Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
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Heinz+Gundis
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
@Frambuesa: ¡Tienes pluma perfecta!
... als Büchlein 'Reiseabenteuer Spanien' auf dem Markt .... würde sofort in meinem Bücherregal landen
....
Danke fürs 'Mitnehmen'
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Saludos -- baufred --
- Oliva B.
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
Lieber Frambuesa,
vielen Dank für diesen schönen Reisebericht! Ich habe mich beim Lesen wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Auch deine früheren Reiseberichte habe ich immer gern gelesen – deine Art, Erlebnisse zu schildern, ist einfach etwas Besonderes. Man hat das Gefühl, ein Stück weit mit euch unterwegs zu sein.
Gerade die Geschichte mit der unheimlichen Wegekreuzung hat es mir angetan. Erst diese merkwürdige Stimmung an dem alten Kreuz und der Kapelle, dann später die Geschichte von der Santa Compaña – da kann einem schon mal ein kleiner Schauer über den Rücken laufen. Und dass das Ganze auch noch wenige Tage nach Halloween passiert ist, passt natürlich bestens dazu.
Schön fand ich aber auch den anschließenden Gegensatz: Kaum seid ihr von diesem mystischen Ort verschwunden, winkt euch in Borborás eine Herrenrunde von der Bar aus zu – und schon entwickelt sich daraus wieder eine dieser Begegnungen, die man wohl nur erlebt, wenn man nicht einfach von Stellplatz zu Stellplatz fährt.
Antonio, der 40 Jahre in Deutschland gearbeitet hat, euch mit nach Hause nimmt und euch seine Frau Maria vorstellt – solche Geschichten bleiben im Gedächtnis. Genau diese kleinen und ungeplanten Begegnungen machen deine Reiseberichte für mich so lesenswert.
Und nach deiner Ankündigung bin ich natürlich gespannt, was uns beim nächsten Ausflug ins mystische Galicien erwartet.
Also: Bitte weitermachen!
Ich freue mich schon auf die nächste Geschichte von euch und euren Mitreisenden.
vielen Dank für diesen schönen Reisebericht! Ich habe mich beim Lesen wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Auch deine früheren Reiseberichte habe ich immer gern gelesen – deine Art, Erlebnisse zu schildern, ist einfach etwas Besonderes. Man hat das Gefühl, ein Stück weit mit euch unterwegs zu sein.
Gerade die Geschichte mit der unheimlichen Wegekreuzung hat es mir angetan. Erst diese merkwürdige Stimmung an dem alten Kreuz und der Kapelle, dann später die Geschichte von der Santa Compaña – da kann einem schon mal ein kleiner Schauer über den Rücken laufen. Und dass das Ganze auch noch wenige Tage nach Halloween passiert ist, passt natürlich bestens dazu.
Schön fand ich aber auch den anschließenden Gegensatz: Kaum seid ihr von diesem mystischen Ort verschwunden, winkt euch in Borborás eine Herrenrunde von der Bar aus zu – und schon entwickelt sich daraus wieder eine dieser Begegnungen, die man wohl nur erlebt, wenn man nicht einfach von Stellplatz zu Stellplatz fährt.
Antonio, der 40 Jahre in Deutschland gearbeitet hat, euch mit nach Hause nimmt und euch seine Frau Maria vorstellt – solche Geschichten bleiben im Gedächtnis. Genau diese kleinen und ungeplanten Begegnungen machen deine Reiseberichte für mich so lesenswert.
Und nach deiner Ankündigung bin ich natürlich gespannt, was uns beim nächsten Ausflug ins mystische Galicien erwartet.
Also: Bitte weitermachen!
Ich freue mich schon auf die nächste Geschichte von euch und euren Mitreisenden.Saludos,
Elke (Oliva B.)
Elke (Oliva B.)
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Frambuesa
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
@Heinz+Gundis,
@baufred
@Oliva B
Ich freue mich, dass euch meine Ausführungen gefallen, herzlichen Dank für euer Feedback
Bald folgt die nächste Episode aus Galicien
Jetzt muss ich mich aber um meinen Flüssigkeitshaushalt kümmern, denn hier im Bergischen Land ist es immer noch sooooo heiß
@baufred
@Oliva B
Ich freue mich, dass euch meine Ausführungen gefallen, herzlichen Dank für euer Feedback
Ganz herzlichen Dank für diese außergewöhnliche Auszeichnung!
Mir stellen sich heute noch die Nackenhaare hoch, wenn ich an die Situation von damals denke. Dabei bin ich wahrlich kein ängstlicher Mensch; wie oft haben wir z.B. bei unseren Auvergne-Wanderungen in einsamen Wäldern unser Zeit aufgebaut? Nie haben wir solch eine unheimliche Stimmung erlebt.Oliva B. hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 10:46 Gerade die Geschichte mit der unheimlichen Wegekreuzung hat es mir angetan. Erst diese merkwürdige Stimmung an dem alten Kreuz und der Kapelle, dann später die Geschichte von der Santa Compaña – da kann einem schon mal ein kleiner Schauer über den Rücken laufen.
Die Begegnung mit Menschen, gegenseitige Wertschätzung, das Erleben örtlicher Ereignisse und die Entdeckung regionaler Gerichte – all das prägt unsere Reisen und steht dabei stets im Mittelpunkt.Oliva B. hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 10:46 . . . Kaum seid ihr von diesem mystischen Ort verschwunden, winkt euch in Borborás eine Herrenrunde von der Bar aus zu – und schon entwickelt sich daraus wieder eine dieser Begegnungen
Bald folgt die nächste Episode aus Galicien
Jetzt muss ich mich aber um meinen Flüssigkeitshaushalt kümmern, denn hier im Bergischen Land ist es immer noch sooooo heiß

