Tourismus und seine Folgen

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housecat
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Re: Tourismus und seine Folgen

Beitrag von housecat »

chris hat geschrieben: Fr 4. Sep 2026, 16:59 Für mich ist und bleibt das Populismus (um auch einmal dieses en-vogue-Schmähwort zu verwenden) und das Aufstacheln verschiedener Gruppen gegeneinander, indem man den Einheimischen einen wundersamen Wohlstand bei gleichzeitiger Ruhe vor den Ausländern verspricht.
Populismus ist "das blaue vom Himmel herunter versprechen - zum Zwecke der Machterlangung". Mehr oder weniger vernünftige (und unpopuläre) Forderungen fallen da üblicherweise nicht drunter. Ref: https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus

Gruß // Housecat
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Beefeater
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Re: Tourismus und seine Folgen

Beitrag von Beefeater »

housecat hat geschrieben: Mo 7. Sep 2026, 12:15
Populismus ist "das blaue vom Himmel herunter versprechen - zum Zwecke der Machterlangung". Mehr oder weniger vernünftige (und unpopuläre) Forderungen fallen da üblicherweise nicht drunter. Ref: https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus
hmm, also ist Merz ein Populist.
Vor der Wahl versprach er keine Neuverschuldung, und gefühlt einen Tag nach der Wahl gab es ein 1000Mrd Sondervermögen.
geiles Wort für Schulden bytheway :lol:
Bin wirklich froh, dass ich an diesem Sondervermögen keine Anteile habe B-)

Saludos, Mike
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maxheadroom
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Re: Tourismus und seine Folgen

Beitrag von maxheadroom »

Hola todos,
das ist ein vielfältiges Thema mit jeder Menge vielfältiger Aspekten und man wird da nicht einfach zu vernünftigen Lösungen kommen,nur einige der wichtigen Punkte :Die Diskrepanz zwischen Massentourismus und der lokalen Bevölkerung zeigt sich vor allem im Konflikt zwischen wirtschaftlichen Einnahmen der Tourismusbranche und der stark sinkenden Lebensqualität der Anwohner.Kernprobleme und Ursachen der DiskrepanzWohnungsnot und explodierende Mieten: Durch die Umwandlung von normalem Wohnraum in kurzfristige Ferienwohnungen (wie Airbnb) wird Wohnraum knapp und unbezahlbar für Einheimische. Überlastung der Infrastruktur: Öffentliche Verkehrsmittel, Straßen und Hotspots sind überfüllt, sodass der Alltag für die Bewohner (etwa der Weg zur Arbeit oder zum Arzt) stark eingeschränkt wird.Verdrängung im Alltag: Lokale Geschäfte und Restaurants richten ihr Angebot zunehmend auf Touristen aus, was zu einer Entwurzelung und Kommerzialisierung der eigenen Heimat führt. Ressourcenknappheit: In Regionen wie den Kanarischen Inseln oder südeuropäischen Küstenorten führt der hohe Verbrauch zu Knappheit bei Wasser und Land. Während große Unternehmen und die Tourismusindustrie profitieren, leidet die Bevölkerung unter den steigenden Lebenshaltungskosten, ohne dass der Wohlstand fair ankommt. In vielen europäischen Hotspots wie Barcelona, Venedig oder auf den Balearen kommt es vermehrt zu Protesten, Unmut und politischen Notbremsen (wie Obergrenzen für Besucher oder Einschränkungen für Ferienwohnungen). Studien zur Destinationsentwicklung betonen deshalb, dass eine Region nur dann langfristig funktioniert, wenn die Belastungsgrenze der Einheimischen ernst genommen und der Tourismus strenger reguliert wird. Dies sind nur einiger der von der Politik zu klärenden Punkte im Endefekt ergibt sich manches von selbst, so wie die Anlegemöglichkeit für Kreuzfahrtschiffe in Denia wieder in der Versenkung zum Wohle der Stadt verschwunden ist.
Saludos
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Re: Tourismus und seine Folgen

Beitrag von Josefine »

Man kann ja mal schauen, wie es andere Länder machen:

In Deutschland gibt es die Kurtaxe, die durchschnittlich 2 bis 4 EUR p.P. und Tag beträgt. Die Insel Spiekeroog greift stärker zu. Da beträgt sie in der Hochsaison sogar 5,50 EUR pro Tag und Person. Das Geld fließt wieder in die Instandhaltung und Pflege der touristischen Infrastruktur. Die Zahlen habe ich aus der KI entnommen.

