Wie wird man denn zu einem "komplett informierten" Menschen? Das frage
ich für einen Freund.
Ich habe meine Beweggründe sehr dezidiert aufgelistet, und zusammengefasst kann man meiner Meinung nach mit Nachdruck sagen, dass selbst einst seriöse Medien keine Anstalten mehr machen, neutral und vollständig zu informieren. Es wird zensiert, gefiltert und tendenziös berichtet. Es wird uns gesagt, worüber wir uns aufregen müssen, und worüber wir uns nicht aufregen dürfen, weil es das nicht gibt, weil es das nicht geben darf.
Dabei habe ich gar nicht nur die Politik im Auge, sondern zum Beispiel auch, dass man allein mit Elektroautos aus der Klimakrise herausfahren könnte. Ohne große gesellschaftliche Umbrüche meist "back to the roots" mit einer erheblichen Reduzierung der Notwendigkeit, ein Fahrzeug im Alltag überhaupt benutzen zu müssen, das wäre nämlich eine Großbaustelle. Und da trommelt man lieber für Wärmepumpen und Batterieautos, das hochgejubelte Feigenblatt, das den Klimawandel leicht verschleppt, auf jedenFall bis nach der nächsten Wahl.
Ich habe schon seit langem nicht mehr den Eindruck, dass ein Mensch, der sich in der Tagespresse zu informieren versucht, wirklich informiert ist. Vielmehr wird er in einer journalistischen Blase gefangen gehalten, die die "richtige" Meinung und die dazu passenden Fakten gleich mitserviert und alles andere ausblendet.
Vielleicht sind die "komplett uninformierten" Menschen diejenigen, die eigentlich am besten informiert sind, weil sie sich auf die für sie wichtigen Sachen konzentrieren und darüber nachdenken, anstatt hinter den Stimmungsmachern in Politik und Redaktionen unreflektiert herzulaufen. Und spätestens nach dem Lesen dieses Beitrags können die Freundinnen und Freunde der Tagespresse hinterher nicht mehr sagen, sie hätten von allem nichts gewusst.