Saludos Frambuesa
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Eine Reise erhält ihre Bedeutung stets durch die Perspektive und Intention,
aus der sie unternommen wird
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Heinz+Gundis
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
Diese Nacht hat es im Bergischen Land geregnet. Gerade haben wir angenehme 19 Grad. Wenn es nach der Temperatur geht, können wir evtl. Heute eine neue Erzählung erwarten.
Gruß
Heinz+Gundis
Heinz+Gundis
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
Weitermachen !!!!
Vorschlag an die Forenleitung. Damit die tollen Geschichten nicht von unsern Kommentaren verwässter werden wäre e vielleicht gut es hier so zu handhaben wie beim Forumskalender und für die Kommentare einen eigenen Faden zu eröffnen.
Vorschlag an die Forenleitung. Damit die tollen Geschichten nicht von unsern Kommentaren verwässter werden wäre e vielleicht gut es hier so zu handhaben wie beim Forumskalender und für die Kommentare einen eigenen Faden zu eröffnen.
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Frambuesa
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
Ja, endlich Regen und endlich erträgliche Temperaturen.Heinz+Gundis hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 06:37 Diese Nacht hat es im Bergischen Land geregnet. Gerade haben wir angenehme 19 Grad. Wenn es nach der Temperatur geht, können wir evtl. Heute eine neue Erzählung erwarten.
Nach Santiago – ein Weg, eine Reise, eine Erfahrung
Wer jetzt die Beschreibung einer 2.700 Kilometer langen Pilgerreise zu Fuß auf dem Jakobsweg erwartet, wird wohl reichlich enttäuscht werden. Nein, so viele Kilometer habe ich nicht geschafft, obwohl es schon seit vielen Jahren ein Traum von mir war.
Aber irgendwie hat es nie gepasst. Und so habe ich mich auf der einen oder anderen Teilstrecke in Deutschland und auch eine kurze Strecke in Frankreich, in der Nähe von Varaire, ausprobiert.

