Madre Vita Altea - Auténtica Cucina Napolitana
- chris
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Madre Vita Altea - Auténtica Cucina Napolitana
Ich bin von einem gestrigen Restaurantbesuch etwas hin und her gerissen, deswegen ist es so ein Halb-Tipp, für alle die gutes Essen in etwas komischer Atmosphäre suchen.
Autentica Cucina Italiana heißt es beim Madre Vita an der Promenade in Altea (an dem Abschnitt, der in der Nähe des Hafens liegt), offenbar konkreter sogar neapolitanische Küche, und wir hatten eigentlich etwas Spezielles erwartet. Die Karte klang erst einmal enttäuschend, hauptsächlich Pizza und Pasta - was war das denn, bitteschön? Wenn man mit drei Kindern unterwegs ist, kann man mit diesen Gerichten aber normalerweise nichts falsch machen, also war es dann doch irgendwie ok.
Die gemischte kalte Platte mit überwiegend Wurstprodukten, Napoli ist offenbar nicht so berühmt für Käse, war dann die erste positive Überraschung, das schmeckte wirklich alles gut und war von der Menge sogar für uns fünf als Vorspeise ok. (Auf dem Bild ist sie schon zu 2/3 geplündert).
Das Ambiente war wie gesagt etwas gewöhnungsbedürftig, wir hatten einen tollen runden Tisch direkt am Fenster, ansonsten war der Laden aber leer (und das an einem Freitag Abend), was wegen unserer durch die Zwerge bestimmten frühen Essenszeit kurz nach 19 Uhr erst einmal nicht verwunderlich war, allerdings auch bis zu unserem Aufbruch gegen 20.30 so blieb. Das finde ich immer traurig, und es ist dann auch irgendwie ein No-Go dort Gerichte aus allzu verderblichen Lebensmitteln zu bestellen, weil man nicht weiß, wie lange die bereits auf Lager liegen.
Trotz des eher nicht so überfüllten Ladens war ein gutes halbes Dutzend Mitarbeiter ständig damit beschäftigt, durch den Gastraum und auf die Straße und wieder zurück in die Küche zu laufen, was sehr verwirrend war. Dabei gab es keine einheitliche Dienstkleidung oder so und einer sah sogar ziemlich schäbig aus, mal abgesehen davon, dass der ständige Wechsel zwischen Küche und Straße eh nicht so ideal für die Hygiene ist. Der Umgang mit uns Gästen war freundlich aber eher professionell freundlich, und mir fehlte durchaus die dicke Mamma aus Napoli, die einem mit der Hand auf die Schulter schlägt und "buona sera" ruft.
Musik gab es erst gar keine, dann seichter hilo musical, plötzlich eher aufdringlich laut, dann nach 20 Minuten oder so fünf Minuten Pause, dann wieder die etwas übertriebene Lautstärke. Genau wie bei der Sprache der Angestellten hatten wir auch bei der Musik anfangs unsere Zweifel, ob das osteuropäisch, zentralafrikanisch oder hoffentlich neapolitanisch war. Ich tendiere inzwischen zu Letzterem, was natürlich positiv ist.
Die Vorspeise war verputzt, und in aller Gemütlichkeit kamen die Hauptgerichte. Ich hatte mich in meiner Not für eine Pizza entschieden, weil mich nichts auf der Karte wirklich inspiriert hatte, und die war dann "in echt" auf dem Teller vor mir ohne jeden Zweifel der Hammer. Der Teig ein Traum, richtig dicker Rand, Tomatenpüree statt irgendwelcher roten Schmiere, und sehr großzügig belegt, ohne übertrieben zu sein. Sonst kenne ich von "richtigen" Italienern ja eher die Variante, wo auf der Pizza sehr sparsam dekoriert wird, hier war es völlig anders aber total stimmig und absolut lecker.
