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Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 14:03
von hundetraudl
Hobbykoch hat geschrieben: ↑Di 20. Jan 2026, 13:14
Ich befasse mich mit dem Thema ja auch schon lange.
In Bezug auf Mikro und Nanoplastik sollten wir besonders auf unsere Umverpackungen achten. Wasserflaschen sind wohl hier eine große Quelle. Familien werden immer kleiner und somit werden auch angebotene Portionsgrößen immer kleiner, also pro 100g Ware prozentual mehr Plastik. Dazu steigen Fertigprodukte stetig zwischen 10 und 15%. Almería ist zB einer der Hauptverschmutzer des Mittelmeers. Europa möchte eben Erdbeeren und Tomaten 12 Monate.
Einem ausgenommenen Fisch kann tatsächlich Nano Plastik im Gewebe nachgewiesen werden. Aber das soll verglichen zu unserer durchschnittlichen Lebensweise lächerlich sein. Jeder einzelne kann dazu beitragen indem er seine Lebensweise ändert, aber das werden eben nur ganz wenige tun. Daher wird das alles nur noch schlimmer, anstatt besser.
Ich finde den Plastikverbrauch in Spanien fürchterlich. In Deutschland kaufen wir alle Getränke in Glasflaschen und versuchen auch möglichst Lebensmittel (Gemüse und Obst) offen zu kaufen. Unser Müll ist in Deutschland ein Drittel von dem in Spanien. Ganz schön traurig. Das liegt wohl an der Lobby der Verpackungsindustrie und die Politiker schwafeln und machen keine Gesetzte um Plastik zu reduzieren.
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 15:05
von Hobbykoch
hundetraudl hat geschrieben: ↑Di 20. Jan 2026, 14:03
Ich finde den Plastikverbrauch in Spanien fürchterlich. In Deutschland kaufen wir alle Getränke in Glasflaschen und versuchen auch möglichst Lebensmittel (Gemüse und Obst) offen zu kaufen. Unser Müll ist in Deutschland ein Drittel von dem in Spanien. Ganz schön traurig. Das liegt wohl an der Lobby der Verpackungsindustrie und die Politiker schwafeln und machen keine Gesetzte um Plastik zu reduzieren.
Ich achte auch hier total auf Verpackungen und kaufe ja das tägliche eh nicht im Supermarkt. Aber man kommt ja oftmals einfach nicht drumherum. Ich persönlich finde es einfach echt traurig, dass es trotz Medieninteresse weiter schlimmer wird, als besser. Ich habe ja ganz früher in Asien gelebt und dort war alles eine Katastrophe. Mittlerweile ist es genau andersherum.
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 15:32
von Beefeater
Hobbykoch hat geschrieben: ↑Di 20. Jan 2026, 15:05
Ich achte auch hier total auf Verpackungen und kaufe ja das tägliche eh nicht im Supermarkt. Aber man kommt ja oftmals einfach nicht drumherum. Ich persönlich finde es einfach echt traurig, dass es trotz Medieninteresse weiter schlimmer wird, als besser. Ich habe ja ganz früher in Asien gelebt und dort war alles eine Katastrophe. Mittlerweile ist es genau andersherum.
naja, ich kann so nicht bestätigen. Ich bestelle oft und gerne beim china ali oder Temu.
Was da teilweise an Platistikbeuteln in Plastikbeuteln in Pastikfolie gewickelt und wieder in Plastik verbeutelt ankommt,
das kommt dem Gewicht der Ware fast gleich. Passt mir nicht, aber ich kann es auch nicht ändern.
Wir benutzen spülbare wiederverwendbare Kunststoffbecher am Pool, benutzen dieselben großen, blauen Ikea Einkaustaschen seit 10+ Jahren und
ansonsten selbstgenähte Stoffbeutel zum Einkauf. Haben eine autarke PV und verbrauchen fossile Energie nur am Gasgrill und im Cabrio.
Das nächste Kfz wird ein Plugin Hybrid. Gemüse, Obst und Salat ziehen wir im eigenen Garten.
Und damit ist mein Umweltengagement als Privatmann erschöpft.
