Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus?
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Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus?
Die Hotels an der Costa Blanca leiden immer stärker unter der Rezession. Zwei der bekanntesten 5-Sterne-Hotels der Provinz, das Montiboli in Villajoyosa und die Villa Gadea in Altea schlossen ihre Tore am 1. Januar und auch das Sidi de San Juan in erster Strandlinie schließt am kommenden Samstag zum ersten Mal innerhalb seines 27jährigen Bestehens.
Diese Hotels werden im April, pünktlich zur Ostersaison wieder eröffnet.
Man folgt somit den Beispielen der Hotels an der Costa Brava und der Costa del Azahar, wo sich die ganzjährige Öffnung schon länger nicht mehr rentiert. Rentner können den Ausfall im Winter nicht kompensieren, Geschäftsreisen werden in Krisenzeiten gekürzt und die Kanarischen Inseln und die Türkei locken ganzjährig mit Sonne und Meer. Von der zeitweisen Schließung der drei Luxushotels (500 Zimmer, 1.000 Betten) profitieren das Venecia in Benidorm und das Amérigo in Alicante. Sie sind zwar kleiner als die geschlossenen Edelherbergen, liegen aber in den Altstädten, wo mehr los ist. Darüber hinaus sind sie preisgünstiger. Schlecht sieht es für die Angestellten aus. Der Rückgang der Buchungen und verspätete Zahlungen machten jedoch eine vorübergehende Schließung unumgänglich. Die Arbeiter des Sidi San Juan wurden von dem Entschluss des Managements am Vortag der Heiligen Drei Könige überrascht. Am Dienstag treffen sich die 90 Angestellten, um zu beratschlagen, wie es für sie bis zum 15 April weiter gehen kann. So erwägt man, den kompletten Jahresurlaub in diese Zeit zu verlegen, um Entlassungen zu umgehen.
Die Rezession und die günstigeren Preisangebote für die Kanaren in Großbritannien führten in dieser Saison dazu, dass mehr spanische Touristen als Ausländer ihre freien Tage an der Costa Blanca verbringen, das ist etwas, was noch nie dagewesen ist und die Tourismusverbände in Alarmzustand versetzt. Der Arbeitgeberverband des Hotelgewerbes warnt davor, dass die Costa Blanca demnächst kein Winterziel mehr für Urlauber sein könnte, wenn keine Gegenmaßnahmen wie Werbung, Verbesserung der Infrastruktur und neue touristische Attraktionen geboten werden. Die Schließung der Hotels im Winter könnte dem Tourismus an der Costa Blanca den Todesstoß versetzen.
Neu sind die Schließung des Lucentum in Alicante, die Herabstufung der Kategorie des Alicante-Golf-Hotels und die massiven Probleme des Real de Fauna in Benidorm.
Die Schließung des Asian Gardens in Finestrat bei Benidorm wurde trotz geringer Auslastung zunächst abgewendet. Die Verwaltung weist eine vorübergehende Schließung von sich, da es Gruppen gibt, die durchaus bereit sind, Geld für einen exklusiven Hotelaufenthalt zu bezahlen. Die vorübergehende Schließung sei momentan kein Ausweg aus der Misere, könne aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.[/color][/b]
Quelle: Información.es
Man folgt somit den Beispielen der Hotels an der Costa Brava und der Costa del Azahar, wo sich die ganzjährige Öffnung schon länger nicht mehr rentiert. Rentner können den Ausfall im Winter nicht kompensieren, Geschäftsreisen werden in Krisenzeiten gekürzt und die Kanarischen Inseln und die Türkei locken ganzjährig mit Sonne und Meer. Von der zeitweisen Schließung der drei Luxushotels (500 Zimmer, 1.000 Betten) profitieren das Venecia in Benidorm und das Amérigo in Alicante. Sie sind zwar kleiner als die geschlossenen Edelherbergen, liegen aber in den Altstädten, wo mehr los ist. Darüber hinaus sind sie preisgünstiger. Schlecht sieht es für die Angestellten aus. Der Rückgang der Buchungen und verspätete Zahlungen machten jedoch eine vorübergehende Schließung unumgänglich. Die Arbeiter des Sidi San Juan wurden von dem Entschluss des Managements am Vortag der Heiligen Drei Könige überrascht. Am Dienstag treffen sich die 90 Angestellten, um zu beratschlagen, wie es für sie bis zum 15 April weiter gehen kann. So erwägt man, den kompletten Jahresurlaub in diese Zeit zu verlegen, um Entlassungen zu umgehen.