Doch es kam direkt der nächste Patzer, unser Jüngster hat sich Spaghetti mit Öl und Knoblauch bestellt, und ich habe es noch nie erlebt, dass ein Kellner eine solche Bestellung von einem Sechsjährigen ohne mit der Wimper zu zucken aufnimmt, obwohl an der Speise so viel Chili dran ist, dass selbst Papa nur einen einzigen Bissen davon probieren konnte, bevor der Mund Feuer fing. Junior hat dann die Carbonara seiner Schwester bekommen, und wir haben ihr eine zweite Carbonara bestellt, wo wir jetzt wieder zwischen den Extremen hängen, denn ich war prinzipiell bereit, die scharfen Knoblauchnudeln mitzunehmen und dann eben eine Hauptspeise mehr zu bezahlen, aber der Camarero hat die pikante Speise sofort entfernt und kostenlos durch die Carbonara ersetzt.
Es war also weiterhin ein sonderbarer Kontrast aus positiven und negativen Extremen. Die Nudeln waren definitiv auch hausgemacht, für meinen Geschmack etwas zu al dente, aber die Teller waren hinterher leer. Es schien also geschmeckt zu haben.
Die Küche hatte als besonderes Schmankerl ein Fleisch in Tomatensoße, das nicht auf der Karte stand, und bereits eingangs etwas aufdringlich angeboten wurde. Leider hatte da keiner so richtig Lust drauf, also wurde es bei der Reklamation der feurigen Nudeln gleich nochmal beworben, es hatte immerhin acht Stunden geköchelt, wenn man dem Kellner glauben schenken durfte. Statt jetzt einfach mal ein Tapa-Tellerchen von dem Gaumenschmeichler zur Probe zu reichen und uns damit zu begeistern, wurde die Absage schlussendlich weggesteckt und das Fleisch sicherlich irgendwo für experimentierfreudigere Klientel verstaut.
Derweil gab es Valpolicella sowie gefiltertes Trinkwasser, welches auf der Karaffe als besonders innovativ angepriesen wurde. Ich fragte mich zu dem Zeitpunkt, was Leitungswasser im Ausschank heutzutage wohl so kosten mag....
Beim Toilettengang mit Junior habe ich dann erst den Pizzaofen entdeckt, der absolut sensationell beeindruckend ist. Offenes Feuer in einer riesigen Keramikkuppel in die die Hexe aus Hänsel und Gretel dreimal reingepasst hätte. Das erklärte auf einen Blick die exzellente Qualität meiner Hauptspeise.
Nachtisch ging bei mir definitiv nicht mehr rein, es kamen aber für den Rest der Familie ein Stück Schokokuchen, der nicht von Makro sondern mit Sicherheit aus der eigenen Fabrikation kam und eine feine Haselnussnote in der Cremeschicht hatte, sowie drei Portionen selbst erstelltes Tiramisu, das auch gut war. Allerdings lagen daneben wieder die altbekannten Haufen der ewigen Makro-Sprühsahne, der Teufel möge sie holen, und während zwei Tiramisus korrekt temperiert waren, war das dritte, das erst mit Verspätung kam, noch gefroren. Hier merkt man wieder das traurige Detail, dass die leistungsstarke Küche durch die geringe Nachfrage ungerechtfertigt ausgebremst wird. Man hat eben nicht 30 Portionen Nachtisch verzehrbereit im Kühlschrank.
Irgendwann bekamen auch die Angestellten Hunger, was ich verstehen kann. Ich kann es ebenso gut verstehen, dass man auf die Cucina di Mamma nicht jeden Abend Bock hat, aber muss man dann wirklich einen losschicken, der gut sichtbar mit ner Tüte voller Rollos Kebab wiederkommt? Das konnte ich beim Chinesen unseres Vertrauens noch gut nachvollziehen, als deren damals noch kleinen Kinder (die inzwischen dort servieren, weil sie mittlerweile alle deutlich über 20 sind) rüber zu Burger King sind und ausgerechnet im Chinarestaurant das Kapitalisten-Essen schlechthin verzehrt haben, aber so eine authentische Cucina verträgt meiner Meinung nach nicht, dass die Mitarbeiter dort ungeniert Döner mit alles und scharf einschleppen.
