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Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: So 12. Dez 2021, 18:13
von Hessebub
Ich freue mich auf frisch gepressten Orangensaft, und das jeden Tag

Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: So 12. Dez 2021, 20:07
von basi
Hessebub hat geschrieben: ↑So 12. Dez 2021, 18:13
Ich freue mich auf frisch gepressten Orangensaft, und das jeden Tag
Wir auch, gleich ab Mittwoch zum Frühstück

Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: So 12. Dez 2021, 20:41
von Hessebub
basi hat geschrieben: ↑So 12. Dez 2021, 20:07
Hessebub hat geschrieben: ↑So 12. Dez 2021, 18:13
Ich freue mich auf frisch gepressten Orangensaft, und das jeden Tag
Wir auch, gleich ab Mittwoch zum Frühstück
Bei uns dauert es noch ein bisschen

In der Krise: ORANGEN aus Valencia
Verfasst: Di 3. Feb 2026, 16:18
von Oliva B.
Die Zitrusanbaufläche in der Region Valencia schrumpft weiter und liegt 2025 bei 151.401 Hektar, rund 2.762 Hektar weniger als 2024 (entspricht ca. 5.400 Fußballfeldern). Hauptgründe sind fehlende Rentabilität, hohe Produktionskosten, niedrige Erzeugerpreise, Überalterung der Landwirte und fehlender Nachwuchs. Zusätzlich beschleunigte das Unwetter Dana im Herbst 2024 die Aufgabe von Plantagen.
Alicante ist besonders betroffen, vor allem beim Zitronenanbau: Mit insgesamt 15.884 Hektar verzeichnen Zitronen dort einen deutlichen Rückgang. Auch Orangen- und Mandarinenflächen nehmen ab, wobei Mandarinen (-998 ha) und Orangen (-722 ha) den größten Anteil der aufgegebenen Flächen stellen. Zitrusfrüchte sind damit die Kultur mit dem größten Zuwachs an Brachland in der Region.
Insgesamt erreicht die Comunitat Valenciana mit fast 180.000 Hektar einen historischen Höchststand an brachliegender Fläche und stellt 17,5 % des gesamten spanischen Brachlands.


Andere Produktionen, die einen Rückgang ihrer Anbaufläche verzeichneten, sind Mandelbäume (-2,6 % im Jahresvergleich nach einem Verlust von 2.349 Hektar), Weinbau (-0,9 % nach Aufgabe von 599 Hektar), Steinobst (-4 % mit 446 Hektar weniger) und Kaki (-1 % nach einem Rückgang um 167 Hektar).
Mehr Olivenbäume und Gemüse
Im Gegensatz dazu stieg die Anbaufläche für Olivenbäume (+1,4 % mit einem Zuwachs von 1.360 Hektar) oder Gemüse und Blumen (+9,5 % mit einem Anstieg von 1.704 Hektar). Unter den alternativen Anbaukulturen festigt sich die Avocado als wichtigste Kulturpflanze in der valencianischen Landwirtschaft, da im Jahr 2025 217 Hektar neu bepflanzt werden, was einem Anstieg von 5,4 % entspricht und eine Anbaufläche von 4.211 Hektar ergibt. Der Anbau von Kiwis ging jedoch zum ersten Mal zurück, und zwar um 3 % im Jahresvergleich, und stagniert bei 625 Hektar.
Quelle: Levante:
La Comunitat Valenciana pierde una superficie citrícola equivalente a 5.400 campos de fútbol en 2025 vom 24.01.2026
...und mit Pestiziden belastet
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 08:47
von Oliva B.
Ägyptische Orangen sorgen bei Spaniens Zitrusbauern für große Besorgnis
Mitten in der spanischen Zitrussaison sorgt der Fund verbotener Pestizide in ägyptischen Orangen für Unruhe. Das EU-Warnsystem RASFF stoppte Anfang 2026 eine Lieferung in Italien.
In den letzten Jahren wurden hohe Rückstände in ägyptischen Obst- und Gemüseprodukten gefunden, Insektizide und Herbizide, die in der EU seit mehr als zwanzig Jahren verboten sind. Hinzu kommen weitere, erst kürzlich verbotene Substanzen, deren Verwendung in der EU strengstens untersagt ist. Dennoch werden weiterhin Rückstände davon in importierten Produkten gefunden.
Die Zahlen sprechen für sich: In den letzten fünf Jahren gab es über 670 Beschwerden über Obst und Gemüse aus Ägypten. Allein 2024 wurde ein Negativrekord erreicht.
Was die Branche besonders beunruhigt:
Nicht jede belastete Ware wird entdeckt. Landwirte warnen, dass ein Teil der Produkte unbemerkt im Handel landet – mit möglichen Risiken für Verbraucher. Gleichzeitig leidet das Vertrauen insgesamt:
Viele Kunden unterscheiden nicht mehr zwischen Importware und heimischen Orangen. Das könnte Nachfrage und Preise drücken.
Dazu kommt der
Wettbewerbsnachteil für europäische Erzeuger. Während sie strenge Auflagen und hohe Kosten tragen, kommen Importprodukte auf den Markt, die mit verbotenen Mitteln billig angebaut wurden. Für zusätzlichen Ärger sorgt die Entscheidung der EU,
die Kontrollquote bei ägyptischen Orangen von 20 auf 10 Prozent zu senken – für viele Landwirte das falsche Signal.
Nicht nur Chemie ist ein Thema - auch eingeschleppte Schädlinge bereiten Sorgen. Kurze Transportwege erhöhen das Risiko, dass Insekten und Krankheiten heimische Kulturen gefährden – mit potenziell schweren Folgen für ganze Regionen.
Forderungen der Landwirtschaft: mehr Kontrollen, im Zweifel bis zu 50 %, und bei anhaltenden Verstößen sogar ein zeitweiser Importstopp. Kritik gibt es auch an großen Handelsketten, die auf
billige Importware setzen – kurzfristig günstig, langfristig problematisch für Landwirtschaft, Umwelt und Verbrauchervertrauen.
Quelle:
Alerta sanitaria y comercial en Murcia por la entrada de naranjas egipcias con residuos prohibidos vom 4.2.2026
Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 10:29
von vitalista
Na ich hoffe doch sehr, dass in das Orangenland Spanien -auch wenn die Anbaufläche sinkt - keine Orangen aus Ägypten importiert werden???
Ich kaufe meine sowieso am liebsten auf dem Markt, da gehe ich davon aus, sie sind, wenn schon nicht ungespritzt, zumindest regional.

Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 11:21
von Oliva B.
Na ich hoffe doch sehr, ...

- und morgen kommt der
Der Bauernverband Valencia (AVA-ASAJA) warnt vor "untergeschobener" Ware. Sein Fazit:
Der Vorsitzende von Asaja Murcia hat geschrieben:[...] sieht im Abkommen mit Ägypten ein deutliches Beispiel für eine europäische Politik, die geopolitische und wirtschaftliche Interessen priorisiert und den Agrarsektor als Druckmittel einsetzt. Er kritisiert in diesem Zusammenhang die Ausweitung von Abkommen ohne vorherige Folgenabschätzungen und ohne Konsultation der Landwirte, trotz des enormen Produktionspotenzials von Ländern wie Ägypten und der Unterstützung, die diese sogar von der EU selbst zum Ausbau ihrer Infrastruktur erhalten.
Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 13:58
von Chris_W
Ich kaufe meine Orangen an der Tankstelle. Dem Pächter gehören einige Orangen- und Zitronenfelder und der Tankwart packt die in Säcke wenn er gerade nicht Autos betankt.
Die sind frisch, regional und lecker. Hätte ich diese Tankstelle nicht, würde ich wahrscheinlich auch auf dem Markt kaufen und eher nicht im Supermarkt.
Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 15:06
von Kiebitz
Ich habe einen Orangen Baum der regelmäßig 10 oder mehr Kilo trägt. Doch diese Jahr voll mit Würmern und Fliegen. Obwohl der Gärtner den Baum behandelt hat, wie er sagte.
Was kann man selbst dagegen machen?
Re: ORANGEN aus Valencia - reich an Vitamin C
Verfasst: Do 5. Feb 2026, 18:20
von Curandero
Ich gebe mal zu, dass ich mich mit dem Thema Handel, insbesondere dem Thema EU-Handel, nicht wirklich beschäftigt habe.
Allerdings verwundert es mich, dass der spanische Staat den Import von Obst und Gemüse, speziell von Orangen, überhaupt zulässt. Man schützt doch seine heimische Wirtschaft.
Was ich nun nicht mehr nachvollziehen kann, ist das mit der Kennzeichnung von importierter Ware. Vielleicht bin ich da zu deutsch, aber in unseren Geschäften, ja selbst bei Obst- und Gemüsehändlern, wird das Ursprungsland ausgewiesen. In Spanien habe ich nun nicht wirklich auf die Schilder geachtet, weiß also gerade nicht, ob es dahingehend eine Kennzeichnungspflicht gibt.
Schon aufgrund der Benachteiligung im Wettbewerb, und ich denke da nicht nur an herabgesenkte Kontrollquoten, sondern auch an Auflagen wie den spanischen Mindestlohn (=> SMI = Salario Mínimo Interprofesional), würde ich doch heimische Produkte gegen Importe sichern. Mich würde auch interessieren, warum diese EU die Kontrollquote absenkt?
Ich schaue ab und an mal diese australische Sendung, ich glaube, die heißt "Border Control", wo mal gezeigt wird, wie Australien gegen bestimmte verbotene Einfuhren auf seinen Flughäfen, vorgeht. Wie sie ihre Flora vor Schädlingen aus anderen Ländern schützen. Vielleicht wäre das, ausgeweitet auf den Handel, der richtige Weg für Spanien, wenn nicht überhaupt für Europa.