Die Rezession und die günstigeren Preisangebote für die Kanaren in Großbritannien führten in dieser Saison dazu, dass mehr spanische Touristen als Ausländer ihre freien Tage an der Costa Blanca verbringen, das ist etwas, was noch nie dagewesen ist und die Tourismusverbände in Alarmzustand versetzt. Der Arbeitgeberverband des Hotelgewerbes warnt davor, dass die Costa Blanca demnächst kein Winterziel mehr für Urlauber sein könnte, wenn keine Gegenmaßnahmen wie Werbung, Verbesserung der Infrastruktur und neue touristische Attraktionen geboten werden. Die Schließung der Hotels im Winter könnte dem Tourismus an der Costa Blanca den Todesstoß versetzen.
Neu sind die Schließung des Lucentum in Alicante, die Herabstufung der Kategorie des Alicante-Golf-Hotels und die massiven Probleme des Real de Fauna in Benidorm.
Die Schließung des Asian Gardens in Finestrat bei Benidorm wurde trotz geringer Auslastung zunächst abgewendet. Die Verwaltung weist eine vorübergehende Schließung von sich, da es Gruppen gibt, die durchaus bereit sind, Geld für einen exklusiven Hotelaufenthalt zu bezahlen. Die vorübergehende Schließung sei momentan kein Ausweg aus der Misere, könne aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.[/color][/b]
Quelle: Información.es
Saludos,
Elke (Oliva B.)
Ortsporträts aus der Provinz Alicante
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Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Da kann man nur hoffen, dass die Hotels im April - wie geplant - die Tore auch wieder öffnen. Erschreckend finde ich, dass die vorübergehenden Schließungen (teilweise) so kurzfristig erfolgten.
Auch wenn es mich selbst in den Monaten November bis Februar häufig an die Costa Blanca verschlägt und ich den "spanischen Winter" in der Provinz Alicante dem Schnee und Regen in Deutschland bei weitem vorziehe, habe ich die Costa Blanca eigentlich nie als klassisches Ziel für "Überwinterer" gesehen Da bieten doch andere Länder im Winter neben günstigen Langzeit-Hotelaufenthalten (6 bis 10 Wochen) auch beständigeres Wetter.
Auch wenn es mich selbst in den Monaten November bis Februar häufig an die Costa Blanca verschlägt und ich den "spanischen Winter" in der Provinz Alicante dem Schnee und Regen in Deutschland bei weitem vorziehe, habe ich die Costa Blanca eigentlich nie als klassisches Ziel für "Überwinterer" gesehen Da bieten doch andere Länder im Winter neben günstigen Langzeit-Hotelaufenthalten (6 bis 10 Wochen) auch beständigeres Wetter.
Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Dennoch denke ich, dass das Hauptproblem beim Angebot liegt. Was bieten die Hotels denn ausser Übernachtung, eventuell noch Spa und Golf und im Sommer Strand & Animation?
Ich denke, dass die Comunidad Valenciana ein grosses Potenzial birgt. Obwohl es im Winter keine Badetemperaturen hat, wie z.B. die Kanaren, ist das Wetter dennoch schön, mit vielen Sonnentagen. Outdooraktivitäten sind möglich - wandern, biken... Dazu kommt, dass das Hinterland viele schöne Ecken bietet. Der Trend zum Aktivsein bis ins hohe Alter steigt, nur wohin gehen? Wohnt man hier über längere Zeit, kennt man sich etwas aus, aber wer von Deutschland aus sucht und vielleicht die CB nicht kennt, wird einfach nicht fündig... und wenn der Preisunterschied zu den Kanaren nicht signifikant ist, dann....
