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Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 13:58
von Hessebub
Und weil wir grad von der Milch sprechen, kann mich noch als Kind daran erinnern das es die Milch in Literbeutel gab die man dann in einen Behälter zum schütten gegeben hat. Schon alleine das war doch weniger Abfall, wenn auch Plastik, als diese Tetrapackbehälter die Sicherheit mehr Müll verursachen. Das wäre zb. ein Schritt, weniger Verpackung aber gleiche Wirkung.

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 14:12
von Tina31
Hessebub hat geschrieben: Fr 28. Dez 2018, 13:58 Und weil wir grad von der Milch sprechen, kann mich noch als Kind daran erinnern das es die Milch in Literbeutel gab die man dann in einen Behälter zum schütten gegeben hat. Schon alleine das war doch weniger Abfall, wenn auch Plastik, als diese Tetrapackbehälter die Sicherheit mehr Müll verursachen. Das wäre zb. ein Schritt, weniger Verpackung aber gleiche Wirkung.
Als Kind bin ich immer mit der Milchflasche los, um Milch beim Bauern zu holen :-D

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 14:24
von Eisbär
Falls man noch eine Milchkanne oder eine Glasflasche hat oder wieder haben will, gibt es inzwischen immer mehr Direkvermarkter unter den Bauern, teils mit Hofläden oder Milchautomaten. Das hilft auch den Bauern als Ausweg aus dem ruinösen Preisdiktat durch Grossvermarkter.

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 17:18
von Citronella
:-? Redet ihr jetzt von Deutschland oder von Spanien? :-?

Ich kenne in Spanien keinen Bauern, der Milch ab Hof verkauft ;;) an der Costa Blanca habe ich auch noch keine Kühe gesehen ...

Saludos
Citronella

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 17:52
von balina
Mülltrennung läßt ja erst einmal zu, dass Müll, also Verpackungsmüll, entsteht. Das verbraucht Ressourcen, die anderweitig garantiert besser genutzt werden können.

Ersetzt man nun die oftmals doppelte und dreifache (unnütze) Plasteverpackung einfach nur durch anderes Material, ist der Umwelt auch nicht sehr geholfen. Oft wird vorgeschlagen, Plastetüten durch Papiertüten zu ersetzen. Löst aber auch nicht das Problem, denn neues Papier herzustellen ist sehr energieaufwendig, verbraucht viel Wasser und altes Papier zu recyceln erfordert gleichfalls chemische Prozesse, die die Umwelt belasten.

Mich bringen schon diese kostenlos in die Briefkästen gesteckten Werbezeitungen (Deutschland) auf die Palme, aber um das Gemüse auf dem Markt nach dem Wiegen zu verpacken, hätten die Dinger noch eine nützliche Aufgabe. Einzeln möchte ich meine Äpfel oder lose die Bohnen denn doch nicht nach Hause tragen.

Baumwolle für wiederverwendbare Einkaufsbeutel klingt im ersten Moment zwar gut, hat aber auch einen Haken, denn Baumwolle ist ein immer knapper werdender Rohstoff.

Großgebinde zu kaufen ist für mich auch nicht die Lösung. Mir ist schon die 1-l-Milchverpackung oder der 1000-ml-Joghurtbecher zu groß. Selbst 5 kg Mehl verbrauchen wir in unserem 2-Personen-Haushalt nicht in einem Jahr.

Was also tun? Doch wieder mit der Milchkanne zum Bauern (in Deutschland) gehen? Das wäre immerhin eine Art der Verpackungsmüllvermeidung.


Mit Grausen erinnere ich mich an die "Verpackungskultur" des staatlichen und genossenschaftlichen Lebensmitteleinzelhandels in der DDR. Es war oftmals schon ein Kunststück, Joghurt, Quark, Fleisch und anfangs auch die Eier komplikationslos nach Hause transportiert zu bekommen. Zwischen sinnloser Doppel- und Dreifach und zu sparsamer Verpackung ein Mittelmaß zu finden ist eine Herausforderung, der wir uns aber stellen müssen. Vielleicht hat da jeder seinen eigenen, aber doch sinnvollen Weg gefunden. Ob es hilft, die überflüssige Verpackung im Supermarkt zu lassen?

Übrigens... mein ältester noch in Gebrauch befindlicher REWE-Plaste-Beutel ist bestimmt schon 10 Jahre alt und ziemlich gebeutelt, einige Male am Henkel nachgenäht, aber immer noch gebrauchsfähig. Die älteste Mercadona-Kühltasche hat auch schon 4 Jahre ihre Dienste getan und hält das Eis immer noch erstaunlicher Weise bis nach Hause in gefrorenem Zustand.

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 17:56
von Eisbär
@citronella
Mir ist bisher auch nur eine Schafsherde in Denia begegnet. :)
Weiterhin werden lokale Produkte in Spanien auf dem Markt verkauft.

Wäre aber mal wirklich interessant, ob es Hofläden in Spanien gibt, oder ob es aus hygienischen/sonstigen Gründen in Spanien eher unüblich ist.

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 18:06
von Frambuesa
Citronella hat geschrieben: Fr 28. Dez 2018, 17:18 :-? Redet ihr jetzt von Deutschland oder von Spanien? :-?

Ich kenne in Spanien keinen Bauern, der Milch ab Hof verkauft ;;)
Bei der Milch ist sicher die Situation in Deutschland gemeint. Hier in Spanien gibt es in vielen Gegenden keine Kühe :-o
Aber auch in D halte ich die Idee mit der Milch beim Erzeuger abzuholen für eine zwar gut gemeinte, jedoch ziemlich ineffiziente Idee.
Selbst würde ich gern frische Milch direkt vom Hof holen. ;;)
Der ist aber 11 km weit entfernt. Zu Fuß - 2 Std. hin und 2 zurück - kaum machbar #-o mit dem Fahrrad auf der extrem schmalen, viel befahrenen Landstraße zu gefährlich :-? und mit dem Auto? Da verpeste ich nicht nur die Luft, sondern hinterlasse auch noch andere schädliche „Produkte“ wie z.B. Reifenabrieb, Abrieb von Bremsbelägen etc.
Bleibt also nur das E-Auto? ;-) Und woher kommt der Strom? Und wie werden die Batterien hergestellt?

Es gibt also schon einiges zu beachten, wenn man nicht den Teufel mit Belzebub austreiben möchte. >:)

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 18:20
von Eisbär
Also doch die Kuh im Garten? Hmm, und was ist mit dem Methanausstoss? :mrgreen:

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 18:30
von nurgis
Eisbär hat geschrieben: Fr 28. Dez 2018, 18:20 Also doch die Kuh im Garten? Hmm, und was ist mit dem Methanausstoss? :mrgreen:
Ziegen tun`s auch, sie stoßen weniger Methan aus und außerdem mögen sie die edlen Gartenpflanzen zum Fressen gern. :lol:

Re: Verbot von Einwegplastik

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 18:58
von Hessebub
balina hat geschrieben: Mo 24. Dez 2018, 02:42 Ich frage mich sowieso, warum man seinen Kaffee im Laufen trinken muß. Für mich ist Kaffee immer noch ein Genußmittel und als ein solches, trinke ich es im Sitzen!

Also um genau zu sein: Kaffee to go - auch zum Mitnehmen - ist nix für mich.
Und wenn to-go dann im eigenen Becher! Bei vielen Anbietern kann man seinen eigenen Becher mitbringen. Spart man sogar 10 Ct pro Kaffee. Auch ein Art Abfall zu sparen