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Re: Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 09:46
von JanV
Der Thread behandelt jetzt die Preise und nicht die Qualität, Größe oder Zusammensetzung von diesem "Frass".
Zu spanischer Preisgestaltung kann ich nicht viel sagen, aber viel Unterschied bei der Preisfindung wird es nicht geben.
In Deutschland bewegen sich aber die Preise in den diversen Buden, unter Berücksichtigung des Marktes und v.a. der Kostensituation, eher auf einem niedrigen Niveau. Sie werden selbstverständlich weiter steigen, je nachdem, wann und wie stark sich die ständigen Teuerungseffekte auswirken.
Wer da nicht hin will, muss er ja auch nicht. Es gibt genug andere Möglichkeiten. Aber der Erfolg gibt den diversen Anbietern Recht, da kann man über sie herziehen, wie man will.

Re: Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 10:10
von chris
Wenn die Alternativen preislich ebenfalls durch die Decke gehen, dann ist bei den Burgerbuden natürlich weiterhin die Bude voll. In Altea muss man schon suchen, wenn man ein Mittagsmenü für weniger als 15-20 Euro essen will, und da rede ich von normalen Bars, nicht von den Touri-Restaurants an der Promenade. Man fällt vom Glauben ab, und selbst ein Abendessen beim Griechen (also eher nicht Gourmet und Luxus) mit drei kleinen Kindern im Schlepptau kostet inzwischen über 200 Euro.

Und andererseits ist es insbesondere Kindern und Jugendlichen völlig egal, wie viel ein Burgermenü kostet. Da wird so lange Terror gemacht und gequängelt, bis der inzwischen abgeschaffte Clown -qué Dios lo tenga en su gloria- die schlabberigen Brötchen aufs Tablett legt, koste es was es wölle (um mal im Deutschen den Subjunktiv zu verwenden). Da war ich als kleiner Bub nicht anders und habe meinem Vater sicherlich den einen oder anderen Magenkrampf verschuldet, damals noch ohne finanziellen Aderlass.

Es gibt ja auch wirklich keinen Grund, warum man sich gerade US-Amerikanern anvertrauen sollte, wenn man einen Kaffee will. Und trotzdem kippen sich die Jugendlichen und die hippen Influencer heutzutage scharenweise die weirdesten bohnenbasierten Getränke zu Mondpreisen hinter die Binde, als gäbe es kein morgen, wohingegen im 20. Jahrhundert kein Teenager in Deutschland jemals auf die Idee gekommen wäre, in ein Kaffeehaus zu gehen (ebensowenig wie man in dem Alter jemals Jägermeister angerührt hätte, bevor es vom Altherrenschnaps - möglicherweise nach einem Burger mit den Enkeln - zum flippigen Szenegetränk mutierte).

Re: Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 11:37
von Beefeater
chris hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 10:10 Es gibt ja auch wirklich keinen Grund, warum man sich gerade US-Amerikanern anvertrauen sollte, wenn man einen Kaffee will. Und trotzdem kippen sich die Jugendlichen und die hippen Influencer heutzutage scharenweise die weirdesten bohnenbasierten Getränke zu Mondpreisen hinter die Binde, als gäbe es kein morgen, wohingegen im 20. Jahrhundert kein Teenager in Deutschland jemals auf die Idee gekommen wäre, in ein Kaffeehaus zu gehen (ebensowenig wie man in dem Alter jemals Jägermeister angerührt hätte, bevor es vom Altherrenschnaps - möglicherweise nach einem Burger mit den Enkeln - zum flippigen Szenegetränk mutierte).
Meine Grossmutter, geboren 1909, konnte mir berichten, was in D los war, als die Pommes Frites aus Belgien oder Frankreich eingeführt wurden
und überall Pommesstände auftauchten. Die Menschen standen Schlange und meine Oma, damals junge Frau, ass soviel davon, dass ihr furchtbar übel wurde. Danach hatte sie Jahrelang keine Pommes mehr angerührt...

Diese Effekte gab es also schon lange, bevor es "Influencer" gab :d

Und während meiner USA Reisen so um 1995 stand ich in einer der US MegaMalls
(übergroße überdachte Einkauszentren wie das Outlet Center in Sant Vicent del Raspeig oder das AlJub in Elche)
plötzlich vor einem riesigen Stand aus sicher 1000 Jägermeister Flaschen. Da war das Zeug in D noch lange Altherrenschnaps.
Die Amis fanden das voll cool und amazing und ich dachte nur WTF.
Und 1 Jahr später ging das in D auch los... Selbst der Jägermeister Hype kam aus den USA >:d<

