muss. Enteignung de luxe, sozusagen. Statt einer Vergütung bekommt man die Urbanisierungskosten aufgebrummt und muss auch den Wertverlust des Grundstücks schlucken. Ganz zu schweigen davon, dass damit auch die Bebaubarkeit reduziert wird.
Saludos,
Chris
Benutzeravatar
Atze
especialista
especialista
Beiträge: 4235
Registriert: Sa 18. Mai 2013, 17:31
Wohnort: Berlin-Brandenburg - Torrevieja

Re: Cesiones - Abtretung von Grund und Boden an die Gemeinde

Beitrag von Atze »

Der verstorbene Bruder von Atzine hatte für seinen Neubau die vorgeschriebenen Baufluchtlinie voll ausgenutzt. Die vor Jahrzehnten massiv gemauerte Grundstücksgrenze ließ schon damals in unserem Bereich der Straße lediglich einen sehr schmalen Fußweg zu.
Als es dann (wegen des Todes ihres Bruders) erst Jahre später zur Bauabnahme kam, wurden auch wir aufgefordert, einen Teil des Grundstückes zwecks Verbreiterung der Straße aufzugeben.- Umsetzung der massiven Grundstücksmauer auf unsere Kosten natürlich.
Da damit die Baufluchtlinie aufgegeben werden müsste, fragte ich an, ob diese dann auch sonst hinfällig wäre: Wir hätten nämlich dann gerne unser Haus an verschiedenen anderen Stellen verbreitert.
Darauf wurde die Forderung der Gemeinde auf Grundflächenübertragung aufgegeben.
LG Atze
Benutzeravatar
dksoft
apasionado
apasionado
Beiträge: 706
Registriert: Do 31. Dez 2020, 17:26
Wohnort: Frankfurt/Main - Benissa Costa

Re: NIE erhalten und/oder registrieren

Beitrag von dksoft »

dksoft hat geschrieben: Mi 4. Mär 2026, 09:47
chris hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 10:13 Grundsätzlich ist es den Behörden völlig egal, ob du Probleme hast...
Dazu hätte ich eine Frage: In unserer Urbanisation mussten zwei Bauherren im Rahmen von Neubauten ihre Mauern versetzen um die Straße zu verbreitern. Dazu wurde eine Kaution zur Wiederherstellung der Straße bei der Gemeinde hinterlegt.
Das ist jetzt 2 Jahre her und der Straßenbelag weiterhin offen und mit tiefen Löchern von den ehemaligen Telefonmasten.

Wie bewegt man die Gemeinde dazu, die Straße wieder herzustellen?
Zu allem Übel ist die Tage noch ein Bekannter des Bauherren über die Kante gestolpert und hat sich verletzt.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Die Straße wurde eben geteert.
Benutzeravatar
Beefeater
especialista
especialista
Beiträge: 1940
Registriert: Mo 28. Feb 2022, 17:10
Wohnort: Elche
Kontaktdaten:

Re: Cesiones - Abtretung von Grund und Boden an die Gemeinde

Beitrag von Beefeater »

Bei uns ist es ähnlich...

Die Strasse bzw. der Weg an dem unsere Häuser liegen wurde noch nie Asphaltiert, zumindest sieht man davon nichts mehr.
Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Und das Unkraut.. nunja, kann man sich vorstellen.

Nun hat unsere Nachbarschaftsgruppe bei der Stadt angefragt, ob sie nicht endlich mal die Strasse reparieren/befestigen wollen.
Daraufhin wurde uns gesagt, dass es offiziell ein Privatweg ist. Heisst ...wir müssten das in Eigenregie machen lassen.

UND wenn die Stadt das machen würde, dann müssten wir auch Grund abgeben, weil der Weg zu schmal ist.
Da würde ich mich dezent raushalten. Unser Grundstück wurde in der Vergangenheit schon einmal um ca. 1000m2 verkleinert,
weil die Nachbarn einen Versorgungsweg brauchten.

Es gab da vor Urzeiten (vor unserem Kauf) auch mal eine Nachbarschaftsaktion für die Wegbefestigung...
bei der sich aber - laut den Nachbarn - unser spanischer Vorbesitzer dezent rausgehalten hat.

Nun hat die Stadt Elche aber vor ca 1. Jahr an allen Kreuzungen und auf unserem Weg offizielle Wanderrouten Schilder aufgestellt
und die Strasse zu einem offiziellen Wanderweg gemacht. Auf dem sich die Wanderer im worst case derzeit die Beine brechen könnten ...

Das haben wir als Argument nochmal nach geschoben und warten auf Antwort .. bin gespannt.

Saludos Mike
... Et het noch emmer joot jejange
Antworten

Zurück zu „RECHT: Steuern, Gesetze & Dokumente“