chris hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 16:03
[...]
Überrascht hat mich hingegen, dass José María Aznar von der PP sich nach Ceuta begeben hat. Wer kennt ihn noch? Sozusagen der Vor-vor-vorgänger von Sánchez, Regierungspräsident 1996 bis 2004. Auch wenn politisches Kalkül dahintersteckt, so ist es doch ein Unding, dass der Regierungschef von einen Urlaub in den nächsten jettet, während ein greiser Ehemaliger der Opposition sich aufmacht, um vor Ort bei den Menschen zu sein, denen die Hütte lichterloh brennt.[...]
Für mich als Foren-Omi mit altersgemäßen politischen Wissen

(leider fand ich keinen passenden Smilie) , war der Besuch Aznars ein bewusster politischer Schachzug der konservativen Opposition. Aznar nutzte die lokale Krise in Ceuta gezielt, um Pedro Sánchez Untätigkeit und mangelnde Härte beim Schutz der nationalen Integrität vorzuwerfen.
chris hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 16:03Da die Krise ebenso aktuell wie groß ist, habe ich mich mal wieder auf das dünne Eis eines politischen Themas begeben und hoffe, dass wir damit respektvoll umgehen.
Weltpolitische Themen sind bei uns ja ab November 2023 tabu, doch Nachrichten aus Spanien (wie die Migrationskrise auf Ceuta) gehören unbedingt in unser Forum.
Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass massenhaft Flüchtlinge aus Nordafrika auf Ceuta "einfallen":
Im Jahr 2021 strömten etwa 8000 Menschen über die Grenze von Marokko nach Ceuta, nachdem die marokkanische Polizei die Grenzzäune geöffnet hatte. Rabat war verärgert darüber, dass Spanien dem Anführer der Polisario-Front, der Unabhängigkeitsbewegung, die mit Marokko um das umstrittene Gebiet der Westsahara kämpft, medizinische Behandlung in Spanien ermöglicht hatte. Spanien änderte daraufhin rasch seine Politik in Bezug auf die Westsahara, um sie an die Linie Marokkos anzupassen.
Quelle