Zum Abschluss wurde uns ein Amaretto förmlich aufgedrängt, was nun so ziemlich das scheußlichste Getränk ist, was ich mir nach einem guten Essen vorstellen kann. Für die Kinder gab es nichts, keinen Schnaps aber auch keine Lollies oder so. Die Rechnung war dann der Oberknaller, denn leicht betäubt vom sauren Wein (und vom Vorglühen mit Vermut daheim) war ich positiv überrascht aber nicht wirklich in der Stimmung diese zu hinterfragen, was ich normalerweise getan hätte. Bin ja kein Arschlochkunde, wenigstens nicht, wenn es geschmeckt hat. Aber als die Rechnung von insgesamt 120 Euro für Vorspeise plus Focaccia, fünf Hauptgerichte zu je zwischen 15 und 19 Euro, vier Nachspeisen, einen Espresso, eine 25 Euro teure Flasche Wein, zwei Karaffen Leitungswasser und Dosencola für die Kids kam, hab ich das eben einfach gezahlt und dabei gedacht "hupps, das ist ja billiger als ich erwartet hätte".
Wegen des offenbar durch den leeren Gastraum und Terrasse bedingten leeren Füllstands der Kasse war einer der Angestellten dann mit meinem gelben Geldschein etwa zehn Minuten bei benachbarten Restaurants unterwegs, um Wechselgeld aufzutreiben. Das hat dann auch geklappt, und es war der Abschluss für einen durch und durch seltsamen Restaurantbesuch. Selten habe ich so viele Höhen und Tiefen so dicht beieinander erlebt.
Was ist also das Fazit: das Essen war größtenteils so gut, dass es sicherlich nicht der letzte Besuch war, allerdings war das Drumherum total unstimmig. Es war auch zur Primetime absolut keine Kundschaft außer uns anwesend. Das ist total schade, denn mit ziemlicher Sicherheit wird man sich beeilen müssen, um noch vor der endgültigen Schließung in den Genuss der Speisen zu kommen. Wenn man Bizarres handeln kann, dann ist Madre Vita eine eindeutige Empfehlung. Wenn man es eher rundum stimmig möchte, dann muss man sich ein anderes Lokal suchen. Aber ich bevorzuge gutes Essen in komischem Ambiente definitiv bevor ich bei den Speisen Kompromisse mache.
https://www.madrevitadamattia.com/
Autentica Cucina Italiana heißt es beim Madre Vita an der Promenade in Altea (an dem Abschnitt, der in der Nähe des Hafens liegt), offenbar konkreter sogar neapolitanische Küche, und wir hatten eigentlich etwas Spezielles erwartet. Die Karte klang erst einmal enttäuschend, hauptsächlich Pizza und Pasta - was war das denn, bitteschön? Wenn man mit drei Kindern unterwegs ist, kann man mit diesen Gerichten aber normalerweise nichts falsch machen, also war es dann doch irgendwie ok.
Die gemischte kalte Platte mit überwiegend Wurstprodukten, Napoli ist offenbar nicht so berühmt für Käse, war dann die erste positive Überraschung, das schmeckte wirklich alles gut und war von der Menge sogar für uns fünf als Vorspeise ok. (Auf dem Bild ist sie schon zu 2/3 geplündert).
Das Ambiente war wie gesagt etwas gewöhnungsbedürftig, wir hatten einen tollen runden Tisch direkt am Fenster, ansonsten war der Laden aber leer (und das an einem Freitag Abend), was wegen unserer durch die Zwerge bestimmten frühen Essenszeit kurz nach 19 Uhr erst einmal nicht verwunderlich war, allerdings auch bis zu unserem Aufbruch gegen 20.30 so blieb. Das finde ich immer traurig, und es ist dann auch irgendwie ein No-Go dort Gerichte aus allzu verderblichen Lebensmitteln zu bestellen, weil man nicht weiß, wie lange die bereits auf Lager liegen.
