Von Hüten und Mänteln - wenn das Volk rebelliert

von den Iberern bis zur Neuzeit
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Frambuesa
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Von Hüten und Mänteln - wenn das Volk rebelliert

Beitrag von Frambuesa »

Lang, lang ist‘s her - fast 260 Jahre :-?
„Madrid hat leere Kassen, ist gefährlich, hässlich und stinkt, als Karl III. 1760 den Bourbonen-Thron in Spanien besteigt. Schlimmer noch: Das ganze Land erlebt seinen Niedergang. Unter Karls Vater war es noch das größte Imperium der Welt.“ Quelle: Zitat aus:

Angesichts der dreckigen Stadt, der hohen Kriminalität und der am Boden liegenden Infrastruktur plante Karl III. Reformen, die sich als Reformismo Borbónico das ganze 18. Jahrhundert durchzogen.
Madrid sollte sauberer, schöner und sicherer werden. Auch ein Hospiz für Bettler ließ Karl III. bauen. Das kostete natürlich viel, viel Geld und um dieses aufzutreiben, ließ er u.A. die Brotpreise erhöhen. Das nahm das gebeutelte Volk ja noch hin. Als es aber am 23. März 1766 zum Hut- und Mantelverbot kommt, da lief „das Fass über“ und das Volk ging auf die Straße.

Wie das alles mit dem Dekret des Marquis Esquilache, einem Minister Karls III. zusammenhängt und was es mit dem Vermummungsverbot auf sich hat, kann man in diesem informativen Artikel des Deutschlandfunks nachlesen.

Und dann gibt es noch den recht unterhaltsamen Podcast des WDR Der Hutaufstand von Madrid

:-? Irgendwie sehe ich Parallelen zwischen den Zuständen Madrids im 18. Jh. und dem heutigen Bild vieler unserer Städte :((
Und die Säckel unserer Kommunen sind auch leer. Wo werden wohl unsere „Könige“ die riesigen Summen zur Verbesserung #:-s
Saludos Frambuesa
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maxheadroom
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Re: Von Hüten und Mänteln - wenn das Volk rebelliert

Beitrag von maxheadroom »

Hola todos y Frambuesa,

"Wo werden wohl unsere „Könige“ die riesigen Summen zur Verbesserung #:-s"

da kommt mir doch die DGT in den Sinn,die Einnahmen aus Verkehrsstrafen in Spanien erreichten 2025 Rekordwerte, wobei allein die DGT (Dirección General de Tráfico) jährlich über 500 Millionen Euro einnimmt.Wobei da hevorzuheben ist das Abschaffen des Warndreiecks zu Gunsten von den V16 Leuchten , auch ein neue Tätigkeitsfeld für die Produkdivitätsverweigerer denn Sie erhöhen die Sicherheit, bergen jedoch ein Kriminalitätsrisiko: Da die Leuchten bei Pannen ihren Standort via GPS an die Behörden melden, nutzen Diebe diese Daten (sofern öffentlich zugänglich), um Pannenopfer gezielt anzusteuern.
Immerhin sind 500.000.000 € auch kein Pappenstiel für den Staatshaushalt :lol:
Saludod
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Frambuesa
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Re: Von Hüten und Mänteln - wenn das Volk rebelliert

Beitrag von Frambuesa »

Bin wirklich mal gespannt, woher sie in D die Penunzen noch nehmen wollen.

Aber noch einmal zurück zum Dekret des Marquis Esquilache, der damit die Kriminalität bekämpfen wollte, denn breitkrempige Hüte verbergen Gesichter und unter weiten, langen Capes lassen sich leicht Waffen verstecken.

:-? Ob es da wohl zur heutigen Situation in vielen Städten Europas Parallelen gibt?
Saludos Frambuesa
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Atze
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Re: Von Hüten und Mänteln - wenn das Volk rebelliert

Beitrag von Atze »

Frambuesa hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:32 ...

Aber noch einmal zurück zum Dekret des Marquis Esquilache, der damit die Kriminalität bekämpfen wollte, denn breitkrempige Hüte verbergen Gesichter und unter weiten, langen Capes lassen sich leicht Waffen verstecken.

:-? Ob es da wohl zur heutigen Situation in vielen Städten Europas Parallelen gibt?
Möglicherweise ist es derselbe Minister, der verfügte, dass die spanischen oft riesigen "Taschenmesser" einen recht lauten Ratschen-Ton beim Öffnen freigeben müssen, damit sie nicht heimtückisch-leise gezückt werden können.
Ich besitze ein solches riesiges Bandolero- Messer mit einer Klingenlänge von 22 cm: Navaja carraca
Das Öffnen ist meilenweit zu hören.
LG Atze
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Re: Von Hüten und Mänteln - wenn das Volk rebelliert

Beitrag von Frambuesa »

Atze hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 03:47
Frambuesa hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 22:32 ...

Aber noch einmal zurück zum Dekret des Marquis Esquilache, der damit die Kriminalität bekämpfen wollte, denn breitkrempige Hüte verbergen Gesichter und unter weiten, langen Capes lassen sich leicht Waffen verstecken.
Möglicherweise ist es tatsächlich derselbe Minister, der verfügte, dass die spanischen oft riesigen "Taschenmesser" einen recht lauten Ratschen-Ton beim Öffnen freigeben müssen, damit sie nicht heimtückisch-leise gezückt werden können.
Möglich wäre es, denn er war es ja auch, der das Glücksspiel und das Tragen von Feuerwaffen verboten hat und das 18. und 19. Jh. die „Blütezeit“ der Bandoleros war. Sie trieben vor allem in der Serranía de Ronda ihr Unwesen. In Ronda gab es früher das kleine, aber feine Museo del Bandolero, das in anschaulicher Weise vom Leben der Bandoleros erzählte. Besonders in Erinnerung ist mir da der berühmt-berüchtigte „El Tempranillo“. Er soll ein wahrer Gentleman mit Klasse gewesen sein, der den reichen Frauen auf charmante Weise ihren Schmuck raubte. Er soll den Damen ihre Ringe stets mit einem Handkuss und dem Kompliment eine solch schöne Hand bedürfe keines Schmucks, abgenommen haben.
Atze hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 03:47 Ich besitze ein solches riesiges Bandolero- Messer mit einer Klingenlänge von 22 cm: Navaja carraca
Das Öffnen ist meilenweit zu hören.
Damit kommst du in Berlins Waffenverbotszonen #:-s aber wohl nicht sehr weit 8-) :) - es sei denn :-? , du versteckst es unter einem weiten, langen Cape :lol:
Saludos Frambuesa
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