Was meint Ihr?
Herzliche saludos.
Ela
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Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Ich stimme in allem hundertprozentig mit dir überein, Ela.Ela hat geschrieben:ja, der 5-Sterne Hotel-Sektor und sicherlich auch andere x-Sterne-Kategorien können sich nicht mehr über die mageren Wintertage halten. Begründung: Sonne & Strand sucht man über den Winter auf den Kanaren und bei den Geschäftsreisen sparen die Firmen wegen der schlechten Wirtschaftslage. Das ist einleuchtend.
Dennoch denke ich, dass das Hauptproblem beim Angebot liegt. Was bieten die Hotels denn ausser Übernachtung, eventuell noch Spa und Golf und im Sommer Strand & Animation?
Ich denke, dass die Comunidad Valenciana ein grosses Potenzial birgt. Obwohl es im Winter keine Badetemperaturen hat, wie z.B. die Kanaren, ist das Wetter dennoch schön, mit vielen Sonnentagen. Outdooraktivitäten sind möglich - wandern, biken... Dazu kommt, dass das Hinterland viele schöne Ecken bietet. Der Trend zum Aktivsein bis ins hohe Alter steigt, nur wohin gehen? Wohnt man hier über längere Zeit, kennt man sich etwas aus, aber wer von Deutschland aus sucht und vielleicht die CB nicht kennt, wird einfach nicht fündig... und wenn der Preisunterschied zu den Kanaren nicht signifikant ist, dann....
Was meint Ihr?
Ich glaube auch, dass die Tourismusverbände den Knall noch nicht gehört haben, denn sie vertreten immer noch zu sehr ihr Motto "Sol y Playa", so als stände jeder Urlauber darauf, sich ausschließlich in der Sonne zu aalen, obwohl bereits im letzten Jahr eine Krisensitzung nach der anderen stattgefunden hat.
Natürlich hat das Hinterland besonders bezaubernde Ecken, von denen der normale Strandtourist nichts mitbekommt
und selbstverständlich könnte man im Winter die Casas rurales mit Touristen füllen, aber das wird wohl kaum im Sinne der Hotelierlobby an der Küste sein, nicht wahr? Die wollen doch ihre kalten Betten im Winter an den Mann oder die Frau bringen.
Der ländliche Tourismus ist vor allen Dingen bei Spaniern beliebt und Websites für Interessenten gibt es reichlich:
http://www.turismoruralalicante.com
http://www.aldearural.com/suhotelaparta ... encia.htm/
http://www.alicanteinterior.com/
http://www.casaturismorural.com/
http://www.toprural.com/Casas-rurales_A ... 788_p.html (mit vielen Bildern)
http://www.alicantedirectorio.com/turismorural/
http://www.directoriorural.com/casas-rurales/alicante
und so weiter und sofort...
Trotzdem fände ich es traurig, wenn sich die 5-Sterne-Touristen im Winter verabschieden würden.
Es täte dem Ansehen unserer Region so gar nicht gut...
Saludos,
Elke (Oliva B.)
Ortsporträts aus der Provinz Alicante
Elke (Oliva B.)
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Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Laut informacion.es, hat Alicante in den letzten zwei Jahren 80% seiner 5-Sterne-Bettkapazitäten verloren. Somit steht Benidorm wieder in dieser Kategorie mit dem Hotel Venecia, Asia Gardens und Villaaitana (welches ebenfalls mit der Krise kämpft) an erster Stelle.
Alicantes Tourismus-Stadträtin hält aber weiterhin an der Meinung fest, dass diese bedauerlichen Vorfälle nicht auf ein Fehlen der Attraktivität Alicantes zurürckzuführen sind.