Saludos Mike

Re: Burger-Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 11:51
von JanV
@Chris
Humoristisch und wahr. Aber trotzdem mit einem deutlichen Hauch von Ressentiments.
Mein Vater hatte Glück mit mir. In meinem prekären Alter gab es damals dort, wo ich aufgewachsen bin, diese Einrichtungen nicht. Also genoss ich den üblichen vom Fett triefenden Sonntags Schweinebraten, begleitet mit dicker Soße und deftigen Beilagen. Außerhalb von Sonntagen ähnliche Alternativen. Ich habe es überlebt. Später dann, und eigentlich immer noch, stellten die diversen Fast Food Produkte einen nicht unwesentlichen Bestandteil meiner Ernährung dar. Dazu muss man wissen, dass für mich auch Döner, Pizza, Pasta uä in diese Kategorie gehören. Pizza ist für mich in jeder Hinsicht übel (aber schmeckt) und Nudel mit Hackfleisch, Käse und Dekogrün sind auch nicht besser. Aber viele Leute hören "Burger" und laufen Amok. Gleichzeitig aber schieben sie sich einen, reichlich mit fettem Käse, Salami und Konservenzutaten belegten Teig in den Rachen. Und reden überschwänglich von italienischer Esskultur.
Meine Töchter habe ich diesbezüglich nicht behindert und entsprechend haben sie ihre Oberstufen an ihrem Stammtisch bei einer Kette verbracht. Den Schulergebnissen und beruflichen Werdegang hat es nicht geschadet. Die Enkel sind bzw. werden ähnlich missraten sein.
Und die Preise? Früher war alles billiger, klar. Aber warum bilden sich die Leute ein, dass die Sachen nach wie vor soviel kosten müssen wie vor 30 Jahren, wenn sie selbst jetzt das vierfache von damals verdienen?
Kaffee? Die Zeiten, als man in den USA ein nach nichts schmeckendes, angebräuntes Spülwasser als Kaffee serviert und unaufhörlich nachgeschenkt bekommen hat, sind längst vorbei. Mittlerweile haben die Amis aufgeholt und in vielerlei Hinsicht auch überholt. Starbucks ist nur ein von vielen. Ich sehe dort zunehmend auch älteres Publikum. Dagegen in einem typischen Wiener Kaffeehaus, dem heiligen Gral der Kaffeekultur, gehöre ich zu den jüngsten. Zumal es dort noch teurer ist. Aber nicht mal dort haben vor 15 Jahren 3 Kaffee und 2 Zimtschnecken 34 Euro gekostet. Auch heute noch nicht.

Re: Burger-Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 12:38
von chris
JanV hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 11:51 In meinem prekären Alter gab es damals dort, wo ich aufgewachsen bin, diese Einrichtungen nicht.
Wenn ich mich richtig erinnere, war Deutschland damals wie bei Aldi Nord/Süd so auch beim Fastfood unter McD und BK aufgeteilt. Bei uns in Braunschweig gab es zwar einen der ersten McDonald's Deutschlands (anno 1974 glaube ich), aber bis in die 90er keinen einzigen Burger King.

Damals hatte ich meinen Führerschein noch ziemlich neu, unsere Eltern waren gerade im Urlaub, also habe ich meinen geringfügig jüngeren Bruder eingepackt und wir sind zum ersten BK der Region irgendwo an der Autobahn Richtung Ex-DDR gefahren. Ich bin also nicht frei von Schuld. Früher hätte ich das sogar jeden Tag essen können, und war der erste, der das Verbot des BK-Slogans "Weil's besser schmeckt" bedauerte, denn bei BK schmeckte es mir tatsächlich besser.

Allerdings verdiene ich keinesfalls das Vierfache dessen, was meine Eltern in den 90ern verdient haben, und ein BigMac war damals das Spitzenprodukt des Hauses mit dem Kasper für vier Mark irgendwas. Heute laut McHomepage 6.39€ (https://mcdonaldspreise.de/#mcdonald-highlights-menu) also etwas das Dreifache. Doch gerade bei den wechselnden "Kreationen" mit recht eigenwilligen und keineswegs hochwertigen Zutaten wird gerne hingelangt und noch deutlich mehr aufgerufen.

Re: Burger-Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 13:40
von JanV
chris hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 12:38

Wenn ich mich richtig erinnere, war Deutschland damals wie bei Aldi Nord/Süd so auch beim Fastfood unter McD und BK aufgeteilt....
Nein, so was gab es sicher nicht. BK ist nur viel später nach DE gekommen als Mc
chris hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 12:38 Allerdings verdiene ich keinesfalls das Vierfache dessen, was meine Eltern in den 90ern verdient haben, und ein BigMac war damals das Spitzenprodukt des Hauses mit dem Kasper für vier Mark irgendwas. Heute laut McHomepage 6.39€ (https://mcdonaldspreise.de/#mcdonald-highlights-menu) also etwas das Dreifache. Doch gerade bei den wechselnden "Kreationen" mit recht eigenwilligen und keineswegs hochwertigen Zutaten wird gerne hingelangt und noch deutlich mehr aufgerufen.
Ich habe die Statistiken bemüht.
1991 BM etwa € 2,30, Durchschnittseinkommen laut Destatis € 1.987,-
2024 BM € 5,39, Einkommen € 4.810,-
(allerdings gibt es seit einigen Jahren eine große Preisdifferenzierung nach allen möglichen Parametern ...)
Preissteigerung BM 2024 zu 1991 2,34fach
Einkommen 2,42fach

Also nehme ich das Vierfache und Dreifache zurück, trotzdem kann man deutlich erkennen, dass die Preisentwicklung moderat ist. In Spanien wird es auch nicht anders sein. Gehen wir davon aus, dass die Leute rechnen können.