Trotz des eher nicht so überfüllten Ladens war ein gutes halbes Dutzend Mitarbeiter ständig damit beschäftigt, durch den Gastraum und auf die Straße und wieder zurück in die Küche zu laufen, was sehr verwirrend war. Dabei gab es keine einheitliche Dienstkleidung oder so und einer sah sogar ziemlich schäbig aus, mal abgesehen davon, dass der ständige Wechsel zwischen Küche und Straße eh nicht so ideal für die Hygiene ist. Der Umgang mit uns Gästen war freundlich aber eher professionell freundlich, und mir fehlte durchaus die dicke Mamma aus Napoli, die einem mit der Hand auf die Schulter schlägt und "buona sera" ruft.
Musik gab es erst gar keine, dann seichter hilo musical, plötzlich eher aufdringlich laut, dann nach 20 Minuten oder so fünf Minuten Pause, dann wieder die etwas übertriebene Lautstärke. Genau wie bei der Sprache der Angestellten hatten wir auch bei der Musik anfangs unsere Zweifel, ob das osteuropäisch, zentralafrikanisch oder hoffentlich neapolitanisch war. Ich tendiere inzwischen zu Letzterem, was natürlich positiv ist.
Die Vorspeise war verputzt, und in aller Gemütlichkeit kamen die Hauptgerichte. Ich hatte mich in meiner Not für eine Pizza entschieden, weil mich nichts auf der Karte wirklich inspiriert hatte, und die war dann "in echt" auf dem Teller vor mir ohne jeden Zweifel der Hammer. Der Teig ein Traum, richtig dicker Rand, Tomatenpüree statt irgendwelcher roten Schmiere, und sehr großzügig belegt, ohne übertrieben zu sein. Sonst kenne ich von "richtigen" Italienern ja eher die Variante, wo auf der Pizza sehr sparsam dekoriert wird, hier war es völlig anders aber total stimmig und absolut lecker.
Doch es kam direkt der nächste Patzer, unser Jüngster hat sich Spaghetti mit Öl und Knoblauch bestellt, und ich habe es noch nie erlebt, dass ein Kellner eine solche Bestellung von einem Sechsjährigen ohne mit der Wimper zu zucken aufnimmt, obwohl an der Speise so viel Chili dran ist, dass selbst Papa nur einen einzigen Bissen davon probieren konnte, bevor der Mund Feuer fing. Junior hat dann die Carbonara seiner Schwester bekommen, und wir haben ihr eine zweite Carbonara bestellt, wo wir jetzt wieder zwischen den Extremen hängen, denn ich war prinzipiell bereit, die scharfen Knoblauchnudeln mitzunehmen und dann eben eine Hauptspeise mehr zu bezahlen, aber der Camarero hat die pikante Speise sofort entfernt und kostenlos durch die Carbonara ersetzt.
Es war also weiterhin ein sonderbarer Kontrast aus positiven und negativen Extremen. Die Nudeln waren definitiv auch hausgemacht, für meinen Geschmack etwas zu al dente, aber die Teller waren hinterher leer. Es schien also geschmeckt zu haben.
Die Küche hatte als besonderes Schmankerl ein Fleisch in Tomatensoße, das nicht auf der Karte stand, und bereits eingangs etwas aufdringlich angeboten wurde. Leider hatte da keiner so richtig Lust drauf, also wurde es bei der Reklamation der feurigen Nudeln gleich nochmal beworben, es hatte immerhin acht Stunden geköchelt, wenn man dem Kellner glauben schenken durfte. Statt jetzt einfach mal ein Tapa-Tellerchen von dem Gaumenschmeichler zur Probe zu reichen und uns damit zu begeistern, wurde die Absage schlussendlich weggesteckt und das Fleisch sicherlich irgendwo für experimentierfreudigere Klientel verstaut.
Derweil gab es Valpolicella sowie gefiltertes Trinkwasser, welches auf der Karaffe als besonders innovativ angepriesen wurde. Ich fragte mich zu dem Zeitpunkt, was Leitungswasser im Ausschank heutzutage wohl so kosten mag....
Beim Toilettengang mit Junior habe ich dann erst den Pizzaofen entdeckt, der absolut sensationell beeindruckend ist. Offenes Feuer in einer riesigen Keramikkuppel in die die Hexe aus Hänsel und Gretel dreimal reingepasst hätte. Das erklärte auf einen Blick die exzellente Qualität meiner Hauptspeise.
