Da die Islamische Republik ihre wahllosen Angriffe ausgeweitet hat und mit der Schließung der Straße von Hormus droht, kann Europa nicht länger tatenlos zusehen und muss der Verteidigung der Seewege Priorität einräumen und die Vereinigten Staaten in diesem Konflikt unterstützen. Wir können nicht in der Ukraine militärische Hilfe von Washington anfordern und dann im Ernstfall unsere Unterstützung verweigern. Pedro Sánchez irrt sich mit seiner „Nein zum Krieg“-Haltung, auch wenn er seine Anhänger mobilisieren konnte. Leugnung allein reicht nicht aus, um Kriege zu beenden; sie verschärft sie meist nur.
Aus "La Razón" richtet sich an die rechtsgerichtete Leserschaft
Fazit:Die span. Regierung wollte sich nicht in den Konflikt einmischen und berief sich auf Artikel 2 des Verteidigungsabkommens mit den Vereinigten Staaten, der besagt, dass jede Nutzung der Stützpunkte, die über den bilateralen oder multilateralen Rahmen hinausgeht (mit Bezug auf die NATO), „die vorherige Genehmigung der spanischen Regierung erfordert“.
Aus El País, linksorientiert
Trotzdem gab es Ausnahmen:
1991 war der damalige Präsident Felipe González der erste, der den USA die Durchführung von Angriffsmissionen von spanischen Stützpunkten aus gestattete: Damals starteten die B-52-Bomber, die während des ersten Golfkriegs den Irak bombardierten, von Morón aus.
2003 erlaubte die Regierung Aznar die Betankung von B-52-Bombern in der Luft durch in Morón stationierte Tankflugzeuge über Städten wie Bilbao, Pamplona oder Barcelona, was heute strengstens verboten ist.
Spaniens moralisch motivierte Außenpolitik kann zwar internationales Ansehen bringen, birgt aber erhebliche wirtschaftliche, energiepolitische und strategische Risiken, besonders im Verhältnis zu den USA.