Stets auf die Hinweisschilder achten
Manchmal sieht man ja vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr
genügend Wasser hatte ich meist im Rucksack, damit ich nicht den Rindviechern das Wasser wegnehmen musste
Und dann hatte ich irgendwann die Idee, von Frankreich aus über die Pyrenäen auf dem Camino francés von Saint-Jean-Pied-de-Port über den Ibañeta-Pass nach Roncesvalles zu gehen. Alleine natürlich – Jefe würde dann in Roncesvalles im Wohnmobil auf mich warten.
Wie lange ich davon geträumt und immer wieder die Route durchgerechnet habe
Wenigstens haben wir mit dem Wohnmobil immer wieder den Camino gekreuzt, sei es den Camino francés oder den Camino del Norte. In Galicien, dem Ziel aller Jakobspilger, schon recht nahe gekommen, flammte mein Wunsch, nach Santiago de Compostela zu gehen, immer wieder auf.
Nun denn – auf nach Santiago!
So, und nun wartet erst mal viel Arbeit
auf mich Saludos Frambuesa
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aus der sie unternommen wird
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aus der sie unternommen wird
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Frambuesa
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
Nun denn, auf nach Santiago 
Immer wieder haben wir auf unseren Reisen die Route der Pilger gekreuzt; stets habe ich sie bewundert und oft packte mich die Sehnsucht, mitzulaufen. Aber genau so oft habe ich sie auch bemitleidet, wenn ihnen Wetter und/oder Strecke zusetzte.
So war mir dann die Sehnsucht z.B. in der Gegend westlich von Burgos, in der Provinz Palencia (Castilla y León) doch gründlich vergangen.

„Oh Jefe, kuck ma wie dat da hinten am Stauben is!
Un so ne Strecke will unsere Madam etwa auch laufen?“

Hier befinden wir uns in der Provinz Palencia (Castilla y Leon) westlich von Burgos bei Carrión de los Condes.
Die heute nur noch knapp 2.000 Einwohner zählende Kleinstadt Carrión de los Condes war im Hochmittelalter eine bedeutsame, reiche Stadt, in der Reichstage und Synoden abgehalten wurden.

Schon einige Etappen früher - von Zubiri über Pamplona nach Puente de la Reina - hatten wir sie gesehen, wie sie sich mühsam bei brennender Hitze im Oktober 2014 die Route der Pilger entlangquälten. Staubtrocken war die flache Gegend hier, in der es keinen Schatten gab und selbst Horschtel, Jefes selbsternannter Assistent, bearbeitete Madame, ihre Pilgeridee ganz schnell zu vergessen.
Nein, hier muss ich nicht mit „meinem“ Jakobsweg beginnen - zu heiß, zu wenig Schatten, zu trocken. Aber vielleicht ein Stückchen näher nach Santiago hin?
Jefe hatte dann die zündende Idee, dass wir uns in der Nähe eines Bahnhofs einen Platz zum Übernachten suchten, von dem Züge nach Santiago fuhren. Na, das war schon ein recht „lustiges“ Unterfangen, denn von dem Bahnhof, den wir ausgesucht hatten, fuhr schon lange kein Zug mehr nach Santiago de Compostela
, wie die verrosteten Gleise verrieten. 
Wir hätten hier zwar ein schönes Plätzchen zum übernachten gefunden, doch - wie soll ich dann nach Santiago kommen?
Beim nächsten Versuch entlang der Bahnlinie fanden wir dann einen sehr ruhigen Übernachtungsplatz an der Hochgeschwindigkeitstrasse Eje Atlántico de Alta Velocidad (Hochgeschwindigkeits-Atlantikachse).
Position: 42°58'56.90"N 8°27'33.30"W
Aber der AVE rauscht hier ja nur schnell vorbei, der wird wohl kaum für mich auf der Strecke halten
Doch es gab ganz in der Nähe eine akzeptable Busverbindung nach Santiago de Compostela.
Am nächsten Morgen sollte es also endlich losgehen, endlich nach Santiago . . .
Was machen wir nun mit dem angebrochenen Abend? Schauen wir doch mal, was wir fußläufig so an Lokalitäten haben. In der ersten Bar war es uns zu steril und wir verabschiedeten uns nach einem Vino tinto. Dann entdeckten wir nur wenige Meter von unserem „Schlafzimmer“ das „La Cantina Restaurante“, das gerade öffnete. Eine freundliche Wirtin, schöne alte Eisenbahnfotos an den Wänden und ein Roter, der auch beim 2. Glas mundete.
Und dann erblickte ich sie, die Illustrierte, die mich erschaudern ließ:
Ist das mit der Inquisition etwa schon wieder aktuell?
Ohhhh - der Rote

schien meinen Geist ein wenig auf Wanderschaft zu schicken

Na ja, und wir waren ja schließlich immer noch in Galicien, wo man allenorts auf Ungewöhnliches, Mystisches, Geisterhaftes treffen kann.
Fortsetzung folgt morgen