Nachtisch ging bei mir definitiv nicht mehr rein, es kamen aber für den Rest der Familie ein Stück Schokokuchen, der nicht von Makro sondern mit Sicherheit aus der eigenen Fabrikation kam und eine feine Haselnussnote in der Cremeschicht hatte, sowie drei Portionen selbst erstelltes Tiramisu, das auch gut war. Allerdings lagen daneben wieder die altbekannten Haufen der ewigen Makro-Sprühsahne, der Teufel möge sie holen, und während zwei Tiramisus korrekt temperiert waren, war das dritte, das erst mit Verspätung kam, noch gefroren. Hier merkt man wieder das traurige Detail, dass die leistungsstarke Küche durch die geringe Nachfrage ungerechtfertigt ausgebremst wird. Man hat eben nicht 30 Portionen Nachtisch verzehrbereit im Kühlschrank.
Irgendwann bekamen auch die Angestellten Hunger, was ich verstehen kann. Ich kann es ebenso gut verstehen, dass man auf die Cucina di Mamma nicht jeden Abend Bock hat, aber muss man dann wirklich einen losschicken, der gut sichtbar mit ner Tüte voller Rollos Kebab wiederkommt? Das konnte ich beim Chinesen unseres Vertrauens noch gut nachvollziehen, als deren damals noch kleinen Kinder (die inzwischen dort servieren, weil sie mittlerweile alle deutlich über 20 sind) rüber zu Burger King sind und ausgerechnet im Chinarestaurant das Kapitalisten-Essen schlechthin verzehrt haben, aber so eine authentische Cucina verträgt meiner Meinung nach nicht, dass die Mitarbeiter dort ungeniert Döner mit alles und scharf einschleppen.
Zum Abschluss wurde uns ein Amaretto förmlich aufgedrängt, was nun so ziemlich das scheußlichste Getränk ist, was ich mir nach einem guten Essen vorstellen kann. Für die Kinder gab es nichts, keinen Schnaps aber auch keine Lollies oder so. Die Rechnung war dann der Oberknaller, denn leicht betäubt vom sauren Wein (und vom Vorglühen mit Vermut daheim) war ich positiv überrascht aber nicht wirklich in der Stimmung diese zu hinterfragen, was ich normalerweise getan hätte. Bin ja kein Arschlochkunde, wenigstens nicht, wenn es geschmeckt hat. Aber als die Rechnung von insgesamt 120 Euro für Vorspeise plus Focaccia, fünf Hauptgerichte zu je zwischen 15 und 19 Euro, vier Nachspeisen, einen Espresso, eine 25 Euro teure Flasche Wein, zwei Karaffen Leitungswasser und Dosencola für die Kids kam, hab ich das eben einfach gezahlt und dabei gedacht "hupps, das ist ja billiger als ich erwartet hätte".
Wegen des offenbar durch den leeren Gastraum und Terrasse bedingten leeren Füllstands der Kasse war einer der Angestellten dann mit meinem gelben Geldschein etwa zehn Minuten bei benachbarten Restaurants unterwegs, um Wechselgeld aufzutreiben. Das hat dann auch geklappt, und es war der Abschluss für einen durch und durch seltsamen Restaurantbesuch. Selten habe ich so viele Höhen und Tiefen so dicht beieinander erlebt.
Was ist also das Fazit: das Essen war größtenteils so gut, dass es sicherlich nicht der letzte Besuch war, allerdings war das Drumherum total unstimmig. Es war auch zur Primetime absolut keine Kundschaft außer uns anwesend. Das ist total schade, denn mit ziemlicher Sicherheit wird man sich beeilen müssen, um noch vor der endgültigen Schließung in den Genuss der Speisen zu kommen. Wenn man Bizarres handeln kann, dann ist Madre Vita eine eindeutige Empfehlung. Wenn man es eher rundum stimmig möchte, dann muss man sich ein anderes Lokal suchen. Aber ich bevorzuge gutes Essen in komischem Ambiente definitiv bevor ich bei den Speisen Kompromisse mache.
https://www.madrevitadamattia.com/
Saludos,
Chris
Chris
- baufred
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Re: Madre Vita Altea - Auténtica Cucina Napolitana
... eindeutig
... dieser 'Erlebnisbericht' gehört komplett in das Familienalbum
...