Saludos Mike
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 15:50
von Hobbykoch
Beefeater hat geschrieben: ↑Di 20. Jan 2026, 15:32
Hobbykoch hat geschrieben: ↑Di 20. Jan 2026, 15:05
naja, ich kann so nicht bestätigen. Ich bestelle oft und gerne beim china ali oder Temu.
Was da teilweise an Platistikbeuteln in Plastikbeuteln in Pastikfolie gewickelt und wieder in Plastik verbeutelt ankommt,
das kommt dem Gewicht der Ware fast gleich. Passt mir nicht, aber ich kann es auch nicht ändern.
Wir benutzen spülbare wiederverwendbare Kunststoffbecher am Pool, benutzen dieselben großen, blauen Ikea Einkaustaschen seit 10+ Jahren und
ansonsten selbstgenähte Stoffbeutel zum Einkauf. Haben eine autarke PV und verbrauchen fossile Energie nur am Gasgrill und im Cabrio.
Das nächste Kfz wird ein Plugin Hybrid. Gemüse, Obst und Salat ziehen wir im eigenen Garten.
Und damit ist mein Umweltengagement als Privatmann erschöpft.
Saludos Mike
Ja klar, Versandhandel ist ja logisch. Ich meine den Dreck, Plastikmüll etc. Das war früher einfach überall. Selbst die Städte total vermüllt. Jeder Bach und Fluss mit Plastik verseucht. Das hat sich total verändert. In Singapur sind sogar Kaugummis verboten. In Thailand muß man 55Euro bezahlen, wenn man selbst nur eine einzige Zigarette wegwirft etc. Hierzulande wird ja alles schlimmer statt besser.
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 19:26
von Oliva B.
hundetraudl hat geschrieben: ↑Di 20. Jan 2026, 14:03
Ich finde den Plastikverbrauch in Spanien fürchterlich.
In Deutschland kaufen wir alle Getränke in Glasflaschen und versuchen auch möglichst Lebensmittel (Gemüse und Obst) offen zu kaufen. Unser Müll ist in Deutschland ein Drittel von dem in Spanien. Ganz schön traurig. Das liegt wohl an der Lobby der Verpackungsindustrie und die Politiker schwafeln und machen keine Gesetzte um Plastik zu reduzieren.
Leider gibt es in Spanien kein Mehrwegsystem (mehr), aber auch in Deutschland sieht die Ökobilanz bei Glas-Mehrweg zunehmend schlechter aus
Ein Weg mit Pfand.
Laut einer Umfrage der OCU (Spanischen Verbraucherorganisation) trinken 41 % der Spanier kein Leitungswasser, obwohl das spanische Gesundheitsministerium angibt, dass 97,7 % des Leitungswassers unbedenklich trinkbar sind, sofern keine lokalen Warnhinweise bestehen.
Dieser Meinung ist auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Die meisten Verbraucher begründen ihre Ablehnung mit dem Geschmack und schließen daraus auf eine schlechte Qualität. Sie kaufen ihr Trinkwasser vorzugsweise in Plastikkanistern, obwohl das Leitungswasser im überwiegenden Teil des Landes als trinkbar („agua potable“) gilt und den EU-Richtlinien entspricht. Das kann laut der OCU für eine durchschnittliche vierköpfige Familie mit einem Verbrauch von zwei Litern pro Person zusätzliche Kosten von 500 Euro im Jahr bedeuten. Hinzu kommt die Umweltbelastung durch den Kunststoff, der für die Abfüllung und den Transport von Flaschenwasser verwendet wird.
Quelle:
El Español -
El 41% de los españoles no bebe agua del grifo: estos son los motivos a pesar de que sea "perfectamente potable"
In puncto Trinkwasser gibt es jedoch Unterschiede zwischen den autonomen Gemeinschaften. Während in der Autonomen Gemeinschaft Madrid oder im Baskenland die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Leitungswasser trinkt, ist in Regionen wie der
Autonomen Gemeinschaft Valencia das Gegenteil der Fall. Während 4 % der Madrider Bevölkerung dem Wasseraufbereitungsprozess misstrauen,
meiden 32 % der Valencianer Leitungswasser sowohl zum Trinken als auch zum Kochen.