Alicantes Tourismus-Stadträtin hält aber weiterhin an der Meinung fest, dass diese bedauerlichen Vorfälle nicht auf ein Fehlen der Attraktivität Alicantes zurürckzuführen sind.
Herzliche saludos.
Ela
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Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Hallo,
ich sehe es ganz genauso. Bis auf die Betten und Strand bekommt man recht wenig. Wenn man Glück hat, sprechen die Angestellten die eine oder andere Sprache, oft sind aber auch das eher Studenten oder ungelernte Zeitarbeiter. Selbst den Weg ins benachbarte Restaurant muss oft bei anderen Mitarbeitern erfragt werden. Von Unternehmungen ganz abgesehen.
Benidorm soll in dieser Wintersaison insgesamt gut belegt sein, dort scheint man sich nicht zu beschweren. Die anderen Orte dagegen haben Probleme.
Bis auf einen schänen, bunten Ständer mit Flyern findet man in den Hotels nicht viel. Das ist ok, wenn man in Paris oder Amsterdam einen Kurzurlaub macht, aber doch nicht, wenn man hier seinen Jahresurlaub verbringen will. Das Ergebnis ist, wenn Bekannte von uns in einem Hotel absteigen, stehen die letztlich dann doch jeden Tag vor unserer Tür, weil man mit den Flyern nichts anfangen kann. Das Abgebot in jedem Billigurlaub in den Hotels in der Türkei, Bulgarien oder wo auch immer ist größer. Bootsausflüge, Tauchkurse, Eselreiten, Sportangebote, Wanderungen, Kinderspiele - alles wird organisiert und angeboten. Klar, es kostet Geld, aber man kann es tun - und davon ist man hier meilenweit entfernt.
Meine Meinung: Spanien ist zu teuer für das was geboten wird. (für den Massentourismus)
Mir pers. ist es natürlich lieber, wenn weniger Touristen da sind, aber die Wirtschaft leidet darunter und ich sehe es in der Nachbarschaft ... die Arbeitslosigkeit steigt (extrem).
ich sehe es ganz genauso. Bis auf die Betten und Strand bekommt man recht wenig. Wenn man Glück hat, sprechen die Angestellten die eine oder andere Sprache, oft sind aber auch das eher Studenten oder ungelernte Zeitarbeiter. Selbst den Weg ins benachbarte Restaurant muss oft bei anderen Mitarbeitern erfragt werden. Von Unternehmungen ganz abgesehen.
Benidorm soll in dieser Wintersaison insgesamt gut belegt sein, dort scheint man sich nicht zu beschweren. Die anderen Orte dagegen haben Probleme.
Bis auf einen schänen, bunten Ständer mit Flyern findet man in den Hotels nicht viel. Das ist ok, wenn man in Paris oder Amsterdam einen Kurzurlaub macht, aber doch nicht, wenn man hier seinen Jahresurlaub verbringen will. Das Ergebnis ist, wenn Bekannte von uns in einem Hotel absteigen, stehen die letztlich dann doch jeden Tag vor unserer Tür, weil man mit den Flyern nichts anfangen kann. Das Abgebot in jedem Billigurlaub in den Hotels in der Türkei, Bulgarien oder wo auch immer ist größer. Bootsausflüge, Tauchkurse, Eselreiten, Sportangebote, Wanderungen, Kinderspiele - alles wird organisiert und angeboten. Klar, es kostet Geld, aber man kann es tun - und davon ist man hier meilenweit entfernt.
Meine Meinung: Spanien ist zu teuer für das was geboten wird. (für den Massentourismus)
Mir pers. ist es natürlich lieber, wenn weniger Touristen da sind, aber die Wirtschaft leidet darunter und ich sehe es in der Nachbarschaft ... die Arbeitslosigkeit steigt (extrem).
lg
kala
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Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Das Schlimme ist eigentlich, dass die Tourismusverbände noch immer nicht realisiert haben, woran es letztendlich hapert.