Beim Lesen bildete sich vor dem 'inneren Auge' die Szenerie komplett ab
... Danke 
Beim Lesen bildete sich vor dem 'inneren Auge' die Szenerie komplett ab
Saludos -- baufred --
- maxheadroom
- especialista

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Re: Madre Vita Altea - Auténtica Cucina Napolitana
Hola todos y chris
Vielen Dank für diesen äußerst fundierten Bericht! Besonders gut gefallen hat mir die Wiedergabe der verschiedenen Eindrücke. Absolut lesenswert! Wirklich beeindruckend, wie hier die Stimmung im Lokal wiedergegeben wurde. Vielen Dank für die Mühe.Hoffe jetzt nur das es die Location bis zu meinem nächsten Trip aushält
Saludos
Maxheadroom
Vielen Dank für diesen äußerst fundierten Bericht! Besonders gut gefallen hat mir die Wiedergabe der verschiedenen Eindrücke. Absolut lesenswert! Wirklich beeindruckend, wie hier die Stimmung im Lokal wiedergegeben wurde. Vielen Dank für die Mühe.Hoffe jetzt nur das es die Location bis zu meinem nächsten Trip aushält
Saludos
Maxheadroom
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Pan de ayer, carne de hoy y vino de antaño, salud para todo ano
Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
La buena vida es cara. Hay otra más barata - pero esa no es vida.
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Re: Madre Vita Altea - Auténtica Cucina Napolitana
Danke, Chris, dein Bericht macht auf jeden Fall neugierig. Und für ein kleines Abenteuer sind wir doch alle immer zu haben.
Ich habe mich mal auf der Homepage umgeschaut und die sieht deutlich stimmiger aus als dein Bericht - aber die wurde vermutlich auch nicht vom Döner essenden Personal gestaltet
Ich habe mich mal auf der Homepage umgeschaut und die sieht deutlich stimmiger aus als dein Bericht - aber die wurde vermutlich auch nicht vom Döner essenden Personal gestaltet
-
Quijosha
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Re: Madre Vita Altea - Auténtica Cucina Napolitana
... Ich finde eh, dass es in Spanien - zumindest wo ich bisher eingekehrt bin - keine echten Italiener gibt. Nie schmecken die Sachen dort so, wie bei uns oder in Italien. Ich bin immer von Pizza enttäuscht. Entweder es sind minderwertige Zutaten drauf, der Boden ist zu dünn, es ist zuviel Käse drauf oder oft allgemein viel zu fettig. Pasta meist verkocht und auch die Saucen irgendwie nicht so, wie ich das gewohnt bin. Selbst meine Kinder finden das. Deshalb esse ich in Spanien nicht mehr italienisch. Dazu bin ich zu verwöhnt und immer enttäuscht. Das Gleiche gilt für Döner. Kann man in Spanien nicht essen.
- chris
- Tech-Supporter und Moderator

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Re: Madre Vita Altea - Auténtica Cucina Napolitana
Das Foto beweist, dass es auch anders geht. Genialer Teig, vernünftige Zutaten (bis an die Grenze zur Völlerei belegt), keine fettige Käseschicht, die alles verklebt. Wie du siehst, liegen die Zutaten regelrecht locker neben- und übereinander.
Geschenkt, die Läden mit den minderwertigen Pizzen sind deutlich in der Überzahl, aber ich habe bereits durchaus vernünftige italienische Nahrung in Spanien bekommen. Normalerweise sind das die Ristorantes, die nur zwei bis drei Pizzen auf der Karte haben, wenn überhaupt. Deswegen war ich anfangs auch eher skeptisch, weil die Karte der Madre Vita fast nur aus Pizza und Pasta besteht.
Saludos,
Chris
Chris