Hier, und damit meine ich nur die Provinz Alicante, gibt es in fast jedem Dorf einen Wochenmarkt, wo man unverpacktes Obst und Gemüse kaufen kann.
Ich bin der Überzeugung, dass jeder etwas dazu beitragen kann, seinen privaten Müllverbrauch zu reduzieren. In Spanien genauso wie in anderen EU-Ländern!
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 19:41
von Katzenmama
Es mag sein, dass es sich inzwischen wieder gedreht hat.
Aber..... die wilden Müllhalden in den Barancos gibt es zwar noch auf dem Grund der Barancos (oftmals mit Erde bedeckt), aber oberflächlich existieren sie doch nicht mehr oder?
Anfang der 2000er gab es noch keine Eco-Parks. Dann schob in unregelmäßigen Abständen ein Schwenkschaufler den gesamten Sperrmüll incl Kühlschränke, Fernseher usw in die Tiefe.
Der ehemalige Müllcontainer-Platz südlich von Ibi (ca 1,5km vom Eco-Park entfernt) wuchs immer wieder massiv mit Sperrmüll an. Als ich mir einmal Benzingeruch stark auffiel, lag im grünen Abfallcontainer ein kleiner Motorblock.
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 19:54
von Oliva B.
Das Problem mit den wilden Müllkippen hat tatsächlich in den letzten 20 Jahren massiv abgenommen. Bis auf die Sommermonate, wenn die Urlauber die Küstenregionen überschwemmen, klappt es auch mit der Müllabfuhr. Trotzdem wundere ich mich hier und da über Abfallhaufen, der sorglos in der Landschaft zurückgelassen werden, obwohl fast überall öffentliche Müllcontainer aufgestellt wurden.
Als damals die neuen verschiedenfarbigen Müllcontainer aufgestellt wurden, trafen wir am Müllplatz auf ein en betagten Spanier, das uns dann voller Stolz über den Zweck der unterschiedlichen Behälter aufklärte, die wir aus Deutschland schon seit vielen Jahren kannten. Wir lobten natürlich das fortschrittliche spanische System...

Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 20:02
von Katzenmama
In der Provinz Alicante gibt es zusätzlich zu den gelben, blauen und grauen/grünen Containern auch einen für gebrauchtes Speiseöl.
Man hat mich hier im Norden von Deutschland auf dem Recyclinghof etwas sonderbar angeschaut, als ich dort danach fragte.
"Nein, so einen Behälter gebe es nicht, es könne in einer Flasche im Restmüll entsorgt werden."
Andere Länder - andere Entsorgung
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 20:12
von Oliva B.
Ein Grund dafür liegt in den typischen Ess- und Kochgewohnheiten Spaniens. Speiseöl – insbesondere Olivenöl – spielt in der spanischen Küche eine wesentlich größere Rolle als in vielen nördlichen europäischen Ländern. Spanien ist nicht nur der weltweit größte Produzent von Olivenöl, sondern auch einer der größten Verbraucher pro Kopf. Der jährliche Verbrauch von Olivenöl in Spanien liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt und ist höher als in Ländern wie Deutschland, wo der Pro-Kopf-Verbrauch weit niedriger ist.
Quelle:
Olive Oil from Spain
Auch aus ökologischer Sicht ist es problematisch, Öl einfach in den Abfluss zu schütten oder im normalen Restmüll zu entsorgen: Öl kann die Kanalisation belasten, Wasseraufbereitung erschweren und bei unsachgemäßer Entsorgung Boden und Gewässer schädigen. Deshalb bieten viele Kommunen Sammelstellen für Altöl an, wo es getrennt gesammelt und anschließend zu neuen Produkten verarbeitet werden kann.
Re: Mittelmeer-Plastikmüll landet im Magen
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 20:26
von Katzenmama
Hier im Norden ist Rapsöl das Öl der Wahl.
Noch habe ich einige Liter von meinem eigenen Öl aus der Ölmühle in Millena.