Immer wieder haben wir auf unseren Reisen die Route der Pilger gekreuzt; stets habe ich sie bewundert und oft packte mich die Sehnsucht, mitzulaufen. Aber genau so oft habe ich sie auch bemitleidet, wenn ihnen Wetter und/oder Strecke zusetzte.
So war mir dann die Sehnsucht z.B. in der Gegend westlich von Burgos, in der Provinz Palencia (Castilla y León) doch gründlich vergangen.

„Oh Jefe, kuck ma wie dat da hinten am Stauben is!
Un so ne Strecke will unsere Madam etwa auch laufen?“

Hier befinden wir uns in der Provinz Palencia (Castilla y Leon) westlich von Burgos bei Carrión de los Condes.
Die heute nur noch knapp 2.000 Einwohner zählende Kleinstadt Carrión de los Condes war im Hochmittelalter eine bedeutsame, reiche Stadt, in der Reichstage und Synoden abgehalten wurden.

Schon einige Etappen früher - von Zubiri über Pamplona nach Puente de la Reina - hatten wir sie gesehen, wie sie sich mühsam bei brennender Hitze im Oktober 2014 die Route der Pilger entlangquälten. Staubtrocken war die flache Gegend hier, in der es keinen Schatten gab und selbst Horschtel, Jefes selbsternannter Assistent, bearbeitete Madame, ihre Pilgeridee ganz schnell zu vergessen.
Nein, hier muss ich nicht mit „meinem“ Jakobsweg beginnen - zu heiß, zu wenig Schatten, zu trocken. Aber vielleicht ein Stückchen näher nach Santiago hin?
Jefe hatte dann die zündende Idee, dass wir uns in der Nähe eines Bahnhofs einen Platz zum Übernachten suchten, von dem Züge nach Santiago fuhren. Na, das war schon ein recht „lustiges“ Unterfangen, denn von dem Bahnhof, den wir ausgesucht hatten, fuhr schon lange kein Zug mehr nach Santiago de Compostela

Wir hätten hier zwar ein schönes Plätzchen zum übernachten gefunden, doch - wie soll ich dann nach Santiago kommen?
Beim nächsten Versuch entlang der Bahnlinie fanden wir dann einen sehr ruhigen Übernachtungsplatz an der Hochgeschwindigkeitstrasse Eje Atlántico de Alta Velocidad (Hochgeschwindigkeits-Atlantikachse).
Position: 42°58'56.90"N 8°27'33.30"WAber der AVE rauscht hier ja nur schnell vorbei, der wird wohl kaum für mich auf der Strecke halten
Doch es gab ganz in der Nähe eine akzeptable Busverbindung nach Santiago de Compostela.
Am nächsten Morgen sollte es also endlich losgehen, endlich nach Santiago . . .
Was machen wir nun mit dem angebrochenen Abend? Schauen wir doch mal, was wir fußläufig so an Lokalitäten haben. In der ersten Bar war es uns zu steril und wir verabschiedeten uns nach einem Vino tinto. Dann entdeckten wir nur wenige Meter von unserem „Schlafzimmer“ das „La Cantina Restaurante“, das gerade öffnete. Eine freundliche Wirtin, schöne alte Eisenbahnfotos an den Wänden und ein Roter, der auch beim 2. Glas mundete.
Und dann erblickte ich sie, die Illustrierte, die mich erschaudern ließ:

