Neuwahlen am 29. November
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Re: Neuwahlen am 29. November
"Altea, contra la violéncia Masclista."
Das ist kein Schreibfehler, sondern die Übersetzung ins Valencianische. Anstatt es auf ein Schild zu drucken, wurde noch mehr Steuergeld für die Zweisprachigkeit der Region verpulvert.
Wie wäre es denn mal mit Schildern wie: "Altea, contra la violencia de las mujeres narcisistas" / "Altea, contra la violència de les dones narcisistes", kann auch gerne erweitert werden zu "Altea, contra las consecuencias psicológicas de las mujeres narcisistas" / "Altea, contra les conseqüències psicològiques de les dones narcisistes"?! Ich möchte nicht wissen, was dann für eine Hölle losbricht.
Das Beispiel von Chris fand ich übrigens noch pregnanter, weil es am besten den Irrsinn und die Widersprüchlichkeit verdeutlichte.
Das ist kein Schreibfehler, sondern die Übersetzung ins Valencianische. Anstatt es auf ein Schild zu drucken, wurde noch mehr Steuergeld für die Zweisprachigkeit der Region verpulvert.
Wie wäre es denn mal mit Schildern wie: "Altea, contra la violencia de las mujeres narcisistas" / "Altea, contra la violència de les dones narcisistes", kann auch gerne erweitert werden zu "Altea, contra las consecuencias psicológicas de las mujeres narcisistas" / "Altea, contra les conseqüències psicològiques de les dones narcisistes"?! Ich möchte nicht wissen, was dann für eine Hölle losbricht.
Das Beispiel von Chris fand ich übrigens noch pregnanter, weil es am besten den Irrsinn und die Widersprüchlichkeit verdeutlichte.
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Re: Neuwahlen am 29. November
In diesem Zusammenhang ist mir auch noch was aufgefallen. Thema Mord. Bei Männern die ermordet werden ist es simpel Mord, bei Frauen heisst das seit neuestem Femizid.
Sorry aber als Frau verstehe ich das alles nicht ganz.
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Re: Neuwahlen am 29. November
Jaein.
Ich versuche mich mal an einer Erklärung.
Es gibt quasi als Pendant zum Femizid den Begriff des Maritizids; er beschreibt die Tötung des männlichen Partners/Ehemannes. Und mir fällt noch der ebenfalls nicht häufig gebrauchte Begriff des Androzids ein. Der beschreibt jedoch etwas anderes (dazu weiter unten). Diese Begriffe kommen in der gesellschaftlichen Debatte so gut wie nie vor, u. a. weil dem Maritizid, im Gegensatz zum Femizid, die systematische Komponente fehlt, während der Androzid eine völlig andere, meist kriegerische Dynamik beschreibt. Aber auch, weil die -zide v. a. in der Forensik bzw. in der Kriminologie verwendet werden. Allenfalls hört man noch den Begriff des Homizids, der die Tötung eines Menschen durch einen anderen Menschen beschreibt, ohne das Geschlecht zu berücksichtigen.
Neu ist der Begriff des Femizids nicht. So wurde dieser erstmals in den 1970er Jahren von feministischen Aktivistinnen geschaffen. Die Soziologin und feministische Aktivistin Diana Elizabeth Hamilton Russell verwendete den Begriff 1976 beim ersten „Internationalen Tribunal über Verbrechen gegen Frauen“ in Brüssel. In den 90er Jahren prägte sie den Begriff systematisch, um begrifflich einen Unterschied zwischen einem „gewöhnlichen“ Mord (= Homizid) und der gezielten Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts sichtbar zu machen.
Beim Femizid töten Männer Frauen, (gerade in Beziehungen) oft aufgrund von Macht- und Besitzansprüchen. Dahinter steckt eine misogyne Denkart: „Wenn ich sie nicht bekomme, soll sie kein anderer bekommen.“ Auch die pathologische Eifersucht geht in diese Richtung, da ihr ebenfalls patriarchale Besitzansprüche zugrunde liegen.
Frauen hingegen töten Männer meist aus anderen Gründen, die vielfach nicht geschlechtsbasiert sind. Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass Frauen Männer aus misandrischen Motiven (wie systematische Abwertung, Hass, Vorurteile, Verachtung) töten können. Allerdings kommt dies (wohl) selten vor, da es historisch gesehen keine institutionalisierte Vormachtstellung von Frauen über Männer gab. Umgekehrt leider ja. In der forensischen/kriminologischen Praxis handelt es sich bei Tötungsdelikten durch Frauen stattdessen oft um Reaktionen auf jahrelange eigene Gewalterfahrungen in der Beziehung.
