Emil hat geschrieben:
Andererseits existiert in der Gesellschaft eine Medikamentengläubigkeit die schon eher an Selbstmord grenzt.
Die "Gläubigkeit" kann doch eher nur die Mittel betreffen, von denen wir nicht wissen, warum sie "irgendwie" wirken.
Bei den meisten Mitteln wissen wir es jedoch inzwischen ziemlich genau.
Oder meinst du den Glauben, dass man unbedingt Medikamente nehmen muss, während die meisten Befindlichkeiten sich auch so (durch Zeit und Körperabwehr) geben.
Neurodermitis ist so ein gutes Beispiel: "Oft vermindern sich die Symptome mit dem Älterwerden und verschwinden mit Beginn der Pubertät. Von den ursprünglich Betroffenen sind im Erwachsenenalter bis zu 70 % beschwerdefrei." (Wikipedia)
Es ist schon was dran an dem Spruch: Wart´s ab - bis´de heiratsd ist alles vorbei. - Ob mit oder ohne Glaubuli.
Eine "Sinnvolle Kombination" war schon immer richtig, wärend die notwendige Suche nach dem "Ganzen" durch Auszüge und Extraktionen umgangen wird.
Da muss ich widersprechen: Wer auf eine Kombination unpassend reagiert, kann nicht wissen, welcher Part das war.
Kombinationapräparate versucht die evidenzbasierte Medizin zunächst zu vermeiden. Erst wenn sich bestimmte Kombinationen als bewährt herausgestellt haben, benutzt man sie, um z.B. Rentnern die Einnahme zu erleichtern.
Es ist ja jedem bekannt, dass pflanzliche Stoffe in ihrer Ganzheit heilend wirken können, wärend ein Auszug daraus ein todbringendes Gift darstellt.
Das ist für mich eher neu: Es sei denn du meinst: 10 g reines Digitoxin ist tödlich aber 10 g Fingerhutaufguß wirken kräftigend auf den Herzschlag.
Es ist gerade die "Kunst" der Pharmakologie von den abertausend Inhaltsstoffen, die die Natur in Pflanzen (und Tieren) bereitgestellt hat, diese heraus zu filtern (und evtl. sogar zu "verbessern"), die eine nützliche Wirkung auf den Körper haben könnten. Leider schreitet der Raubbau in den Urwäldern schneller voran, als dass diese pflanzlichen Schätze vollständig erforscht werden können. Dabei bin ich (auch als Christ) nicht so blauäugig, dass "der liebe Gott für jede Krankheit ein Kräutlein hat wachsen lassen" Es ist schon an uns herauszufinden, was hilft - und das hat der Mensch von Anbeginn getan.
Die Stoffe in den Kräutlein sind nämlich von ihnen ganz überwiegend zur Abwehr von Fressfeinden und aus anderen Vorteils-Gründen entwickelt worden.
Ein Beispiel: Die beliebte Waldmeister-Bowle sollte man nicht zu oft aus natürlichem Waldmeister ansetzen, da der das Aroma ausmachende Stoff Cumarin toxisch ist. Zuerst wusste man das noch nicht und in den Waldmeisterauszügen und -Syrup wurde extra Cumarin zugegeben, um das im Herstellungprozess (Erhitzen) abgebaute Cumarin auszugleichen.
Man gab also der "Natürlichkeit" wegen ein pflanzliches Gift dazu. Das wurde ca 1980 zunächst verboten, später in kleineren Höchstmengen aber wieder erlaubt.
Und jeder der meint, Natur sei harmlos, sollte es tunlichst vermeiden mit dem Pfeilgift Curare den Gegebeweis anzugehen: Man kann es zwar essen aber in der Blutbahn ust es absolut tödlich.
Ein sehr gutes Beispiel, wie man ein Stoffgemisch durch Auftrennung in seine Bestandteile in der Medizin überhaupt erst verwendbar macht und dann durch chemische Veränderung verbessert:
Der Hauptbestandteil Tubocurarin wurde nach seiner Entdeckung und Isolierung lange Zeit als Muskelrelaxans bei Operationen verwendet und wir wissen auch sehr genau warum und wie es wirkt. Leider waren die Nebenwirkungen (Histaminausschüttung und Blutdruckabfall) noch erheblich. Diese sind durch chemische "Entschärfung" inzwischen nicht mehr da, die neuen Mittel (Pancuronium u.a) können zusätzlich auch noch je nach Auswahl zeitlich gesteuert werden.
Fragt man sich doch, wenn dieses Bisschen Wissen so gut bekannt ist, von wem oder was dieses unterdrückt und anderweitig
in unseren Köpfen vorangetrieben wird?!?
Mir geht es genau so: Ich weiß auch wer Kennedy ermordet und das WTC in die Luft gesprengt hat: Diese Wahrheiten werden aber unterdrückt.
Nun zwischen Alternativen und Schulmedizinern steht eindeutig die Pharmaindustrie, die aus preiswerten Naturprodukten nicht den gleichen Reibach wie mit den sündhaft teuren Megikamenten erzielen kann.
Die Medikamente sind (besonders in D) viel zu teuer - keine Frage. Aber Entwicklung und Forschung kosten auch Geld.
Den besten Profit macht man jedoch, wenn man Präparate teuer verkaufen kann, die praktisch nichts kosten und für die auf Grund einer von diesen Burschen bis aufs Messer verteidigten Gesetzeslücke keinerlei Forschung betrieben werden muss.
Für sog. Naturheilmittel und Homöopathica besteht nämlich nicht die Erfordernis eines Wirksamkeitsnachweises wie für schulmedizinische Medikamente
Das wurde wohlmeinend wiederholt vom BGH so bestätigt, damit "austherapierten" Patienten nicht der "letzte Strohhalm" verweigert wird. Es wird aber von Geldschneidern als Freibrief für den Verkauf von Mitteln ohne Wirksamkeitsnachweis in
jedem Lebensbereich gesehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutische_Wirksamkeit
Obigen Artikel lege ich allen an Herz, die sich für Medikamente interessieren
Oder für die, die es kürzer mögen:
http://www.confessio.de/cms/website.php ... recht.html