Aber nicht für die Bequemlichkeit der Bürger hat die EU hat beschlossen, ab 2027 eine einheitliche Obergrenze von 10.000 € für Barzahlungen im geschäftlichen Bereich einzuführen, sondern um, Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Steuerbetrug zu bekämpfen, da Bargeld – im Gegensatz zu Kartenzahlungen – kaum nachvollziehbare Spuren hinterlässt.
Ein interessanter Blick auf Spanien:
Hier gilt schon heute eine deutlich strengere Regel. Barzahlungen über 1.000 € zwischen Unternehmern und Kunden sind bereits verboten. Spanien liegt damit weit unter der neuen EU-Grenze.
Die Grenze gilt aber ausdrücklich nur für geschäftliche Transaktionen. Privatpersonen dürfen sich weiterhin gegenseitig größere Beträge bar geben, und auch mehr als 10.000 Euro Bargeld zu besitzen bleibt erlaubt.
Quelle
Das wirft einige Fragen auf:
- Wenn Spanien schon seit Jahren eine 1.000-€-Grenze hat – hat das wirklich messbar Steuerbetrug reduziert?
- Oder trifft es vor allem kleine Händler, Handwerker und Privatleute, die größere Beträge lieber bar bezahlen?
- Und ist die EU-Grenze von 10.000 € wirklich ein wirksames Mittel gegen Geldwäsche – oder eher ein symbolischer Schritt Richtung weniger Bargeld?
Ist das nur eine notwendige Maßnahme gegen Kriminalität oder schleichende Einschränkung der Bargeldfreiheit?
Bleibt Bargeld nicht für viele Menschen ein Stück Privatsphäre/Freiheit und Kontrolle über das eigene Geld?
Ich finde es auf jeden Fall interessant, wie emotional das Thema Bargeld immer wieder oder immer noch diskutiert wird und bin gespannt, ob die Regelung tatsächlich viel verändert.