Der oben erwähnte Begriff des Androzids beschreibt ein anderes Verbrechen. Damit wird die systematische, massenhafte Tötung von Jungen und Männern bezeichnet, wie sie v. a. in Kriegen geschieht. Als schreckliches Beispiel dazu wäre u. a. das Massaker von Srebrenica zu nennen. Dabei wurden gezielt Jungen/Männer aufgrund ihres Geschlechts (und ihrer ethnischen Zugehörigkeit) getötet – der Täterkreis war dabei jedoch nicht weiblich, sondern bestand ebenfalls aus Männern.
Ich versuche mich mal an einer Erklärung.
Es gibt quasi als Pendant zum Femizid den Begriff des Maritizids; er beschreibt die Tötung des männlichen Partners/Ehemannes. Und mir fällt noch der ebenfalls nicht häufig gebrauchte Begriff des Androzids ein. Der beschreibt jedoch etwas anderes (dazu weiter unten). Diese Begriffe kommen in der gesellschaftlichen Debatte so gut wie nie vor, u. a. weil dem Maritizid, im Gegensatz zum Femizid, die systematische Komponente fehlt, während der Androzid eine völlig andere, meist kriegerische Dynamik beschreibt. Aber auch, weil die -zide v. a. in der Forensik bzw. in der Kriminologie verwendet werden. Allenfalls hört man noch den Begriff des Homizids, der die Tötung eines Menschen durch einen anderen Menschen beschreibt, ohne das Geschlecht zu berücksichtigen.
Neu ist der Begriff des Femizids nicht. So wurde dieser erstmals in den 1970er Jahren von feministischen Aktivistinnen geschaffen. Die Soziologin und feministische Aktivistin Diana Elizabeth Hamilton Russell verwendete den Begriff 1976 beim ersten „Internationalen Tribunal über Verbrechen gegen Frauen“ in Brüssel. In den 90er Jahren prägte sie den Begriff systematisch, um begrifflich einen Unterschied zwischen einem „gewöhnlichen“ Mord (= Homizid) und der gezielten Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts sichtbar zu machen.
Beim Femizid töten Männer Frauen, (gerade in Beziehungen) oft aufgrund von Macht- und Besitzansprüchen. Dahinter steckt eine misogyne Denkart: „Wenn ich sie nicht bekomme, soll sie kein anderer bekommen.“ Auch die pathologische Eifersucht geht in diese Richtung, da ihr ebenfalls patriarchale Besitzansprüche zugrunde liegen.
Frauen hingegen töten Männer meist aus anderen Gründen, die vielfach nicht geschlechtsbasiert sind. Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass Frauen Männer aus misandrischen Motiven (wie systematische Abwertung, Hass, Vorurteile, Verachtung) töten können. Allerdings kommt dies (wohl) selten vor, da es historisch gesehen keine institutionalisierte Vormachtstellung von Frauen über Männer gab. Umgekehrt leider ja. In der forensischen/kriminologischen Praxis handelt es sich bei Tötungsdelikten durch Frauen stattdessen oft um Reaktionen auf jahrelange eigene Gewalterfahrungen in der Beziehung.
Der oben erwähnte Begriff des Androzids beschreibt ein anderes Verbrechen. Damit wird die systematische, massenhafte Tötung von Jungen und Männern bezeichnet, wie sie v. a. in Kriegen geschieht. Als schreckliches Beispiel dazu wäre u. a. das Massaker von Srebrenica zu nennen. Dabei wurden gezielt Jungen/Männer aufgrund ihres Geschlechts (und ihrer ethnischen Zugehörigkeit) getötet – der Täterkreis war dabei jedoch nicht weiblich, sondern bestand ebenfalls aus Männern.
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Re: Neuwahlen am 29. November
Ich kann dir zwar folgen, da stellt sich aber die Frage ob alles was als Femizid bezeichnet wird denn auch tatsäclich einer ist. Aktuell habe ich den Eindruck dass jeder Mord an einer Frau als Femizid bezeichnet wird.
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Re: Neuwahlen am 29. November
Naja, da liegt dann das Problem. Man muss sich quasi selbst Fall für Fall ansehen, was natürlich aufgrund von Verzerrungen (und evtl. Aktivismus) schwierig sein dürfte.
Darüber gibt es dann aber Statistiken vom span. Staat. Ich habe das gerade zu fassen gehabt. Kram, such, wühl ...
Ah ja, das spanischen Statistikinstitut (INE) – aus 2025.
Und selbst da muss man ganz genau hingucken.