In Griechenland wird es teilweise richtig teuer für Tagestouristen, vor allem auf Santorin und Mykonos:
In der Hauptsaison (April bis Oktober) werden 20 Euro fällig. In allen anderen Häfen beträgt die Abgabe in der Hauptsaison 5 Euro. Aber auch die Hotels berechnen hohe Gebühren (man nennt es Klima-Steuer) für die Urlauber.

Da müssen sich die Länder, die teilweise vom Tourismus leben, überlegen, ob sie es auch so machen können bzw. wollen. Ist natürlich immer eine Sache zwischen Angebot und Nachfrage, dies abzuwägen. Wenn die Touristen größtenteils wegbleiben, dann ist es ggf. gewollt oder wenn nicht, dann müßte die Gebühr gesenkt werden.
Gruß Josefine :)
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Re: Tourismus und seine Folgen

Beitrag von Beefeater »

Bringt Valencia bloß nicht auf neue Steuerideen. Da sind die dabei eh schon viel zu einfallsreich.
Auf den Balearen und in Barcelona/Katalonien gibt es das ja schon ...

Bin heilfroh dieses groteske Modelo210 los zu sein.
Also die unterstellte Vermietung von Immos von Nicht-Residenten.

Ich würde mir eher den linken Arm amputieren lassen, als Fremde in meinem Haus wohnen zu lassen.
Habe mir das in 20 Jahren Ferienhaus Mietung in den USA ansehen dürfen. 1995 eine recht neue Villa das erste mal gemietet.
Und 2000 noch einmal. Da sah das Haus schon aus, als wäre es bereits 30 Jahre vermietet worden.

Die möglichen "Kurtaxen" würden dann wohl NichtResidenten genau wie Touristen treffen...

Saludos, Mike
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Re: Tourismus und seine Folgen

Beitrag von Kiebitz »

Eine andere Plage würde ich durch Abgaben, Steuern, gerne massiv eingeschränkt sehen: Radfahrer, die die Strassen nutzen und den Verkehr blockieren. Ausserdem ein sichtbares Kennzeichen für jeden Radfahrer um ihn identifizieren zu können.

Die Einheimischen sind in Foren sehr unzufrieden mit der steigenden Anzahl von Radfahrern.
Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...
Tiere sind meine Freunde und ich esse meine Freunde nicht.
Fleisch ist ein Stück Todeskampf.
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Re: Tourismus und seine Folgen

Beitrag von Beefeater »

Kiebitz hat geschrieben: Mo 7. Sep 2026, 16:13 Eine andere Plage würde ich durch Abgaben, Steuern, gerne massiv eingeschränkt sehen: Radfahrer, die die Strassen nutzen und den Verkehr blockieren. Ausserdem ein sichtbares Kennzeichen für jeden Radfahrer um ihn identifizieren zu können.

Die Einheimischen sind in Foren sehr unzufrieden mit der steigenden Anzahl von Radfahrern.
Da muss ich dich enttäuschen. Am 1. Oktober werden die Strassenverkehrsregeln positiv für Radfahrer verändert.
Sonderstatus und quasi immer Vorfahrt.
Die sind nun maximal geschützt und können sich benehmen wie "eine offene Hose", Hauptsache sie tragen nen Helm. B-)

Beim Überholen eines auch absichtlich trödelnden Radfahrers stehste mit nem halben Bein im Knast...

Autofahrer müssen mehr Abstand halten

Für Autofahrer und Autofahrerinnen gelten ebenfalls neue Vorschriften: Sie müssen künftig mindestens 5 Meter Abstand zu vorausfahrenden Radfahrenden halten und vor dem Überholvorgang stärker abbremsen. Beim Überholen muss die Geschwindigkeit mindestens 20 km/h unter dem jeweiligen Tempolimit liegen. Außerdem müssen Autofahrer deutlich mehr Seitenabstand einhalten als bisher. Ähnliche Regeln gelten für das Überholen liegen gebliebener Fahrzeuge.
Quelle: ADAC
https://www.adac.de/news/reise-spanien- ... radfahrer/

In einer Tempo 30 Zone, kann man dann aussteigen und das Auto am Radfahrer vorbei schieben :d

Saludos, Mike
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