Ist das mit der Inquisition etwa schon wieder aktuell?
Ohhhh - der Rote

Na ja, und wir waren ja schließlich immer noch in Galicien, wo man allenorts auf Ungewöhnliches, Mystisches, Geisterhaftes treffen kann.
Fortsetzung folgt morgen
Saludos Frambuesa
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Frambuesa
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen
Weniger geisterhaft war dann allerdings meine letzte Strecke zum langersehnten Ziel aller Jakobspilger.
Mit dem Bus ging es am frühen Morgen bis kurz vor Santiago und mit Rucksack und Wanderstab machte ich mich nun auf „meinen“ Camino.
Ich erzähle euch hier besser nicht, wie viele Kilometer es noch bis zum Eingang der Kathedrale waren
Gott sei Dank war der Weg nicht sehr steil, denn Madame war ja nicht nur etwas in die Jahre gekommen, auch die Knie wollten nicht mehr so recht, und bei Steigungen blieb ihr schnell die Luft weg. Aber die kurze Strecke würde ja wohl zu schaffen sein
Dass es sich allerdings fast ausschließlich um Asphalttreten handeln würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Asphalttreten hasse ich schon seit meinen Fernwanderungen Ende der 70er-Jahre

Es war noch recht früh am Morgen, und von Pilgern war um diese Zeit noch nicht allzu viel zu sehen. Ein kleines Café öffnete gerade seine Pforten. Oh ja, ein heißer Kaffee würde jetzt guttun, denn so golden die Sonne auch schien, an diesem 27. Oktober 2015, kurz vor 9 Uhr, war es doch recht kühl.
Außer mir gab es um diese frühe Stunde eigentlich nur die fleißige Brigade städtischer Mitarbeiter, die emsig dafür sorgte, dass die Straßen der Pilgerstadt auch weiterhin einen sauberen und einladenden Eindruck machten.
Schade, dass die Kathedrale immer noch an vielen Stellen wegen der umfangreichen Restaurierungsarbeiten eingerüstet ist.


Noch hält sich der Andrang der Pilger in Grenzen.

Für die Umarmung mit dem Heiligen Jakobus stand man jedoch schon an der schmalen Treppe Schlange.
Das hat Madame sich allerdings verkniffen, sie umarmt nicht gerne eine alte Steinfigur, die von Millionen von Menschen geherzt werden. Ich mag lieber Geschöpfe aus Fleisch und Blut umarmen.
Auch auf das spektakuläre Schwenken des legendären Butafumeiro wollte ich nicht warten, denn zusehends füllte sich der Innenraum der Kathedrale und Enge bereitet mir äußerstes Unbehagen.
Ich hätte zwar gerne gesehen, wie sich 8 Männer an Seilen abmühen, den Botafumeiro, das größte Weihrauchfass der Welt zum Schwingen zu bringen. Botafumeiro in Aktion
Tja, das hätte ich ja nur allzu gerne live gesehen.

Aber - abgesehen von meiner Panik vor Enge fürchtete ich den beißenden Qualm des Weihrauchs.

Ein kleines Andenken von diesem Ort an diesen Tag gefällig?

Soll ich hier erst mein Mittagsmahl einnehmen?

oder dieser illustren Gruppe anschließen?
Nein, ich sank nicht in die Knie vor Erschöpfung, nein, es kam auch kein gesteigertes Glücksgefühl über das Erreichen des Ziels, und von religiöser Entrücktheit war Madame sicher so weit entfernt wie ein Mathematiker von einer göttlichen Erscheinung.
Vielleicht hätte ich doch zumindest von Saint-Jean-Pied-de-Port aus loslaufen sollen? Dann wäre das Gefühl beim Ankommen in Santiago sicher wesentlich erhabener gewesen.
Hier endet also mein persönlicher „Camino de Santiago“

Schon 2015 konnte man mit dem kleinen Bimmelbähnchen durch Santiago fahren
Ob ich wohl jetzt Tourimeile Jakobsweg noch einmal den Wunsch verspüren könnte, mich auf den Weg nach Santiago de Compostela zu machen?
Saludos Frambuesa
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aus der sie unternommen wird
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