Darüber gibt es dann aber Statistiken vom span. Staat. Ich habe das gerade zu fassen gehabt. Kram, such, wühl ...
Ah ja, das spanischen Statistikinstitut (INE) – aus 2025.
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Re: Neuwahlen am 29. November
Genau das ist das Problem, im woken Trend der derzeit herrscht, wird fast immer von einem "Femizid" gesprochen, wenn eine Frau einem Tötungsdelikt zum Opfer fällt.villa hat geschrieben: Mi 14. Okt 2026, 20:54 Ich kann dir zwar folgen, da stellt sich aber die Frage ob alles was als Femizid bezeichnet wird denn auch tatsäclich einer ist. Aktuell habe ich den Eindruck dass jeder Mord an einer Frau als Femizid bezeichnet wird.
Ich kenne hingegen die Definition so, wie sie hier bereits dargestellt wurde: wenn eine Frau getötet wird, weil sie eine Frau ist.
Als Beispiel für so etwas fällt mir zum Beispiel Jack the Ripper ein, der nachts durch neblige Gassen strich, um Frauen abzustechen, die seiner Meinung nach wohl um diese Uhrzeit daheim am Herd zu stehen hatten, anstatt durch London zu laufen. Männer hingegen hatte er nicht auf der Liste, und eigentlich gab es wohl nicht einmal eine Liste, sondern es waren wohl zufällig ausgewählte, aber in jedem Fall weibliche Opfer. "Femizid" ohne jeden Zweifel.
Wenn hingegen ein Ehemann seine Ehefrau tötet, weil sie ihm das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder entzieht oder mit jemandem fremdgeht, dann ist das - Gott bewahre - natürlich keinerlei Rechtfertigung für ein Gewaltdelikt, aber die Motivation ist eine andere. Nämlich ein von jemandem von dieser Frau als sehr übergriffig empfundenes Verhalten (in Kombination mit einer fehlenden Frustrationskontrolle).
Bei der ursprünglichen Definition ("weil sie eine Frau ist") ist kaum eine Konstellation vorstellbar, in der sich Täter und Opfer kennen, denn da gibt es bei Tötungsdelikten vielschichtige Motive. Nur wenn Täter und Opfer sich nicht kennen, kann man davon ausgehen, dass das Motiv wirklich einzig und allein die Weiblichkeit des Opfers sein kann.
Wenn nun der "Femizid" inflationär verwendet wird, dann ist das gewissen Interessengruppen geschuldet, die ganz gezielt manipulativ in den Alltag, die Sprache und soziale Strukturen eingreifen, und den Mord an einer Frau als etwas besonders Verwerfliches positionieren will, so wie den Vatermord, zum Beispiel. Männer stechen sich ja eh ständig gegenseitig ab, das hat weniger Wert.
Saludos,
Chris
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Re: Neuwahlen am 29. November
Genau das sage ich auch von den Muslimen, und daher könnte ich es nicht verstehen, wenn jemand ernsthaft Schilder im Sinne von "Altea gegen muslimische Gewalt" verteidigen und deren Aufstellung an jedem Stadttor als fortschrittlich interpretieren würde.housecat hat geschrieben: Di 13. Okt 2026, 22:57 Versteh' ich nicht. Fühlt ihr euch echt angesprochen oder gar angegriffen? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Die allergrößte Mehrzahl der Männer (auch die Älteren) haben Manieren, jedenfalls in meiner Bezugsgruppe.
Und dass die Muslime sich darüber bitte mal nicht so aufregen sollten.
Oder ob sie sich vielleicht doch getriggert fühlen, weil man sie ertappt hat? Diese Vermutung liegt deiner Argumentation folgend sehr nahe.
Oder darf man solche Aktionen nur gegen die letzte Gruppe bringen, über die man heutzutage noch ungestraft und ohne Angst vor einem Shitstorm Zoten reißen darf: alte, weiße, christliche, heterosexuelle Männer?
Gegen diese Zoten habe ich übrigens nichts einzuwenden, sondern nur dagegen, dass man dies mit keinem anderen Kollektiv mehr "ungestraft" tun darf. Früher gab es einmal ¨üble Nachrede" und "Verleumdung", heutzutage hingegen darf jeder seine Vermutungen auf allen Kanälen in die gesamte Welt hinausbrüllen, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden, so lange sie sich gegen die "Richtigen" richten. Wir haben ein Klima der Selbstjustiz und öffentlichen Demontage etabliert, das einer Demokratie und einem Rechtsstaat inzwischen nicht mehr würdig ist.
Saludos,
Chris
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