Bunte Hochglanzprospekte sind sicherlich schön für die Urlauber, Tourismusmessen in anderen Ländern sinnvoll, um sich als Urlaubsland zu präsentieren, doch se helfen dem wichtigsten Erwerbszweig nicht aus der Krise.
Und mal ehrlich, womit will die Provinz sich profilieren, um anderen Urlaubsregionen die Feriengäste abzuwerben?
Wie Kala schon schrieb, gibt es inzwischen Länder, die für Urlauber weitaus interessanter sind, weil die sich schon vor langer Zeit überlegt haben, mit welchen attraktiven Angeboten sie Touristen anwerben können, während Spanien noch als Nummer 1 als Urlaubsziel galt und sich die Verantwortlichen keinerlei Gedanken machten, ob Sonne, Meer, Strand und Fiestas en masse auch noch in Zukunft das einzige sein werden, was die Touristen bei ihnen suchen.
Doch Urlauber sind inzwischen verwöhnt, aufgeklärt, werden umworben und wollen mehr, nämlich
DAS sind die Angebote, die sich Urlauber für die kostbarsten (wortwörtlich
) Wochen oder Tage im Jahr wünschen, nicht Hochglanzprospekte, Transparente und Schilder, auf denen steht, wie toll es doch hier ist….
Ich habe bestimmt noch einiges vergessen, vielleicht fallen euch ja auch noch ein paar Punkte ein.
Wenn Spanien nicht langsam die Zeichen der Zeit erkennt, wird das Land auch das zweite Standbein seiner Wirtschaft verlieren und die Arbeitslosigkeit wird noch weiter in die Höhe schnellen.
Bunte Hochglanzprospekte sind sicherlich schön für die Urlauber, Tourismusmessen in anderen Ländern sinnvoll, um sich als Urlaubsland zu präsentieren, doch se helfen dem wichtigsten Erwerbszweig nicht aus der Krise.
Und mal ehrlich, womit will die Provinz sich profilieren, um anderen Urlaubsregionen die Feriengäste abzuwerben?
Wie Kala schon schrieb, gibt es inzwischen Länder, die für Urlauber weitaus interessanter sind, weil die sich schon vor langer Zeit überlegt haben, mit welchen attraktiven Angeboten sie Touristen anwerben können, während Spanien noch als Nummer 1 als Urlaubsziel galt und sich die Verantwortlichen keinerlei Gedanken machten, ob Sonne, Meer, Strand und Fiestas en masse auch noch in Zukunft das einzige sein werden, was die Touristen bei ihnen suchen.
Doch Urlauber sind inzwischen verwöhnt, aufgeklärt, werden umworben und wollen mehr, nämlich
- gepflegte Strände (gut, da bemüht man sich wenigstens in der Hochsaison) und
- Strandpromenaden,
- attraktive Geschäfte zum Bummeln,
- Kinderprogramme, damit auch die Eltern mal ein paar Stunden frei haben,
- Restaurants, die sich bemühen, etwas Leckeres zu einem vernünftigen Preis auf den Teller zu zaubern,
- Sportangebote,
- mehr Führungen durch die Küstenorte,
- weitaus mehr Fußgänger- und Fahrradwege als vorhanden,
- eine komplett durchgeführte Müllabfuhr in den Urbanisationen (d.h. alles mitnehmen, was neben den Containern liegt),
- mehr Grünmülldeponien zur Verfügung stellen, damit der Gartenmüll nicht auf unbebauten Grundstücken entsorgt wird,
- gepflegte Urbanisationen (statt zum 10. Mal dieselbe Straße in der Stadt zu fegen, auch mal in den Urbanisationen den Müll rechts und links des Straßenrandes entfernen,
- mehr Ausflugsmöglichkeiten für Familien (und damit meine ich wirklich nicht Terra Mitica),
- bessere Kontrollen bei nächtlichen Ruhestörungen,
- saubere, müllfreie Naturlandschaften,
- freundliches Personal (egal wo)
- keine geschlossenen Discos im Sommer
DAS sind die Angebote, die sich Urlauber für die kostbarsten (wortwörtlich
Ich habe bestimmt noch einiges vergessen, vielleicht fallen euch ja auch noch ein paar Punkte ein.