Re: Burger-Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 14:22
von Atze
Trotz ähnlicher Zubereitungen sind die Preise für Burger in den verschiedenen Ländern durchaus unterschiedlich. Deshalb hat der "Economist" schon vor 40 Jahren daraus einen Index entwickelt, an dem sich die Kaufkraft der einzelnen Länder ablesen lässt:

Big-Mac-Index – Wikipedia https://share.google/WWr4NBSECpEqe7tbP

Re: Burger-Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 18:41
von Beefeater
Mir fällt noch die urbane McDonalds Legende ein, bei der ein Kunde McDonalds verklagt hat,
weil er sich an einem BigMac eine Fleischvergiftung eingefangen hatte.

Und McDonalds vor Gericht behauptete, es sei gar nicht genug Fleisch darin, um eine solche Vergiftung zu bekommen :d

Die Geschichte existiert sicher mind. 25 Jahre... ist jedoch nie bestätigt worden.

ABER ich habe mich, ähnlich wie meine Oma 50 Jahre vorher mit den Pommes , beim Mäcces an den Chick McNuggets "überfressen".
Ich glaube es waren 2 x 12er Boxen. Und danach bekam ich eine schmerzhafte Magenschleimhautentzündung.

Danach habe ich die Dinger sicher 20 Jahre nicht mehr angefasst. Auch wenn es wahrscheinlich gar nicht an den Nuggets lag.
Einbildung ist auch ne Art von Bildung >:d<

Saludos Mike

Re: Burger-Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 18:50
von Atze
Beefeater hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 18:41 Mir fällt noch die urbane McDonalds Legende ein, bei der ein Kunde McDonalds verklagt hat,
weil er sich an einem BigMac eine Fleischvergiftung eingefangen hatte.

Und McDonalds vor Gericht behauptete, es sei gar nicht genug Fleisch darin, um eine solche Vergiftung zu bekommen :d

Die Geschichte existiert sicher mind. 25 Jahre...
Die Geschichte hörte ich schon in den 50er Jahren in Berlin - und zwar mit Buletten.
Und schon damals - versicherte mir mein Vater - war sie mind. 25 Jahre alt.

Re: Burger-Preise, die durch die Decke gehen!

Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 20:56
von JanV
Beefeater hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 18:41 Mir fällt noch die urbane McDonalds Legende ein, bei der ein Kunde McDonalds verklagt hat,
weil er sich an einem BigMac eine Fleischvergiftung eingefangen hatte.

Und McDonalds vor Gericht behauptete, es sei gar nicht genug Fleisch darin, um eine solche Vergiftung zu bekommen :d

Die Geschichte existiert sicher mind. 25 Jahre... ist jedoch nie bestätigt worden.
Saludos Mike
Die Gerüchtewelt ist voll mit solchen idiotischen Geschichten, manche gehen ins höchst geschmacklose. Diverse Trittbrettfahrer versuchen so ans Geld zu kommen, die Klagen sind immer ausgefallener. Wahr und leider erfolgreich war die Klage einer älteren Dame gegen McD, die sich im Auto heißen Kaffee in den Schoss kippte und einen delikaten Schaden erlitt. Es ging der damals über 90jährigen, glaube ich um 2 Mio US $, die dann ein einigermaßen vernünftiger Richter deutlich reduzierte, letztendlich kam es zu einem Vergleich. Danach explodierten ähnliche Klagen, die Absicht war klar. In einigen Fällen traf es aber auch die Kläger hart.
Egal ob Mc, BK, KFC, FG usw usw - alle bieten Essen an, das gut, schnell und einfach zu essen ist und noch dazu relativ preiswert.
Für die Kiddies gehört es zum Leben, Verbote, Ermahnungen und Belehrungen erhöhen nur die Attraktivität. Es gibt genug Studien über den Nährwert, Vitamingehalt etc. Alle sind sich einig darin, dass es nur dann schadet, wenn man es übertreibt. Wie bei allem. Und wer es nicht mag, mag es halt nicht.
Ich persönlich halte die Preise für niedrig. Andere wieder für hoch und würden 15 Euro für einen normalen Burger mit Pommes und Cola nie im Leben zahlen.