Wenn Spanien nicht langsam die Zeichen der Zeit erkennt, wird das Land auch das zweite Standbein seiner Wirtschaft verlieren und die Arbeitslosigkeit wird noch weiter in die Höhe schnellen.
Saludos,
Elke (Oliva B.)
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Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Ich glaube, Spaniens Tourismusbranche wird es zukünftig nicht leicht haben. Viele Länder haben in den letzten Jahren nachgezogen und ihre Attraktivität gesteigert.
Das schlimme daran ist, dass die Möglichkeiten vorhanden wären, aber solange man Touristen nur auf "sol y playa" reduziert und man nicht realisiert, dass Flora, Fauna, Kultur, Sport, Sauberkeit, organisierte Freizeitaktivitäten u.v.m. für den modernen Urlauber ebenso wichtig sind, werden in den nächsten Jahren noch viele Betriebe zu leiden haben.
Sicherlich sind viele Dinge im Freizeitbereich vorhanden, aber der Urlauber, der für nur zwei oder drei Wochen Jahresurlaub am Ort ist, hat weder Zeit noch Gelegenheit, alle Informationen zu sammeln und sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen, um dann ein abwechslungsreiches Urlaubsprogramm zusammen zu stellen - wahrscheinlich wird er schon an den Sprachen in den Prospekten und Broschüren scheitern.
Off topic:
War nicht mal die Rede davon, Mallorca zu reformieren und aus der Partyinsel eine Kultur- und Freizeit-Hochburg zu machen?
Das schlimme daran ist, dass die Möglichkeiten vorhanden wären, aber solange man Touristen nur auf "sol y playa" reduziert und man nicht realisiert, dass Flora, Fauna, Kultur, Sport, Sauberkeit, organisierte Freizeitaktivitäten u.v.m. für den modernen Urlauber ebenso wichtig sind, werden in den nächsten Jahren noch viele Betriebe zu leiden haben.
Sicherlich sind viele Dinge im Freizeitbereich vorhanden, aber der Urlauber, der für nur zwei oder drei Wochen Jahresurlaub am Ort ist, hat weder Zeit noch Gelegenheit, alle Informationen zu sammeln und sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen, um dann ein abwechslungsreiches Urlaubsprogramm zusammen zu stellen - wahrscheinlich wird er schon an den Sprachen in den Prospekten und Broschüren scheitern.
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War nicht mal die Rede davon, Mallorca zu reformieren und aus der Partyinsel eine Kultur- und Freizeit-Hochburg zu machen?
Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
Na, Flörchen, genau dafür gibt es doch unsFlorecilla hat geschrieben:Sicherlich sind viele Dinge im Freizeitbereich vorhanden, aber der Urlauber, der für nur zwei oder drei Wochen Jahresurlaub am Ort ist, hat weder Zeit noch Gelegenheit, alle Informationen zu sammeln und sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen, um dann ein abwechslungsreiches Urlaubsprogramm zusammen zu stellen - wahrscheinlich wird er schon an den Sprachen in den Prospekten und Broschüren scheitern.
www.costa-blanca-forum.de
oder
Bei uns kann sich der Urlauber rechtzeitig vor Ferienbeginn informieren.
Salu2
Oliva
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Re: Winterurlaub an der Costa Blanca vor dem endgültigem Aus
CBF-Team hat geschrieben:Na, Flörchen, genau dafür gibt es doch uns
www.costa-blanca-forum.de
oder![]()
Bei uns kann sich der Urlauber rechtzeitig vor Ferienbeginn informieren.
Salu2
Oliva

